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Mit dem Bus durch Dixieland, 5.10 – 26. 10. 1991, Folge 2: von Dallas nach San Antonio, Texas

in dem blauen Hochhaus hat J. R. Ewing sein Büro
in dem blauen Hochhaus hat J. R. Ewing sein Büro
Mücke | Sonntag, 6. Oktober 1991
Schon um 5.15 Uhr stand ich auf. Ich hatte nicht besonders gut geschlafen. Alles war neu, alles anders als bei unseren früheren USA-Reisen und weil wir nicht nach der Busabfahrtszeit gefragt hatten, geriet ich in Stress und lag nach einer Weile mit einem kleinen Kreislaufkoller wieder flach auf dem Bett.
Unsere Koffer standen als erste vor der Tür und standen immer noch als wir nach dem sehr teuren Frühstücksbuffet, von dem ich fast gar nichts essen konnte, weil mir schlecht war, ins Zimmer zurück gingen. Natürlich standen auch kleinere, preiswertere Gerichte auf der Karte, aber ich war viel zu aufgeregt und zu malade gewesen, um richtig hinzugucken. SS = selbst schuld!
Wir gingen um 7.15 Uhr nach unten in die Lobby zum gestern ausgemachten Treffpunkt und trafen dort auf ein nettes Paar aus München, das schon öfter Busreisen mitgemacht hatte und uns die Abfahrtszeit sagte: 8 Uhr! Mein Gott! 6 Uhr Wecken, 7 Uhr Koffer raus, 8 Uhr Abfahrt. So läuft das. Die ganze Aufregung umsonst. Wir waren halt Busreisen-Anfänger.
Zuerst eine Stadtrundfahrt durch das nahezu menschenleere sonntägliche
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Dallas. Wir hielten kurz an beim Kennedy Memorial nahe der Stelle, wo im November 1963 der Präsident erschossen worden war. Am Ort des Attentats selbst, befindet sich nur eine schlichte Gedenktafel. Das Gebäude, aus dem geschossen wurde, „The Sixth Floor“, ist teilweise ein Museum. Leider war keine Zeit für eine Besichtigung. Es gab einen weiteren Fotostopp zum Fotografieren der grandiosen Fassaden und Peter zeigte uns dabei das Hochhaus, in dem sich in der Fernsehserie „Dallas“ das Büro von J.R Ewing befindet.
Weiter Richtung San Antonio. In Waco eine halbstündige Trink- und WC-Pause bei MacDonalds. Der Bus hatte zwar eine Toilette, die sollte aber möglichst nur in absoluten Notfällen benutzt werden, da sie nicht jeden Tag entleert wurde. Dies war kein Problem, denn es wurden oft genug „technische“ Pausen eingelegt. Peter erklärte während der Fahrt das Busleben der nächsten beiden Wochen z.B. werden jeden Tag die Plätze gewechselt, sodass jeder mal hinten bzw. vorne sitzt, und er verkaufte uns Tickets für 3 zusätzliche Ausflüge: San Antonio Mission Tour und 2 Sachen in New Orleans. Ansonsten döste ich vor mich hin und versuchte weiter, Herr zu werden über die Neigung zur Übelkeit. Morgen ist ganz bestimmt alles besser, sagte ich mir, und so war es auch.
von diesem leckeren Frühstück konnte ich fast nichts essen :-(
von diesem leckeren Frühstück konnte ich fast nichts essen :-(
In Austin, der Hauptstadt von Texas, leider im südlichen Teil, nicht Downtown, gab es eine knapp 1-stündige Mittagsrast bei „Ferrys“, wo wir mit Tablett bewaffnet an einer langen Theke vorbeigingen und Essen einsammelten. Das ging ganz flott, trotz langer Menschenschlange, für fast jeden Geschmack war etwas da und es schmeckte auch.
Gegen 15 Uhr waren wir in San Antonio. Wir stiegen vor der Missionskirche „The Alamo“ aus und hatten für die Besichtigung knapp 1 Stunde Zeit. Derweilen fuhr der Bus zum Travelodge Hotel, die Koffer wurden ausgeladen und die Zimmerschlüssel abgeholt.
