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Gletscherblick - wie lange noch?


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Kommentare zum Beitrag

Friedel Steinmueller
3.087
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 11.07.2017 um 12:04 Uhr
Man erkennt sehr gut, welchen Raum dieser Gletscher in der Vergangenheit eingenommen hatte.
Wie lange noch? Gute Frage. In der Gegenwart sind die Gletscher weltweit auf dem Rückzug.
Klaus Viehmann
1.418
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 11.07.2017 um 12:15 Uhr
Ja das ist sehr traurig, viele wollen es nicht war haben, da sieht man den Klimawandel.
Bernd Zeun
10.319
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 11.07.2017 um 12:25 Uhr
Falls der Golfstrom kippt, kommen sie bis Mücke.
Ingrid Wittich
19.866
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 11.07.2017 um 12:43 Uhr
Und, kippt er?
Bernd Zeun
10.319
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 11.07.2017 um 22:07 Uhr
Das weiß bis jetzt keiner genau, aber es ist möglich. Aber wir werden es wohl nicht mehr erleben.
Friedel Steinmueller
3.087
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 11.07.2017 um 22:10 Uhr
Mit dem "Kippen" des Golfstromes ist eine Hypothese aufgestellt worden, die noch nicht bewiesen ist.
Ungeachtet dessen unterliegen auch die Meeresströmungen gewissen Pendelungen. Der Golfstrom ist aber ein sehr stabiler Meeresstrom und dient als Warmwasserheizung für weite Teile Europas; insbesondere aber den Küstengebieten Norwegens und der Britischen Inseln. Eisbildung ist daher bis weit östlich des Nordkaps niemals möglich.
Aber es ist dennoch umstritten, wie die Auswirkungen auf Europa wären, würde der Golfstrom "Kippen". Die allgemeine Klima-Erwärmung könnte den Zusammenbruch dieses System überkompensieren und wir möglicherweise dann weder eine Kaltzeit noch ein weiteres Voranschreiten der Klimawarmphase bekommen.
Wissenschaftler sind aber weiter dran und erforschen die Zusammenhänge zwischen dem Weltklima und den Meeresströmungen. Ein sehr interessantes und spannendes Fachgebiet der Geowissenschaften!
Peter Herold
26.183
Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.07.2017 um 10:15 Uhr
Donald wird es schon richten?
Jutta Skroch
12.645
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 12.07.2017 um 12:21 Uhr
Ingrid, das ist eine gute Frage. Hoffen wir, dass es nicht passiert. Wir werden es jedenfalls nicht mehr erleben.
Friedel Steinmueller
3.087
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 14.07.2017 um 10:25 Uhr
@Herr Herold!
Richtig! Mit "Trumpilen" Brennstoffen!
Peter Herold
26.183
Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.07.2017 um 10:29 Uhr
Stelle mir gerade mal vor wie es früher hier aussah. Wahrscheinlich die Senke/das Tal voll mit Schnee bzw. Eis bis zum Wasserrand.
Ingrid Wittich
19.866
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 15.07.2017 um 00:12 Uhr
Eine frühere Kollegin ist vor einigen Jahren mit ihrem Sohn in die Schweiz in Urlaub gefahren, damit der Junge noch mal Gletscher sieht. Wie z.B. der Rhonegletscher : http://de.wikipedia.org/wiki/Rhonegletscher
Peter Herold
26.183
Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.07.2017 um 08:30 Uhr
Ingrid danke für den link. Da sieht man wie schnell dieses Verschwinden passiert.
Friedel Steinmueller
3.087
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 15.07.2017 um 13:19 Uhr
Der Gletscherschwund ist wirklich extrem. Die großen Hitzesommer der letzten 20 Jahre und die vielfach schneearmen Winter haben zu einem massiven Gletscherschwund geführt.
Nicht nur in den Alpen, wie hier am Beispiel des Rhonegletschers zu sehen, sondern fast weltweit.
Peter Herold
26.183
Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.07.2017 um 14:01 Uhr
Ich glaube es liegt stark daran, dass wir diese schneearmen Winter haben. So kann das was weggeschmolzen ist nicht wieder ersetzt werden.
Friedel Steinmueller
3.087
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 15.07.2017 um 22:00 Uhr
@ Herr Herold!
Genau! Das ist wahrscheinlich mit eine Hauptfolge des Gletscherschwundes. Kommt nur wenig Schee, verliert der Gletscher an Eis; selbst dann wenn das Klima kälter wäre. Der Rückgang erklärt sich zusätzlich aufgrund der Eisverdunstung ( Sublimation )
Peter Herold
26.183
Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.07.2017 um 23:16 Uhr
Nachdem was die Wetterfrösche sagen soll es noch schlimmer werden. Schnee und damit Ski und Rodel gut nur noch auf der Zugspitze.
Kurt Wirth
1.386
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 16.07.2017 um 10:05 Uhr
Die deutschen Gletscher haben sich von 1850-2005 um 60% reduziert. Zur Zeit gibt es deren 5: der größte ist der nördliche Schneeferner auf dem Zugspitzplatt, da findet man weiterhin den südlichen Schneeferner und den Höllentalferner. Der südliche Schneeferner ist die letzten Jahre in mehrere kleine Teile zerfallen und in ein paar Jahren verschwunden. Eigentlich genügt er jetzt schon nicht mehr den Kriterien, um als "Gletscher" bezeichnet zu werden. In den Berchtesgadener Alpen gibt es weiterhin den Watzmanngletscher und den Blaueisgletscher.

