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Gelesen im August 2020 – Teil 1

Mücke | Das schwarze Band von Alex Beer alias Daniela Larcher. Ein historischer Politthriller vom Feinsten. Der ruppige Kriminalinspektor August Emmerich und sein Kollege Ferdinand Winter untersuchen im heißen Sommer 1921 in Wien das Tötungsdelikt an 2 jungen Frauen. Unvermittelt wird Emmerich suspendiert und zu einem Benimm-Lehrgang abgerufen, da er bei einem Empfang den neuen Bundeskanzler Johann Schober diskreditiert hatte. Emmerich bemerkt schnell, dass die Schulung nur ein Vorwand ist, ihn von den Ermittlungen im Mordfall abzuziehen und dass da eine sehr viel größere Sache am Laufen ist, die die noch junge österreichische Republik in eine große Krise stürzen könnte. Die beiden Polizisten holen sich so einige Schrammen und blaue Flecke bis der Umsturzversuch einiger weniger vereitelt ist und die Leben vieler gerettet werden können. Auch der 4. Teil der Serie um August Emmerich ist hervorragend recherchiert – Wohnsituation der Menschen, Hyperinflation u.a. - und stilistisch gut geschrieben. Die 348 Seiten sind viel zu schnell gelesen, doch ein Cliffhanger am Ende weist hin auf einen 5. Teil und der kommt hoffentlich bald.

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Requiem für einen Freund von Elisabeth Herrmann, der 6. Teil der Reihe um den Berliner Rechtsanwalt Joachim Vernau. Ein Steuerprüfer in Vernaus Kanzlei reagiert äußerst nervös auf eine alte Restaurantquittung und will den Anwalt umgehend sprechen.Warum interessiert den Mann ein Geschäftsessen mit Joachims Freund Sebastian Marquardt vor vier Jahren? Als er schließlich für die Unterredung in seinem Büro eintrifft, ist der Prüfer tot. Neben ihm eine Pistole. Die Staatsanwaltschaft legt sich auf Selbstmord fest. Vernau zweifelt und seine Nachforschungen führen in die Abgründe der Wirtschaftskriminalität: Spekulation, Korruption, Geldwäsche, Gewalt bis hin zu mehrfachem Mord. Wem außer seiner Kollegin Marie-Luise Hoffmann kann er noch trauen? In Hongkong kommt es zum spannenden Finale, bei dem es auch für Vernau um Leben und Tod geht.
Die Autorin zeigt glaubhaft auf, wie durch skrupellose Immobilien-Spekulanten die Mietpreise für Normalbürger unbezahlbar werden und dass der Verkauf von brisanten, schweizerischen Steuer-CDs an ermittelnde Behörden keineswegs ein selbstloser Akt ist, sondern auch nur lediglich der Bereicherung des Verkäufers dient. Ein bodenloser, schmutziger Sumpf, in dem auch jede Menge ausländische Investoren stecken. Klare Empfehlung meinerseits für diesen großartigen Roman. Dass ich beim Lesen immer Jan-Josef Liefers vor Augen hatte, ist den gut gemachten ZDF-Krimis geschuldet. Die Dreharbeiten für den Film nach diesem Roman haben gerade begonnen. Man darf gespannt sein.

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Kommentare zum Beitrag

Margrit Jacobsen
8.940
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 19.08.2020 um 13:03 Uhr
Steuerprüfer und Rechtsanwalt, gefällt mir! Gerade richtig für die nächsten heißen Tage.
Ingrid Wittich
21.026
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 19.08.2020 um 13:29 Uhr
Elisabeth Herrmann ist immer gut.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ingrid Wittich

von:  Ingrid Wittich

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Interessensgebiet: Mücke
Ingrid Wittich
21.026
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