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Gelesen : 3 x Tom Hillenbrand

Mücke | Bei einer „SuBventur“, einer Art Inventur in meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher“, stieß ich auf 3 Romane von Tom Hillenbrand. Die mussten endlich gelesen werden, denn ein neuer ist bereits angekündigt.
Zuerst Gefährliche Empfehlungen, das fünfte Abenteuer mit dem kriminalisierenden Koch Xavier Kieffer aus Luxemburg. Wie gewohnt unterhaltsam, auch wenn dieses Mal kein Lebensmittel im Fokus steht, sondern ein Band des französischen „Guide Gabin“, ein Restaurantführer, und zwar der aus dem Jahr 1939. Irgendjemand geht über Leichen, um ein ganz bestimmtes Exemplar dieses Guides zu finden, in dem ein Geheimnis versteckt ist. Kieffer gerät in tödliche Gefahr auf der Schnitzeljagd nach einem vermuteten Schatz. Hat mir sehr gut gefallen.
Weniger angetan war ich von Drohnenland, obwohl der Science-Fiction-Krimi 2015 den Friedrich-Glauser-Preis erhielt. Für mich war die beschriebene zukünftige Welt einfach zu düster. Und zu nass. Der Klimawandel hat voll zugeschlagen. Holland gibt es nicht mehr, die Hamburger Speicherstadt steht unter Wasser und es regnet beständig. Alles wird überwacht, durch Drohnen und
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allgegenwärtige Kameras, doch nicht immer ist den übermittelten Daten zu trauen. Sie könnten manipuliert sein. Der mitunter (meine Meinung) etwas ordinäre Schreibstil passt zur Atmosphäre. Nicht mein Ding. Zudem fehlt ein Glossar der technischen Begriffe.
In Hologrammatica, dem zuletzt erschienen Werk des Autors, gibt es ein Glossar. Diese Geschichte führt noch etwas weiter in die Zukunft, ins Jahr 2088. Quästor Galahad Singh sucht verschwundene Personen. Ein schwieriges Unterfangen in einer Welt, in der der Klimawandel viele Gebiete unbewohnbar gemacht hat und eine Völkerwanderung ausgelöst hat. Durch ein nahezu Planetumspannendes Holonetzwerk werden Landschaften, Städte, Dörfer und auch Menschen „aufgehübscht“. Nur mit sogenannten „Stripper“-Brillen in verschiedenen Stärken kann man hinter die diversen Hololevels schauen. Ob der Mensch, mit dem man es gerade zu tun hat, auch der echte ist oder vielleicht ein Klon oder „Gefäß“, wie es im Buch genannt wird, in den das digitalisierte Gehirn „hochgeladen“ wurde, das weiß man nicht. Was natürlich die Suche nach einem Vermissten nicht leichter macht. Man muss schon sehr konzentriert lesen, um hier nicht den Faden zu verlieren. Dennoch hat mir dieses Buch besser gefallen als „Drohnenland“, obwohl es mich nicht ganz überzeugen konnte. Doch das ist Geschmackssache.

Tom Hillebrand: Gefährliche Empfehlungen. KiWi-Taschenbuch. Euro 9.99
Tom Hillenbrand: Drohnenland. KiWi-Taschenbuch. Euro 9.99
Tom Hillenbrand: Hologrammatica. KiWi-Taschenbuch. Euro 12.00

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von:  Ingrid Wittich

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Interessensgebiet: Mücke
Ingrid Wittich
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