In den Allgäuer Alpen überquert man auf dem "Heilbronner Weg" den Schwarzmilzferner. Der liegt jedoch gerade ein paar Meter über der Grenze in Tirol.
Friedel Steinmueller
3.087
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 17.07.2017 um 10:20 Uhr
@Herr Wirth: Das sind gute detaillierte Informationen. Danke!
Peter Herold
26.183
Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.07.2017 um 10:28 Uhr
Wollte ich gerade auch so ähnlich schreiben. Die Hinweise auf das noch Vorhandensein und die eventuelle Dauer sehr interessant.
Kurt Wirth
1.386
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 18.07.2017 um 17:01 Uhr
Ein interessanter Nebeneffekt des Verschwindens der Gletscher sind die Gletscherleichen. Der spektakulärste Fall ist ja Ötzi. just heute finde ich die Nachricht von zwei Gletscherleichen, vermutlich aus dem Jahr 1926:

http://gmx.net/magazine/panorama/tsanfleuron-gletscher-leichen-32433372

Vor zwei Jahren gab es im Alpinmuseum in Kempten eine Ausstellung mit den Fundstücken einer Gletscherleiche von der Wildspitze im Jahr 2004: Eispickel, Jacke, Hose, Rucksack, Rasierzeug,Fahrkarte, Schuhe und vor allem ein Baedeker Führer mit seinem eingetragenen Namen. Sie gehörten dem seit 1939 vermißten Lehrer aus Ebenhofen und gebürtigen Oberstdorfer namens Bonaventura Schaidnagl. Da er wegen jüdischer Verwandtschaft und allgemeiner antifaschistischer Einstellung mit den NS-Behörden in Konflikt lag, vermutete man lange Zeit u.a. auch, daß sich der Vater von 5 Kindern ins Ausland abgesetzt hat und nur vorgab, zu einer Bergtour aufzubrechen. Im Jahr 2004 hatte man Gewißheit, daß er bei einer Gletschertour ums Leben kam.
Peter Herold
26.183
Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.07.2017 um 19:42 Uhr
Es kommen immer wieder solche Dinge ans Tageslicht
Kurt Wirth
1.386
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 19.07.2017 um 17:57 Uhr
Inzwischen hat sich geklärt, daß es sich bei den beiden Gletscherleichen im Tsanfleuron nicht um die seit 1926 Vermißten handelt, sondern um ein seit 1942 vermißtes Ehepaar. Interessant auf dem Foto in dem Link: der "Bergschuh" mit den genagelten Sohlen und Absätzen, aber auch mit dem "Keilabsatz", einem hohen Absatz, eines Damenschuh's. Man ging damals mit Stil in die Berge.

Hinweis auf eine interessante Fernsehsendung: Am kommenden Sonntag im BR-Fernsehen kommt um 18.45 h die regelmäßige Sendung "Bergauf-bergab", diesmal mit dem Schwerpunkt Klimawandel in den Stubaier Alpen und im Verwall.
Ingrid Wittich
19.866
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 19.07.2017 um 18:35 Uhr
Danke für den Hinweis auf die Sendung.
Peter Herold
26.183
Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.07.2017 um 19:55 Uhr
Sonntag ZDF 22 Uhr Carmen von der Seebühne Bregenz. Sehens- und hörenswert.
Kurt Wirth
1.386
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 20.07.2017 um 19:56 Uhr
Selbstverständlich sollte man sich ein paar schöne Stunden gönnen (ich mir letzten Samstag das BR Open air classic auf dem Odeonsplatz in München, das Orchester in der Feldherrnhalle, bei optimalem Wetter).

Es wird aber nicht mehr allzu lange dauern, da steht die Seebühne auf dem Trockenen. Man google nach "Bodensee Klimawandel" und man findet allerhand. Er wird immer wärmer, der sommerliche Wasserstand wird immer niedriger, im Winter durchmischen sich die Schichten nicht mehr usw. usf.

Das alles ist ja menschengemacht und daher sollte man das nicht einfach schicksalergeben hinnehmen.
Peter Herold
26.183
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.07.2017 um 22:39 Uhr
Im Bericht zur Oper wurden von wechselnden Wasserständen von 1,50 Meter gesprochen.
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Ingrid Wittich
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