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Lesen im Juni – über Bücher, Bibliotheken und verschollene Manuskripte

Mücke | Die kleine Inselbücherei von Janne Mommsen (Pseudonym des Drehbuch-, Roman-, und Theaterautors Volker Nebe). Kurz zum Inhalt: Greta, seit 20 Jahren Flugbegleiterin auf Langstrecken erleidet einen schweren Burnout, fährt für einige Tage zu ihrer Tante auf einer Nordseeinsel, um wieder Kraft zu schöpfen. Dann aber bleibt sie, eröffnet eine Buchhandlung, deckt einen langjährigen Verrat sowie ein Familiengeheimnis auf und ihre große Liebe findet ein Happy End. Ein leicht lesbares Sommermärchen, mit Betonung auf „Märchen“, denn dass jemand so aus dem Stand plötzlich einen Buchladen führen kann, na ja. Und der Schreibstil ist sicher auch nicht jedermanns Ding. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich vor vielen Jahren mit einem ähnlichen Satz wie „es streifte ein fröhlicher Wind ums Haus“ in einem Schulaufsatz den Hohn und Spott meiner Klassenlehrerin auf mich zog. Die Geschmäcker sind halt verschieden. Dennoch: nette Lektüre für den Urlaub im Sand am Strand von Föhr oder anderswo.

Das geheime Turmzimmer von Laura Andersen. - Carragh Ryan wird von der betagten Lady Nessa Gallagher engagiert,
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die Bibliothek auf Deeprath Castle zu katalogisieren, bevor das Jahrhunderte alte Schloss dem National Trust of Ireland übergeben wird. Ein Superjob zumal Carragh sehr interessiert ist an Schriftsteller Evan Chase, der im Jahr 1880 die Tochter des damaligen Burgherren heiratete und nach dem tragischen Selbstmord seiner jungen Gattin nie mehr etwas veröffentlichte. Nicht der einzige mysteriöse Todesfall in der alten Burg. Anfang der 1990er wurden die Eltern des derzeitigen Besitzer, Lord Aidan Gallagher, ermordet. Carraghs Neugier und Beharrlichkeit die Geheimnisse zu enthüllen und ein eventuell verschollenes Romanfragment über die „Dunkle Braut von Deeprath“ zu finden bringen sie in große Gefahr. Eine spannende Geschichte, eine Art moderner viktorianischer Schauerroman mit Krimielementen, einem Schuss Grusel sowie romantischem Happy-End. Sehr schön, hat mir gut gefallen.

Das Buch der Spiegel“ von E.O. Chirovici, von den Kritikern in Presse und Rundfunk hochgelobt – Denis Scheck bezeichnete den Roman in seiner Sendung „druckfrisch“ als „Unterhaltungsliteratur auf hohem Niveau, im Thrillergenre ein herausragendes Buch“ - konnte mich nicht überzeugen. Die Geschichte über einen ungelösten Mordfall aus dem Jahr 1987, in einem scheinbar abgebrochenen Romanmanuskript anerzählt und 28 Jahre später in 3 Abschnitten aus verschiedenen Perspektiven neu betrachtet, ist zwar stilistisch durchaus in Ordnung, doch die Spannung geht gegen Null. Von einem Thriller Lichtjahre entfernt. Na ja, vielleicht war für mich das Niveau einfach zu hoch. Doch das möge jeder Leser des Werks für sich entscheiden.

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Kommentare zum Beitrag

Margrit Jacobsen
8.895
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 26.06.2019 um 13:16 Uhr
Ob Essen oder Lektüre...es kann auch mal gerne leichte Kost sein, stimmt! Und irgendwie bekommt "Frau" Lust, auch auf ne Insel zu ziehen...
Ingrid Wittich
20.793
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 26.06.2019 um 18:06 Uhr
Da wäre ich jetzt gerne: auf einer Insel, wo es etwas kühler ist.
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von:  Ingrid Wittich

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Ingrid Wittich
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