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Buchtipp: „Das Buch des Verrats“ von Gayle Linds

Mücke | Leben Bibliothekare gefährlich? Die Chefbibliothekare der „Bibliothek desGoldes“ auf jeden Fall. Im ersten Kapitel von G. Lynds neuestem Roman wird der Leiter der legendären Büchersammlung brutal hingerichtet, weil er ein wertvolles Buch entwendet hat. Zwei Jahre später stirbt ein weiteres Mitglied des exklusiven Buchclubs, der die verloren geglaubten Bücher Iwans des Schrecklichen betreut, durch eine Kugel, bevor er einem alten Freund, dem CIA-Agenten Tucker Andersen, genauere Angaben zum geheimen Standort der Bücher und zu einem von ihm vermuteten terroristischen Anschlag machen kann. Andersen holt die wegen fahrlässiger Tötung ihres Ehemannes zu einer Haftstrafe verurteilte Dr. Eva Blake, Buchkuratorin und Restauratorin, aus dem Gefängnis. Sie soll im British Museum in London während einer Ausstellung, bei der auch dieses entwendete Buch zu sehen ist, in Gesprächen mit anderen Besuchern nach Hinweisen auf das geheime Versteck der Bibliothek forschen. Eva ist einverstanden, reist nach Europa und trifft bei der Ausstellung auf ihren totgeglaubten Ehemann Charles. Sie stellt ihn zur Rede und ist fortan ihres Lebens
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Thriller (28)Buchtipp (297)
nicht mehr sicher. Bei der Suche nach der sagenumwobenen Bibliothek und nach Antworten zu Charles ungeheuerlichem Verrat an ihr wird sie von Judd Ryder begleitet, unterstützt und mehrmals in letzter Minute vor dem Tode gerettet. Judd ist der Sohn des ermordeten Clubmitgliedes, „freier“ Mitarbeiter bei der CIA und will den Mörder seines Vaters finden. Das Ganze ist eine wahnsinnig spannende, mörderische, weltweite „Schnitzeljagd“. Ein echter Nachtschlafräuber, ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte, bevor es zu Ende ist. In einem Nachwort gibt es Anmerkungen und eine Literaturliste zur Suche nach den verschwundenen Büchern. Diese sollen durch die Ehefrau Iwans III. in den Besitz der russischen Zaren gelangt und irgendwo in unterirdischen Tunneln unter dem Kreml versteckt sein. Seit Jahren wird nach dem Verbleib der verlorenen Bibliothek geforscht. Ohne Erfolg. Gayle Lynds war für mich neu, aber sie ist keineswegs eine Unbekannte im Thriller-Literaturgeschäft. Einige Romane hat sie nach Vorgaben des verstorben Robert Ludlum verfasst, andere eigenständig. „Das Buch des Verrats“ war mein erstes von dieser Autorin, aber sicher nicht mein letztes.
Bibliographische Angaben: Gayle Lynds; Das Buch des Verrats. Heyne Verlag 2011.Euro 9.99

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von:  Ingrid Wittich

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