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Kreuzfahrt im hohen Norden im August 2016 – Landausflug Färöer. Teil 2

Mücke | Schon wenig später der nächste Halt mit Blick auf „Risin und Kellingin“, das bekannteste Naturdenkmal der Inseln. Dazu gibt es eine Sage: Island machte sich Sorgen um die kleinen Färöer Inseln, die ganz alleine im Nordatlantik lagen. Um sie nach Hause zu holen, wurden der Riese und seine Frau beauftragt, die 18 Inseln durch das Meer zu ziehen und nach Island zu bringen. Der Riese (Risin) und das Trollweib (Kellingin) machten sich auf den Weg und erreichten Bald die Färöer Inseln. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie die Inseln endlich festgezurrt hatten. Beide Trolle waren so in ihre Arbeit vertieft, dass sie nicht bemerkten, dass bereits der Tag graute. Da Trolle kein Sonnenlicht vertragen verwandelten sie sich augenblicklich zu Stein...
Eine steile Passstraße über den 392 m hohen Eidiskard führte nach Gjógv. Das färöische Wort bedeutet „Felsspalte“. Dort hatten wir einen etwas längeren Aufenthalt mit Kaffee und Pfannkuchen im Gjaargardur Guesthouse. Trotz einer etwas unschönen und völlig ungerechtfertigten Anmache durch eine Mitreisende – der Wirt hatte mich eingewiesen, aber die „Dame“ verteidigte freigehaltene Plätze – ließ ich mir den süßen Imbiss nicht vermiesen. Wahrscheinlich hatte die Frau einen schlechten Tag.
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Auf der Rückfahrt zum Schiff, kam Ursula auch auf den Walfang zu sprechen und erklärte ihn mit Vitamin-D-Mangel der Inselbewohner. Dieser Mangel verursache Depressionen und zur Abhilfe benötige man Walfleisch. Niemand sagte etwas, niemand wollte eine Diskussion und kaum jemand hatte die Anti-Walhatz-Plakette angesteckt. Nun ja, ich denke, man könnte heutzutage auch andere Maßnahmen gegen den Vitamin-Mangel ergreifen als unbedingt Walfleisch essen und dafür die Tiere dann so grausam töten, wie es hier geschieht. Aber darüber müssen die Färinger nachdenken, denn sie leben ja auch vom Tourismus und die Waljagd ist dabei nicht eben förderlich. Inzwischen warnt sogar die färöische Gesundheitsbehörde die Einwohner davor, das Fleisch zu essen, da sich Quecksilber und PCB in den Tieren festgesetzt hat.
Wir durchfuhren wieder mehrere Tunnels. Auch den Unterwassertunnel, für den eine Mautgebühr zu entrichten ist. Für einen Bus zahlt man 40 Euro. Ein stolzer Preis, aber mit Fähre wäre es um einiges teurer, sagte Ursula. Bevor wir – pünktlich um 16.00 Uhr – das Schiff erreichten fuhren wir durch dichten Nebel und immer wieder drückte der Fahrer die Hupe.
Teil 1 : http://www.giessener-zeitung.de/muecke/beitrag/124701/kreuzfahrt-im-hohen-norden-im-august-2016-landausflug-faeroeer-teil-1/

 
 
 
 
 
 
 
die namengebende Schlucht
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Kommentare zum Beitrag

Margrit Jacobsen
8.892
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 30.06.2018 um 14:31 Uhr
Hupen, oh je, das kenne ich auch, auf Fahrten nach Schweden, die ganze Nacht mal...nervig und viele Fahrgäste machten sich doch Gedanken.
Hallo Lieber Leser
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von:  Ingrid Wittich

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Interessensgebiet: Mücke
Ingrid Wittich
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