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Von Istanbul nach Kiew – 3. bis 17. Juli 2009, Teil 6: Saporoshje

Mücke | Am 12. Reisetag legte die MS Marschall Koschevoj gegen 9.30 am Kai von Saporoshje an. Die Stadt wurde 1770 als Fort gegründet. Bis 1921 trug sie den Namen Alexandrowsk. Auf der Dnepr-Insel Chortycja befand sich vom 16. bis 18. Jahrhundert die autonome Hochburg der Saporoscher Kosaken. Diese Kosaken waren entflohene Leibeigene, die hier auf freiem Boden siedelten. Das Wort „Kosake“ bedeutet „freier Mensch“. Um 10 Uhr begann die Stadtführung und zuerst fuhren wir mit dem Bus zu eben dieser Insel um das Kosakenmuseum zu besichtigen. Als Führerin unserer Gruppe erlebten wir erstmal eine echte Ukrainer, die uns mit viel Engagement die Geschichte der Stadt und ihrer Gründer nahe brachte. Natürlich endete der Rundgang durch das Museum vorbei an Exponaten von der ersten Besiedlung der Insel bis zum Bau des Staudammes, wodurch die berüchtigten Stromschnellen beseitigt wurden und der Fluss auch hier schiffbar wurde, in einem Souvenir-Shop und natürlich wurde auch hier wieder eifrig gekauft. Zurück in die Stadt vorbei am einstmals größten Wasserkraftwerk Europas, dessen Grundstein 1927 gelegt wurde. Nach seiner Fertigstellung
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begann der Aufstieg Saporoshjes zur Industriestadt: Aluminiumwerk, Walzwerk, Autofabriken usw. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die stark zerstörte Stadt im sogenannten Stalin-Barock wieder aufgebaut. Und überall noch sozialistische Superlative: der mit gut 11 km längste Leninboulevard endet vor dem größten Lenindenkmal der Ukraine und man blickt von hier aus auf die größte Staumauer des Landes. Saporoshje ist auch eine Stadt mit vielen Grünanlagen. Bei Hochzeiten pflanzen die Paare einen Baum, ebenso bei der Geburt eines Kindes. In einem kleinen Park steht ein Gedenkstein an das Reaktorunglück von Tschernobyl.
Am Nachmittag fand ein weiterer fakultativer Ausflug statt, den die meisten Passagiere gebucht hatten: die Kosakenshow im Nachbau eines Kosakenlagers mit Türmen und Palisaden auch auf der Insel Chortycja. Eine lustige Angelegenheit, bei der Männer in Pluderhosen und Glatzköpfen Reiterkunststückchen vorführten, Peitschen schwangen, Wodka tranken und mit dem einen oder anderen Zuschauer ihren Schabernack trieben. Im Anschluss eine kleine Verköstigung für alle mit Kosaken-Eintopf und Wodka. Und eine „Mall“ gab es selbstverständlich auch.
Um 17.00 hieß es wieder „Leinen los“ und Kurs auf Kiew. Ca. 17.30 passierten wir die Saporoshje-Schleuse.
19.30 Abendessen mit einem Ständchen von Olga und Oleg für ein Geburtstags“kind“ am Mückentisch.
Fortsetzung: http://www.giessener-zeitung.de/muecke/beitrag/19153/von-istanbul-nach-kiew-3-bis-17-juli-2009-teil-7-kiew/

Anlegestelle von Saporoshje
im Kosakenmuseum
im Kosakenmuseum
im Kosakenmuseum
Staudamm
Lenindenkmal
Tschernobyl-Gedenkstein
Kosakenshow
1
Kosaken-Mall
Saporoshje-Schleuse
Geburtstagsständchen
Geburtstagstorte
1
Abendstimmung am Dnepr
3

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
38.923
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 29.08.2009 um 17:35 Uhr
Das war bestimmt eine interessante und spannende Reise.
Die Fotos gefallen mir auch sehr gut.
H. Peter Herold
29.223
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.08.2009 um 14:39 Uhr
Die Kosakenschau war sicher einer der Höhepunkte.
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von:  Ingrid Wittich

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Ingrid Wittich
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