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Von Istanbul nach Kiew – 3. bis 17. Juli 2009, Teil 7: Kiew

am Ufer des Dnepr vor Kiew
am Ufer des Dnepr vor Kiew
Mücke | Der 13. Reisetag war ein reiner Flusstag. Auf unserem Frühstückstisch stand noch oder schon wieder die Geburtstagstorte von gestern. Eigentlich wollten wir keine mehr, schon gar nicht am Morgen.
Im Laufe des Vormittags mussten die Rechnungen für Getränke und Fakultativausflüge bezahlt werden. Gegen 11 Uhr fand eine Tombola-Verlosung statt. Mein Mann meint: „Passt scho!“ nachdem mir mein Los einen neuen Schlüsselanhänger einbrachte. Am Nachmittag faulenzen, einen Vortrag besuchen und schließlich fit und fein machen für das „Kapitäns Abschieds-Essen“. Ja, und dann war unser Mückentisch um die Hälfte geschrumpft, was aber nicht zu Lasten der Torte ging. Auch an anderen Tischen fehlten Leute: Montezumas Rache hatte die Reihen gelichtet. Schade wegen des leckeren Mahles, nett für uns 3 restlichen Mosquitos, da wir nun jeder 2 Gläser Sekt trinken konnten ;-)
Nachdem wir in der Nacht die letzte Schleuse durchfahren hatten, erreichten wir am 14. Reisetag gegen 9.30 Uhr Kiew, die Hauptstadt und größte Stadt der Ukraine. Um 10 Uhr begann unsere letzte Stadtrundfahrt. Wir hörten von unserer Führerin viel über die Geschichte
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der Stadt und ihre prächtigen Kathedralen, aber auch sehr viel Kritisches insbesondere über Korruption. Am der 1997 – 2000 in der Oberstadt wiedererrichteten blauen Sankt Michaels Klosterkathedrale mit den goldenen Kuppeln blättert schon die Farbe ab, weil die „gute“ Ware vermutlich anderswo verarbeitet wurde. Hinter einem Bauzaun soll schon seit Jahren etwas entstehen – ich weiß leider nicht mehr was – aber es wird wohl nie fertig. In der Innenstadt werden immer mehr der im Zuckerbäckerstil gebauten und eigentlich denkmalschützenswerten Häuser abgerissen und durch moderne Bauten ersetzt. Die Leute hörten interessiert zu, doch war heute irgendwie die Luft raus. Nach der Besichtigung der Sophienkathedrale, der ältesten Kiewer Kirche, wollte man keine Gotteshäuser mehr sehen. Die Führerin war flexibel und wies den Fahrer an, stattdessen noch durch diese und jene Straße zu fahren. Gut, vielleicht war es auch ihr zu heiß.
Nach dem Mittagessen an Bord hätten wir den Fakultativausflug zum Höhlenkloster (UNESCO-Weltkulturerbe), obwohl nicht gebucht, mitmachen können, da einige Personen wegen Krankheit ausgefallen waren. Doch wir entschieden, nur noch 1 Stunde durch die Unterstadt zu bummeln. Wie schon gesagt, die meisten waren jetzt müde, hatten genug gesehen und gehört und wollten nur noch nach Hause.
Der 15. Reisetag war ein Wartetag. Um 9.30 Uhr mussten die Kabinen geräumt sein. Der Flughafenbus kam erst um 11 Uhr. Also warten im Panoramacafé oder auf Deck. Warten vor dem Eincheckschalter der Fluggesellschaft. Weiter warten in der Abflughalle. Endlich, mit Verspätung, startete der Flieger gegen 14.30 Uhr. Auf den Bus in Frankfurt mussten wir nicht warten, der stand bereit. Gegen 19 Uhr waren wir dann endlich zu Hause in Mücke.

am Ufer des Dnepr vor Kiew
Abschiedsessen Vorspeise
Abendstimmung am Depr
Kiew mit Mutter-Heimat-Statue
Hausboot auf dem Dnepr
Raduga oder Regenbogen aus Stein
Klosterkirche St. Michael
restaurierte Fassaden
Außenministerium
Straßenhunde, 20 000 - 40 000 soll es in Kiew geben
Was gibt's da hinterm Zaun zu sehen?
Andreaskirche
Denkmal für den ukrainischen Kosakenführer Bogdan Chmelnitzki auf dem Sophienplatz
Sophienkathedrale
Kiew bei Nacht
versüßte die Wartezeit
Mitbringsel für die Schlüsselanhänger-Sammlung

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Kommentare zum Beitrag

Norbert Fust
2.915
Norbert Fust aus Gießen schrieb am 15.09.2009 um 21:54 Uhr
Liebe Frau Wittich,
ich könnte bezüglich dieser Ihrer Reise beinahe neidisch werden. Vielleicht besuche ich bei meiner nächsten Reise mal einige der hier vorgestellten Sehenswürdigkeiten.

Herzlichen Gruß: N. Fust
Ingrid Wittich
20.974
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 15.09.2009 um 22:05 Uhr
Danke, Herr Fust. Es war in der Tat eine wirklich interessante Reise, wenn auch, bedingt durch die Hitze, manchmal etwas anstrengend. Das Schiff war natürlich kein 5-Sterne-Schiff, die Crew aber entschädigte für vieles. Gewöhnungsbedürftig waren lediglich die Duschen der Kabinen. O-Ton Begleitheft:" Die Nasszelle ist eine platzsparende Idee aus den Zeiten des sozialistischen Massentourismus. Die Handbrause des Waschbeckens läßt sich nämlich herausziehen, so dass man auch damit duschen kann ...". Na ja, somit stand man immer irgendwie im Nassen. Aber damit konnte man 2 Wochen lang leben. Besser als gar keine Dusche!
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von:  Ingrid Wittich

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Interessensgebiet: Mücke
Ingrid Wittich
20.974
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