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Lesen im Juli – Spannung am Urlaubsort

Mücke | Mario Giordano ist Deutscher mit sizilianischen Wurzeln. So ist denn auch seine humorige Krimireihe um Tante Poldi auf Sizilien angesiedelt. Die perücketragende 60jährige hat ihren Wohnsitz von München auf die Insel verlegt in die Nähe der Familie ihres verstorbenen Exmannes, um sich dort totzusaufen. Aber als sie in Teil 1 Tante Poldi und die sizilianischen Löwen am Strand über die Leiche ihres Handwerkes Valentino stolpert, ist dieser Vorsatz vergessen. Statt dessen stürzt sie sich mit Elan in die Mordermittlungen zusammen mit dem attraktiven Commissario Montana. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Poldis Neffen, der sich bei ihr einquartiert hat, um einen Roman zu schreiben. Herrlich schräg und kurzweilig. Ein Angriff auf die Lachmuskeln. Der nächste Poldi-Band liegt schon auf meinem SUB.

Die Krimiserie von Peter James (*1948, britischer Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Schriftsteller) um den sympathischen Detective Superintendent Roy Grace, der im englischen Seebad Brighton, genannt die “Badewanne Londons“ Verbrecher jagt, ist im Gegensatz zu „Tante Poldi“ ziemlich
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hart und nichts für schwache Nerven. Im 2. Band Stirb schön geht es um Snuff-Movies. Der Geschäftsmann Tom Bryce findet im Zug eine CD mit dem gefilmten Mord an einer jungen Frau. Zunächst hält er das Gesehene für Szenen aus einem Erotik-Thriller, doch als am nächsten Tag ein Foto der Toten in der Zeitung erscheint, ist für Tom nichts mehr wie es war. Er muss um sein Leben und das seiner Familie fürchten. Spannung pur von der ersten Seite an, aber wie gesagt, nichts für Zartbesaitete. Inzwischen sind bereits 12 Romane in deutscher Sprache erschienen.

Zurück nach Italien, in die Urlaubsregion Südtirol. In der Krimireihe von Lenz Koppelstätter agiert der Bozener Commissario Johann Grauner, im Privatleben Viechbauer, der zur Entspannung vom Ermittlungsstress seine Kühe auf einem Bergbauernhof bei der Musik von Gustav Mahler melkt. Unterstützt wird er bei seinen Fällen von Ispettore Claudio Saltapepe, der von Neapel in den Norden strafversetzt wurde und mit den Bergen so seine Probleme hat. Das Tal im Nebel ist der 4. Teil der Reihe. Im Unterland auf einer Apfelplantage werden zwei tote Frauen, Straßenprostituierte, gefunden. Schnell präsentieren die Obstbauern einen Sonderling, dem alles zuzutrauen ist, als Verdächtigen. Aber Grauener zweifelt zu Recht. Wie schon die 3 Vorgänger („Der Tote am Gletscher“, ist zwar nicht Ötzi, aber um den geht es auch, „Die Stille der Lärchen“ und „Nachts am Brenner“, Grauners persönlichster Fall) überzeugt auch diese sehr gut erzählte Geschichte mit Spannung und viel Lokalkolorit. Ich freue mich schon auf Band 5, der im Januar 2020 erscheinen wird.

 
Sizilien
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Brighton
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Südtirol
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von:  Ingrid Wittich

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Ingrid Wittich
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