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Soeben ausgelesen „Åsa Larsson: Sonnensturm“

Mücke | In Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens, sind die Winter dunkel, schneereich und klirrend kalt. An einem dieser düsteren Tage wird Viktor Stråndgard, in der Kirche der Kraftquelle, einer sektenähnlichen, freikirchlichen Gemeinde, grausam ermordet aufgefunden.
V. Stråndgard wurde „Paradiesjünger“ genannt, weil er vor Jahren ein Nahtoderlebnis hatte, darüber ein erfolgreiches Buch veröffentlichte und als Prediger in dieser Kirche fungierte.
Rebecka Martinsson, Steueranwältin in Stockholm, wird von Sanna, Viktors Schwester und alte Freundin, gebeten, in ihre Heimatstadt zurückzukehren und ihr beizustehen, da die Polizei sie verdächtigt. Sanna wird auch tatsächlich verhaftet, Rebecka kümmert sich um deren 2 Töchter und versucht zusammen mit der schwangeren Polizistin Anna-Maria Mella der Sache auf den Grund zu gehen und den wahren Mörder zu finden. Sie kommt bei ihren Ermittlungen hinter die dubiosen Machenschaften der bigotten Kirchenführer und gerät selbst in tödliche Gefahr.
Åsa Larsson schafft es in ihrem ersten Roman hervorragend das Leben der Menschen im dunklen Winter Lapplands plastisch aufzuzeigen. Es fällt nicht schwer zu glauben, dass in dieser Atmosphäre frömmlerische Gemeinschaften entstehen können. Man erfährt viel über fanatische evangelikalische Sekten und über Machtmissbrauch. Rebecka Martinsson, die einst auch Mitglied dieser Gruppierung war, wird mit ihrer eigenen tragischen Vergangenheit konfrontiert. Doch sie lässt nicht locker und in einem extrem spannenden Finale wird alles aufgeklärt.
Ich freue mich schon darauf den Folgeband "Weiße Nacht" mit Rebecka Martinsson zu lesen, zumal ich Kiruna und seine hellen Nächte (und viele Mücken) kenne.

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