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Gelesen im Februar: Familiengeheimnisse und mehr

Mücke | Im neuesten Roman der englischen Autorin Rachel Hore “Das Geheimnis von Westbury Hall“ kommt die Historikerin Briony Wood in den Besitz alter Briefe sowie Filmaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie glaubt, auf den alten Zelluloid-Streifen ihren lange verstorbenen Großvater zu erkennen, der vor seinem Tod nie über Kriegserlebnisse gesprochen hatte. Neugierig geworden, beginnt Briony mit Nachforschungen, die sie nach Norfolk führen, wo sie ein lange gehütetes Geheimnis aufdeckt, das auch ihr eigenes Leben nachhaltig beeinflusst. Eine einfühlsam geschriebene Geschichte, auf zwei Zeitebenen erzählt mit gut recherchiertem Weltkriegsgeschehen und einer ergreifenden Liebesgeschichte.
Auf dem Wühltisch im Supermarkt habe ich „Die verlorenen Spuren“ von Kate Morton gefunden. Zum Inhalt: Schauspielerin Helen erinnert sich anlässlich des 90. Geburtstages ihrer Mutter Dorothy an ein dramatisches Geschehen vor vielen Jahren. Endlich ist sie bereit der Sache nachzugehen und für sich aufzuarbeiten. Was sie bei der Suche nach der Wahrheit über das Leben ihrer Mutter herausfindet, ist bewegend und ziemlich traurig. Sehr schön geschrieben und sicher nicht mein letztes Buch der australischen Schriftstellerin, die mit Ehemann und Kindern in London lebt.
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Buchtipp (421)
Christine Kabus' Schreibstil in „Töchter des Nordlichts“ ist vergleichsweise sehr viel schlichter, die ebenfalls auf zwei Zeitebenen erzählte Geschichte dagegen äußerst interessant, insbesondere die, die im frühen 20. Jahrhundert spielt. Darin geht es im wesentlichen um die Art und Weise, um die Missachtung mit der der norwegische Staat seine indigene Bevölkerung, die Samen, behandelte.
In der Gegenwart ist die Erzieherin Nora aus Oslo unterwegs in der Finnmark auf der Suche nach ihren samischen Wurzeln. Sie wird von den meisten ihrer neuen Verwandten freundlich aufgenommen. Sie hört von Ailu, der Urgroßmutter, die mit Gewalt ihrer nomadisierenden Rentierzüchter-Sippe entrissen wurde, um aus ihr eine „echte“ Norwegerin zu machen. Was allerdings nur halbherzig betrieben wurde, da man die Ureinwohner Lapplands als niedere Rasse ansah. Eine sehr berührende Geschichte.

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Kommentare zum Beitrag

Margrit Jacobsen
8.923
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 28.02.2020 um 13:20 Uhr
Wieder Empfehlungen, danke! Ich würde mich für den Norden entscheiden.
Ingrid Wittich
20.936
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 28.02.2020 um 13:54 Uhr
Kann ja nicht nur Krimis lesen, gelle.
Hallo Lieber Leser
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Herzlichst, Ihr(e) Ingrid Wittich

von:  Ingrid Wittich

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Interessensgebiet: Mücke
Ingrid Wittich
20.936
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