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Von Istanbul nach Kiew – 3. bis 17. Juli 2009, Teil 4: Jalta

Livadija-Palast
Livadija-Palast
Mücke | Am 11. Juli, unserem 9. Reisetag, erreichten wir morgens um 7 Uhr Jalta, die Hauptstadt der Südküste, die Perle der Krim. Die Stadt liegt geschützt in einer von Bergen umgebenen Bucht. Sie ist seit Mitte des 19. Jh. Klimakurort und in vielen Sanatorien werden Atemwegs- und Herzkrankheiten behandelt. Bis 1917 war Jalta Badeort der russischen High Society. Revolution und Bürgerkrieg setzten dem ein blutiges Ende. Lenin wollte, dass Jalta ein Ort zur Erholung der Werktätigen sein solle. Heute tummelt sich auf der 1 km langen Uferpromenade russischer und ukrainischer Geldadel neben Menschen, die sich über Monate und Jahre einen Urlaub auf der Krim zusammengespart haben.
Während der 3-stündigen Stadtführung wurde uns gesagt, das Klima sei subtropisch-trocken. Mir erschien es eher subtropisch-feucht. In Livadija, 3 km von Jalta entfernt, besichtigten wir den Weißen Palast, die Sommerresidenz des letzten Zaren Nikolaus II. Vom 4. – 11. Februar 1945 fand hier das legendäre Gipfeltreffen der „Großen Drei“ Roosevelt, Churchill und Stalin statt.
Die Palastführung war sozusagen zweigeteilt. Im Erdgeschoß hörten wir Berichte,
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Geschichten und Anekdoten über die Konferenz, bei der das Nachkriegseuropa aufgeteilt wurde, insbesondere Deutschland, im 1. Stock dann das gleiche über die 1918 ermordete und im Jahr 2000 von der russisch-orthodoxen Kirche heilig gesprochene Zarenfamilie. Fast schien es, als hätte die Reiseleiterin nichts gegen eine neue Monarchie. Die Führung endete in mehreren kleinen Souvenir-Shops und viele kauften, sensibilisiert durch die ergreifende Kaiser-Story, ein Buch über die Romanows.
Bei einem weiteren Stopp sahen wir das „Schwalbennest“, das ein deutscher Unternehmer 1912 für seine Geliebte im Stil eines mittelalterlichen Rhein-Schlosses auf einem ca. 40 m hohen Felsen errichten ließ. 1968 wurde es aufwendig restauriert. Heute ist es DAS Wahrzeichen der Krim.
Am Nachmittag wurde ein Ausflug zum Botanischen Garten angeboten. Wir zogen es vor, über die Uferpromenade zu bummeln und das Leben zu beobachten.
Am 10. Reisetag, nach einem weiteren schweißtreibenden Bummel durch die Altstadt, über den interessanten Markt, wo man wirklich alles kaufen kann, vorbei an der Aleksandr-Nevskij-Kathedrale und noch ein letztes Mal über die Uferpromenade, nahmen wir am frühen Nachmittag auf dem Sonnendeck mit einem Glas Krim-Sekt in Händen Abschied von Jalta.
Kurs: Cherson am Dnepr-Delta.
Fortsetzung: http://www.giessener-zeitung.de/muecke/beitrag/17368/von-istanbul-nach-kiew-3-bis-17-juli-2009-teil-5-cherson-und-dneprdelta/

Livadija-Palast
2
am diesem Tisch saßen einst Roosevelt, Churchill und Stalin
ursprünglich stand der Runde Tisch in diesem Konferenzsaal
Schwalbennest
Leninplatz
auf der Uferpromenade
in einem Zelt auf der Uferpromenade eine Eisbahn - bei dieser Hitze
1
in diesen Klamotten konnte man sich auf der Uferpromenade fotografieren lassen
wir fotografierten lieber selbst
die Turnschuhe passen nicht so ganz
abends auf der Promenade
Markt
Aleksandr-Nevskij-Kathedrale
2
Abschied von Jalta
1

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
36.106
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 12.08.2009 um 18:14 Uhr
Eine wundervolle Reise!
Klaus Lowitz
6.571
Klaus Lowitz aus Reiskirchen schrieb am 13.08.2009 um 09:06 Uhr
Ganz tolle Bilder. Man meint gerade irgendwo im Süden am Mittelmeer zu sein. Jalta scheint eine Stadt mit tollem Flair zu sein.
Simone Linne
5.041
Simone Linne aus Gießen schrieb am 13.08.2009 um 09:36 Uhr
Hallo Frau Wittich,

das muss beeindruckend gewesen sein! Tolle Bilder!
Rita Jeschke
2.806
Rita Jeschke aus Gießen schrieb am 13.08.2009 um 18:57 Uhr
Tolle Serie - das war bestimmt eine Reise, die man so schnell nicht vergisst! :-))
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von:  Ingrid Wittich

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Ingrid Wittich
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