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Buchtipp: „Zero“ von Marc Elsberg

Cover-Download des Verlages Blanvalet
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Mücke | Im Klappentext von „Zero“ ist zu lesen: „Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen. Sie wissen WER wir sind, WO wir sind und WAS wir als Nächstes tun werden …“.
Ist Surfen im Netz tatsächlich so schlimm? Nachdem kürzlich Facebook angekündigt hat, dass man an einer Technologie arbeitet, mit der Gedanken direkt aus dem Kopf ohne Umweg über eine Tastatur online gebracht werden sollen, glaube ich, dass alles noch viel schlimmer wird oder vielleicht schon ist.
In Elsbergs Roman geht es um exzessive Datenspeicherung und Datenüberwachung sowie Manipulation in unvorstellbarem Ausmaß. Laut Autor spielt die Handlung nur „etwas“ in der Zukunft.
Zum Inhalt: Die Journalistin Cynthia Bonsant nimmt teil an der Jagd auf „Zero“, einen Online-Aktivisten, der mit drastischen Mitteln vor „Datenkraken“ warnt. Als Cynthia bei ihren Recherchen auf die Firma Freemee stößt, die ihre Nutzer mit „ActApps“ in bestimmte Richtungen lenkt und dabei menschlichen Kollateralschaden billigend in Kauf nimmt, will sie diese Machenschaften öffentlich machen. Sie gerät zunehmend ins Fadenkreuz verschiedenster Interessengruppen, wird erpresst und verliert sogar fast ihr Leben. Am Ende geht gerade noch mal alles gut. Noch!
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Überwachung (14)NETZ (45)Daten (4)Buchtipp (412)
Der Einstieg in diesen Roman fiel mir etwas schwer. Ich gebe zu, nicht alle technischen IT-Begriffe verstanden zu haben. Doch war das weiter kein Problem. Schon bald konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Smartphones, Soziale Netzwerke, FBI, CIA, Software-Entwickler, die keine Skrupel haben, Mann/Frau mit ihrer eigenen verschrobenen Weltansicht - bis hin zur Beeinflussung bei Wahlen - zu füttern. Das alles war unglaublich spannend und zutiefst erschreckend.
Klar ist schon längst, dass wir mit jeder Kundenkarte, Kreditkarte und Ähnlichem mehr und mehr über uns preisgeben. Von Google, Facebook, Whatsapp und Twitter mal ganz abgesehen. Privatsphäre? Sch… drauf!
Die „ActApps“ der Fa. Freemee, eine Art Beratung in ALLEN Lebenslagen, gibt es (noch?) nicht. Das ist aber sicher nur eine Frage der Zeit.
Den Roman sollten alle lesen, die im Netz unterwegs sind. Auch diejenigen, die meinen, sie hätten nichts zu verbergen oder sie seien ganz bestimmt keine Zielgruppe für Datensammler.
Marc Elsberg hat nach „Blackout“ (hier zeigt der Autor auf, wie fragil unser Stromversorgungssystem ist und was geschieht, wenn es längere Zeit ausfällt = http://www.giessener-zeitung.de/muecke/beitrag/82726/buchtipp-black-out-morgen-ist-es-zu-spaet-von-marc-elsberg/) einen weiteren Roman vorgelegt, der den Leser zum Nach- und Umdenken zwingt.
Bibliographische Angaben: Marc Elsberg: Zero. Blanvalet Verlag. Euro 9.99

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Kommentare zum Beitrag

Elke Jandrasits
956
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 09.05.2017 um 19:44 Uhr
Das steht auch noch auf meiner Leseliste!

Von Marc Elsberg habe ich bisher "Blackout" gelesen und fand es sehr spannend. Seitdem bin ich sehr skeptisch, wenn ich begeisterte Berichte über Smartmeter und Smart Homes lese...
603
Markus Eggert aus Gießen schrieb am 09.05.2017 um 21:05 Uhr
Marc Elsberg gehört zu den Autoren, die ich auch gerne mal lesen möchte....
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ingrid Wittich

von:  Ingrid Wittich

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Ingrid Wittich
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