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Zweite Lesehalbzeit August

Mücke | Mein Monats-Highlight: „Die geliehene Schuld“ von Claire Winter. Anno 1949: Der Journalist Jonathan kommt einigen ehemaligen Nazi-Kriegsverbrechern zu nahe und wird ermordet. Kollegin Vera, die seine Recherchen fortführt, wird ebenfalls massiv bedroht. Sie lässt sich nicht einschüchtern und zusammen mit hilfreichen Menschen, die sie bei ihren Ermittlungen kennenlernt, kann sie das mörderische Komplott im Umfeld der „Organisation Gehlen“ aufdecken. Die historische Person Reinhard Gehlen, während der Naziherrschaft Leiter der „Abteilung Fremde Heere Ost“, baute nach Kriegsende gemeinsam mit früheren Mitarbeitern (!) und unterstützt durch die USA den Bundesnachrichtendienst auf (hervorgegangen aus der „Organisation Gehlen“). Der Mann, einst strammer SS-Angehöriger, erhielt – man mag es kaum glauben – 1968 das Bundesverdienstkreuz. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und vermittelt viel geschichtliches Wissen, das nicht verloren gehen darf.
Uwe Laubs „Sturm“ aus dem noch neuen Literaturgenre „CliFi“ (Climate Fiction) bedient zwar in vielen Teilen die üblichen Klischees – böse Chinesen, gute Amis, für die dennoch immer „America First“ das Motto ist u.a. - regt aber zum Nachdenken an. „Wer das Wetter beherrscht, hat die Macht!“, heißt es auf dem Umschlag. Wetterbeeinflussung als Waffe? Das beschriebene Szenario mit dem künstlich erzeugten Super-Hurrikan ist zwar (noch) nicht möglich, Tatsache jedoch ist, dass es in China schon seit Jahren ein Staatliches Wetteränderungsamt gibt.
Sehr gut ist „Die letzte Flucht“ von Wolfgang Schorlau. Im sechsten Georg-Dengler-Fall geht es um die Machenschaften der Pharmaindustrie, die Milliardengewinne auf Kosten der Patienten und der Krankenkassen erzielt. Erschreckend, dass die Heilung der Kranken durch überteuerte Medikamente ganz am Ende der Marktstrategien steht.
Nett zur Entspannung nach so viel Üblem: „Tödliche Camargue“, der zweite Provence-Krimi von Cay Rademacher.

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