Bürgerreporter berichten aus: Mücke | Überall | Ort wählen...

Buchtipp: „Die Geschichte vom Hund“ von Gertraud Barthel

Mücke | Anno 1956/57 leben der neunjährige Peter und die kleine, 5 Jahre alte Anna mit ihren Eltern in einem Dorf in Österreich. Der Vater ist Lehrer an einer Landwirtschaftsschule und stammt aus einer großbürgerlichen, jüdischen Familie. Die Mutter ist eine streng katholische Bauerntochter. Die Konflikte in der Familie sind damit vorprogrammiert.
Die bedrückende, triste Enge dieser Gemeinschaft wird aus Sicht der beiden Kinder erzählt. Auf der einen Seite der Vater, der sein Bestes gibt, daneben die lieblose, seelisch kranke Mutter, die aus unerfindlichen Gründen ihren Sohn hasst. Vielleicht weil er, wie der Junge selber weiß, irgendwie „anders“ ist.
Der von seinem Besitzer, einem Fuhrmann, übelst misshandelte, titelgebende Hund, der durch fürsorgliche Behandlung durch verständnisvolle Menschen geheilt wird, steht symptomatisch für etwas, das in Peters Familie fehlt: Verständnis für einander, Toleranz und nicht zuletzt Liebe.
Und darum geht es meiner Meinung auf den 146 Seiten dieser Geschichte. Um die Liebe. Um die Liebe zu Tieren, zur Natur und nicht zuletzt und ganz besonders auch zu seinen Mitmenschen.
Die Erzählung ist flüssig und gut geschrieben. Das Buch hochwertig aufgemacht, HC (Hardcover), mit im Text eingestreuten Illustrationen und – das finde ich immer besonders schön an Büchern – mit einem Lesebändchen. Lesens- und nachdenkenswert.
Bibliographische Angaben: Barthel, Gertraud: Die Geschichte vom Hund. edition winterwork. Euro 18.90

Mehr über

Familie (109)Buchtipp (411)
Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Buchtipp: „Mit Hanna nach Havanna“ von Theresia Graw
„Mit Hanna nach Havanna“ - das klingt irgendwie nett. So war es denn...
Lesehalbzeit im Juni
„Winter der Toten“ von John Connell zählt zum derzeit im Trend...
Soeben ausgelesen: „Ein König für Deutschland“ von Andreas Eschbach
Ich bin nicht ganz sicher, was ich da gelesen habe. Einen...
Liebster Jesu, wir sind vier: Sabine Streit (M.) erklärt den Kindern das Evangelium.
Eine Frau am Altar
Gottesdienst mal anders: Kinder- und Familiengottesdienst in St....
Lesetipps für die Feiertage
Monika Geier ist m.E. eine der besten deutschen Krimiautorinnen. Ihre...
Meine Lektüre im Februar 2018
Meine Lektüre im kalten Februar waren einige spannende...
Gelesen : 3 x Tom Hillenbrand
Bei einer „SuBventur“, einer Art Inventur in meinem SuB (Stapel...

Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
35.878
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 04.02.2018 um 13:34 Uhr
Danke für die Vorstellung des Buches. Ich werde es mir kaufen.
2.275
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 05.02.2018 um 09:58 Uhr
Noch ein kleiner Hinweis: Das Buch ist zur Zeit erhältlich in der Büchergilde Gutenberg, in der Schnitzlerschen Buchhandlung in Wetzlar, beim Verlag oder direkt bei mir.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Ingrid Wittich

von:  Ingrid Wittich

offline
Interessensgebiet: Mücke
Ingrid Wittich
20.399
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Siesta
Lesehalbzeit im August
„Die Nachtigall“ von Kristin Hannah: eine fesselnde und ergreifende...

Veröffentlicht in der Gruppe

Leseratten

Leseratten
Mitglieder: 27
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Lesehalbzeit im August
„Die Nachtigall“ von Kristin Hannah: eine fesselnde und ergreifende...
22. Afrikanisch-Karibisches Kulturfest
Wer afrikanische und/oder karibische Kultur liebt, für den ist das...

Weitere Beiträge aus der Region

Foto: A. Riva
Familiennachmittag mit der GIEßENER ZEITUNG - "Dornröschen"
Das Team der GIEßENER ZEITUNG lädt alle Familien auch in diesem...
Lesehalbzeit im August
„Die Nachtigall“ von Kristin Hannah: eine fesselnde und ergreifende...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.