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Rentenerhöhung entpuppt sich als Minusrunde

Mücke | VdK-Präsidentin Mascher: "Die Kaufkraft der Rentner wird spürbar sinken"
Ulrike Mascher, die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, bezeichnet die heute vom Bundessozialministerium angekündigte Rentenanpassung zum 1. Juli in Höhe von 0,99 Prozent als "für die Betroffenen enttäuschend". Mascher: "Die geringe Rentenerhöhung entpuppt sich wegen der steigenden Inflation, die im Februar die Zwei-Prozent-Marke überschritten hat, und den Kostensteigerungen im Gesundheitssystem unter dem Strich als Minusrunde. Der seit 2004 anhaltende Kaufkraftverlust der Rente setzt sich fort. Die Rentnerinnen und Rentner müssen wohl in Zukunft den Gürtel noch enger schnallen."

Die VdK-Präsidentin bekräftigte ihre Forderung nach einer Rückkehr zur dynamischen Rentenanpassung: "Der Riesterfaktor, der Nachhaltigkeitsfaktor und der Nachholfaktor müssen abgeschafft werden. Sie bewirken, dass die Rentenanpassung stets hinter einer positiven Lohn- und Gehaltsentwicklung zurückbleibt", erläuterte Mascher. Die Löhne und Gehälter waren im letzten Jahr im Durchschnitt um 3,10 Prozent in den alten und 2,55 Prozent in den neuen Ländern gestiegen.

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Es sei auch nicht hinzunehmen, so die VdK-Präsidentin, dass die Rentengarantie, die im vergangenen Jahr eine Kürzung des Rentenzahlbetrags verhinderte, mit einer jetzt möglichen höheren Rentenanpassung verrechnet werde.
"Die Renten müssen wieder direkt und ohne Abzüge an die positive Lohn- und Gehaltsentwicklung gekoppelt werden, damit die Rentner von der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung nicht abgehängt werden", sagte die VdK-Präsidentin.

Die Pläne der Bundesregierung, stattdessen die Rentenversicherungsbeiträge im nächsten und übernächsten Jahr zu senken, bezeichnete Mascher als "nicht zielführend". "Dadurch werden stärkere Rentensteigerungen noch unwahrscheinlicher und bringen Deutschland dem Ziel, die Altersarmut einzudämmen, nicht näher", betonte die VdK-Präsidentin. (Michael Pausder, Pressesprecher)
Link zu der VdK Seite: http://www.vdk.de/de25187

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Kommentare zum Beitrag

Thomas Skotarczyk
3.727
Thomas Skotarczyk aus Gießen schrieb am 15.03.2011 um 23:04 Uhr
Früher war die Kaufkraft der Rentner sehr hoch geschätzt,dieses hat sich (leider) zum Leidwesen einiger Firmen geändert-

Für Mercedes,Kreuzfahrten,Kaffeefahrten u.s.w sieht es mau aus...
Antje Amstein
5.046
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 16.03.2011 um 09:20 Uhr
Viele Rentner müssen jetzt schon hungern, Kreuzfahrt oder Mercedes gab es früher schon nicht für jeden Rentner!
Nach der Aussage der Regierung müssen wir sparen lernen. Wir Rentner können ja uns Medikamente aus dem Ausland schicken lassen. Wir steigen alle um auf Eiweißpulver, da sparen wir uns die Nahrungsmittel. Wir bleiben am besten zu Hause und warten auf den Tod.
Die Regierung kann ja jeden von uns eine Kapsel Zyankali geben das kurbelt bestimmt die Wirtschaft an. Soviel Wohnraum und das Gesundheitssystem wird auf einem Schlag entlastet!
Hans Lind
1.337
Hans Lind aus Grünberg schrieb am 16.03.2011 um 11:48 Uhr
Es ist ein Witz.
Stefan Walther
2.812
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.03.2011 um 17:28 Uhr
und wie sagte schon Frau Merkel "wir haben über unsere Verhältnisse gelebt". Bis heute keine Antwort wer eigentlich mit wir gemeint war, die Rentner mit Sicherheit doch nicht!?
Antje Amstein
5.046
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 16.03.2011 um 20:11 Uhr
Doch Stefan, der Herr Haumann sagte mal in einer VdK Versammlung: " In den nächsten Jahren müssen die Rentner sparen, sie haben ja schon Erfahrung darin."
Stefan Walther
2.812
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.03.2011 um 22:28 Uhr
tja, völlig richtig Frau Stapf, nur zugeben wird sie`s nicht!
Christian Momberger
7.974
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.03.2011 um 23:17 Uhr
Danke für den guten Bericht Herr Funk. Ich mag den Kommentaren nur zustimmen.
Hallo Lieber Leser
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