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Zweite Lesehalbzeit März – kriminalisch Kulinarisches

Mücke | Der Luxemburger Koch Xavier Kieffer ist in Bittere Schokolade von Tom Hillenbrand bereits zum 6. Mal auf der Jagd nach üblen Verbrechern. Seine frühere Freundin Kettie hatte ihm gerade begeistert von ihrem Projekt erzählt, den Kakao und die Schokolade für ihre Chocolaterie zu fairen Bedingungen – ohne Kinder(sklaven)arbeit – direkt in Afrika zu beziehen, als sie auf Ungereimtheiten stößt. Noch bevor sie Xavier mehr dazu mitteilen kann, wird auf sie geschossen und sie stirbt in seinen Armen. Der Koch stürzt sich wie gewohnt vehement in die Ermittlungen, reist sogar bis in den Kongo und setzt die Beziehung zu seiner Geliebten Valerie aufs Spiel, deren Gastroführer kurz vor dem Aus steht. Am Ende findet er natürlich den/die Täter und noch eine kleine Zugabe. Das ist spannend erzählt mit vielen Infos über Kakaopflanzen, Züchtung, Anbau, Krankheiten, Ernte, Weiterverarbeitung und mehr. Aber es geht nicht nur um „Theobroma Cacao“, die „Speise der Götter“. Es gibt noch andere brisante Verwicklungen. Das nächste Stück Schokolade vernascht man als Leser nach der Lektüre vielleicht etwas weniger blauäugig und denkt eventuell sogar über ein „fair“ gehandeltes Produkt nach, in der Hoffnung, dass zutrifft, was die Verpackung verspricht.
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Gut aber tot von Eva Rossmann ist bereits der 18. Mira-Valensky-Krimi. Eine junge Winzerin bittet die Journalistin aus Wien um Hilfe, nachdem das Wort „Mörderin“ mit Theaterblut an ihr Hoftor gemalt wurde. Wie sie glaubt, von der V.A, was „Vegane Anarchie“ bedeutet. Mira will daraufhin eine Reportage über vegane Ernährung für ihr Magazin schreiben. Erste Interviews dazu sollen auf einem Gnadenhof der „MitTier“-Organisation geführt werden. Dort findet sie die von von Füchsen angeknabberte Leiche des Geschäftsführers. Ansonsten nur wenige Antworten auf ihre Fragen. Wenige Tage danach wird ein Jungbauer ermordet. Aus Rache, weil er bei einer veganen Lebensmittelverkostung Fleisch unter ein Produkt gemischt hatte? Mira glaubt das nicht und forscht weiter. Als eine Kabarettistin in einem Schweinetransporter landet spitzt sich die Sache zu. Wie immer sehr gut recherchiert und geschrieben. Gekocht wird natürlich auch. Mira versucht sich durchaus erfolgreich an veganen Gerichten, doch letztendlich bleiben sie, Ehemann Oskar, Freundin Vesna und die meisten ihrer Mitstreiter Allesesser.
Im dritten Bruno-Roman Schwarze Diamanten von Martin Walker spielen die zu den teuersten Speisepilzen der Welt gehörenden Trüffel die Hauptrolle. Sie wachsen bekanntlich unter alten Eichen im französischen Périgord. Bruno Courrèges, Chef de Police, wird von seinem Freund Hercule gebeten nachzuforschen, wer billige chinesische Trüffel unter die edlen französischen mischt. Natürlich klärt der Polizist die Sache auf. Dazu noch den brutalen Mord an eben diesem Hercule, der so scheint es, politisch motiviert ist. Außerdem rettet er Kinder aus dem Feuer, verhilft einer alleinerziehende Mutter zu einem neuen Job und und und. Ach Bruno ist einfach perfekt. Zu perfekt, aber wie immer ist es nett über ihn zu lesen.

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.217
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 31.03.2019 um 14:30 Uhr
Gut dass immer noch Bücher gedruckt werden liebe Ingrid. Du hättest dann sonst nichts mehr zum Lesen.
Margrit Jacobsen
8.889
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 31.03.2019 um 17:31 Uhr
Und wie gut für uns, so wissen wir umso besser Bescheid und können gut auswählen!
Ingrid Wittich
20.759
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 31.03.2019 um 18:59 Uhr
Freut mich. Danke.
Bernd Zeun
11.302
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 31.03.2019 um 23:44 Uhr
Die "Schwarzen Diamanten" lege ich mir vielleicht mal zu. Meist sind Pilze in Krimis ja das Mordwerkzeug, hier anscheinend nur der Anreiz.
Ingrid Wittich
20.759
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 01.04.2019 um 10:54 Uhr
Nein, in diesem Roman sind sie in der Tat kein Mordwerkzeug. Bruno verkauft sie auf dem Markt und bekocht außerdem damit sehr lecker seine Freunde.
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von:  Ingrid Wittich

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