Der Alamo ist eine Art Nationalheiligtum für die Amerikaner, besonders für die Texaner, obwohl im Nachhinein die Geschichte wohl ein bisschen korrigiert wurde. Tatsache allerdings ist, dass im Jahr 1836 während des texanischen Unabhängigkeitskrieges Soldaten des mexikanischen Generals Santa Anna die zur Festung ausgebaute Mission stürmten und dass keine Gefangenen gemacht wurden, d.h. alle männlichen Amerikaner, darunter so bekannte Westerner wie James Bowie und David Crockett starben. Das kann man überall nachlesen und, wenn man will, sich die Glorifizierung in John Waynes Film ansehen. Jedenfalls musste man ziemlich ehrfürchtig
der Bus für die nächsten 2 Wochen und die nachgebaute Blockhütte von John Neely Bryan, der 1841 die Stadt Dallas gründete
der Bus für die nächsten 2 Wochen und die nachgebaute Blockhütte von John Neely Bryan, der 1841 die Stadt Dallas gründete
sein im alten Gemäuer und man durfte drinnen nicht fotografieren oder filmen. Mein Mann hatte das nicht gelesen, doch ganz fix war ein Aufpasser da und hielt die Hand vor das Objektiv. Mann o Mann, wie kannst Du nur, in diesen heiligen Hallen!
http://www.youtube.com/watch?v=XcgS9Oy1n6A&feature=related
Das im Zuckerbäckerstil erbaute, historische Emily Morgan Hotel unweit des Alamo erinnert mit seinem Namen an Emily D. West (später Emily Morgan), eine texanische Mata Hari. Sie wurde 1836 von mexikanischen Soldaten entführt. Die Legende sagt, dass General Santa Anna nicht nur mit ihr das Lager, sondern auch militärische Geheimnisse geteilt haben soll, die Emily umgehend an Sam Houston und seine Mannen weitergab, worauf die texanischen Truppen in der Schlacht von San Jacinto den Sieg davon trugen und ihr Land befreiten. Mit dem Lied „The Yellow Rose of Texas“ wurde der Volksheldin ein bleibendes Denkmal komponiert und getextet.
http://www.youtube.com/watch?v=Tnu6ui_8nI0&feature=related
Der Bus holte uns um 16 Uhr wieder ab, brachte uns ins Hotel und dann ruhten wir uns erst mal 1 ½ Stunden aus. Einige aus der Reisegruppe rannten gleich wieder weg ins bezaubernde Städtchen, aber ich war halt nicht so fit. Da muss man die Sache etwas langsamer angehen.
Wir zogen gegen 18 Uhr los. Zum Paseo del Rio (Riverwalk), einer kilometerlangen Promenade am Ufer des San Antonio River mit vielen Geschäften und Restaurants. Wir aßen mexikanisch, Burritos – Logan Burrito – und tranken Corona Beer, mexikanisches Bier, das gerade in Deutschland (1991) als Modegetränk Furore machte.
Um 21.15 Uhr lag ich in meinem großen Hotelbett und schaltete das Licht aus. Meine Batterien waren nun wirklich leer.
Fortsetzung: http://www.giessener-zeitung.de/muecke/beitrag/61573/mit-dem-bus-durch-dixieland-510-26-10-1991-folge-3-san-antonio-texas/

in dem blauen Hochhaus hat J. R. Ewing sein Büro
von diesem leckeren Frühstück konnte ich fast nichts essen :-(
der Bus für die nächsten 2 Wochen und die nachgebaute Blockhütte von John Neely Bryan, der 1841 die Stadt Dallas gründete
Old Red Courthouse mit Reunion Tower, der zum Hyatt Regency Hotel gehört
alte Kathedrale vor modernen Hochhäusern
The Sixth Floor - aus diesem Gebäude wurde 1963 auf Präsident Kennedy geschossen
Emily Morgan Hotel
The Alamo
Paseo del Rio (Riverwalk)
Burritos - gefüllte Tortillas

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
18.421
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 25.01.2012 um 21:04 Uhr
Sehr schöne Reisen haben Sie gemacht!
Peter Herold
14.239
Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.01.2012 um 18:04 Uhr
Schön mal so Einzelheiten zu historischen Begebenheiten in anderem neuem Licht zu sehen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ingrid Wittich

von:  Ingrid Wittich

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