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Winterurlaub mal anders mit den "Alpenhoppern"

Mücke | Woran denkt man bei dem Wort Winterurlaub? An eine warme Ferienwohnung, gemütliche Abfahrten im örtlichen Schigebiet, vielleicht ein Einkaufsbummel mit der Familie durch malerische Alpendörfer. Diese Vorstellung war den „Buben“ der Hessischen Gleitkultur (HGK) aus Mücke nicht genug. Man wollte maximale Flexibilität, um schlechten Witterungsverhältnissen auszuweichen und trotzdem einen Ort, wo man zusammen mit seinen Freunden den Tag ausklingen lassen kann.
Früh entstand im 30-köpfigen Verein die Idee, einen Schulbus so umzubauen, dass man darin genug Platz zum Schlafen und Entspannen findet. Mit der neuerlangten Flexibilität könnte man sich Tag für Tag das Skigebiet aussuchen. Aus dem Schulbus wurde schließlich ein Reisebus, der Plan konnte in die Tat umgesetzt werden. Zu Gute kam den Snowboard-begeisterten Freunden, dass einer in ihren Reihen ein eigenes Reiseunternehmen besitzt. So entschied man sich 2008 mit einem sechsköpfigen Team, den Reisebus mit Matratzen auszulegen, Gasgrill, Stühle, Tische, Verpflegung einzupacken und sich auf den Weg in die Berge zu machen - das „Alpenhopping“ war geboren.
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von der Idee und dem reibungslosen Ablauf kam man zu dem Schluss, es zwei Jahre später in größerem Stil fortzusetzen. Die Mannschaft wurde auf zwölf Personen erweitert, ein größerer Bus musste her, man ließ eine Internetpräsenz samt Twitter, Facebook und einem Blog erstellen und besorgte sich Video- und Helmkameras, um schließlich per Laptop und mobilem Internet der Welt jederzeit aktuelle Eindrücke und Bilder mitzuteilen. Zudem wurde der „Pussy Van“ ins Leben gerufen. Eine Truppe aus drei Snowboarderinnen begleitete im Kleinbus die elf Freunde mit Gießener Wurzeln.
Mit Hilfe von Kontakten des Reiseunternehmens fand man Hotels, in denen die Freunde abends warm duschen konnten oder ihnen eine warme Mahlzeit angeboten wurde. Auch große Teile der Vorbereitung und Verpflegung wären ohne fremde Hilfe und Fähigkeiten einzelner HGK-Mitglieder nicht umsetzbar gewesen. So wurde eine hochmoderne Internetseite von einem privaten Kontakt erstellt, Unterbauten im Bus vom teaminternen Schreiner gefertigt und örtliche Geschäfte sponserten das Team mit Nahrungsmitteln. Um optimal auf den Urlaub vorbereitet zu sein, wurde zudem ein Belastungstest im Fitnessstudio eines Bekannten durchgeführt.
Gut vorbereitet kehrte man so nach einer Woche und
fünf unterschiedlichen Skigebieten nur mit leichten Blessuren zurück. Zwar hatte man nicht immer traumhafte Verhältnisse, doch machte das Team aus jeder Situation das Beste. Auf dem Weg vom schweizerischen Laax über Montafon, Lech Zürs und Kühtai bis ins österreichische Mayrhofen wurden mit der Hilfe von Tourguides entlegene Tiefschneehänge durchquert, ein Helikopter beförderte die Mutigsten zu Abfahrten abseits der regulären Piste und auch Rippenprellungen, blaue Knie und zerschrammte Snowboards konnte den Spaß nicht trüben. An schlechteren Tagen nutzte man den modern ausgestatteten Bus für entspanntes Filmgucken und gemeinsames Kochen. Dieser hatte jedoch auch seine Tücken. Die Körperhygiene ließ in den ersten Tagen zu wünschen übrig. Erst das Wellness-Angebot eines Hotels in Lech Zürs entschädigte für die zuvor duschfreien Tage. Der gemeinsame Aprés-Ski kam zwar auch nicht zu kurz, doch fand man sich schließlich immer im Tourbus wieder um nicht die selbstzubereitete, heimische Bratkartoffelpfanne zu verpassen.
Für den Teilnehmer Thomas Hofmann, normalerweise in der PR-Abteilung einer Bank tätig, war der Trip ein voller Erfolg. Sein größter Wunsch für die Woche, „wieder heil anzukommen“ hat sich erfüllt. Schon jetzt laufen die Planungen für das nächste „Hopping“ in zwei Jahren.
Bilder und Kommentare finden sich unter www.alpenhopping.de. Dort wird auch bald der Film zur Tour zu sehen sein.

 
 
 

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von:  Moritz Zamzow

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Moritz Zamzow
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