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Regierungspräsidium Gießen informiert über Änderungen im Gefahrstoffrecht

Lollar | Knapp 200 Teilnehmer, unter anderem Mitarbeiter von Bauhöfen und Schwimmbädern, Sicherheits- und Gefahrgutbeauftragte, Betriebsärzte, aber auch Verantwortliche von Polizei, Feuerwehr und aus privatwirtschaftlichen Unternehmen, die mit Gefahrstoffen in Berührung kommen, versammelten sich jetzt in der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Anlass war ein Informationstermin zu den Änderungen im Gefahrstoffrecht, den jetzt die Unfallkasse Hessen (UKH) in Kooperation mit dem Gießener Regierungspräsidium (RP), dem Gefahrgutbeauftragten der JLU, der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft und dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGIA) durchführte. „Alle Personen, die gefährliche Stoffe herstellen, mit diesen umgehen, sie verwenden, lagern oder befördern, sind von den Änderungen im Gefahrstoffrecht betroffen“, erläutert RP-Gefahrgutexperte Jürgen Freigang, der speziell zu den Auswirkungen der sich ändernden Kennzeichnungen von GHS (Gefahrstoffrecht) und den Zusammenhängen zu dem Transportrecht (Gefahrgutrecht) informierte.
Insbesondere mit der Einführung des weltweit einheitlichen
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GHS (Global Harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien) gab es umfangreiche Änderungen. Wie Dr. Thomas Smola vom BGIA erklärte, werden die bisherigen 15 Gefährlichkeitsmerkmale künftig durch Gefahrenklassen ersetzt. Innerhalb dieser Klassen gibt es wiederum bis zu fünf Gefahrenkategorien, was eine deutlich detailliertere Gefahreneinschätzung ermöglicht. Auch bezüglich der Gefahrensymbole gibt es Veränderungen. Neu sind beispielsweise auch Piktogramme – rot umrandete Rauten mit einem schwarzen Symbol auf weißem Hintergrund. Dabei werden nicht nur die alten orangefarbenen Symbole neu dargestellt, es werden auch drei weitere Piktogramme ergänzt: Die Gasflasche, das Ausrufezeichen und der Mensch mit Stern, mit dem krebserzeugende Produkte gekennzeichnet werden müssen. Eine weitere Besonderheit sind die beiden Signalwörter „Gefahr“ und „Achtung“, die zusätzlich eine detailliertere Gliederung in den Gefahrenklasse ermöglichen.
Ingrid Thullner, Präventionsexpertin der Unfallkasse Hessen, erläuterte, dass bereits seit Anfang des Jahres Chemikalien nach GHS eingestuft und gekennzeichnet werden können. Weltweit einheitliche Gefahrensymbole sollen dabei die Gefahrenkommunikation erleichtern und beschleunigen. Ab 1. Dezember 2010 wird die neue Kennzeichnungspflicht für reine Chemikalien und ab 1. Juni 2015 für Gemische verbindlich.
Ebenso gibt es Änderungen bezüglich der Registrierung von Chemikalien. So muss nach der neuen - europaweit geltenden – REACH-Richtlinie (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) der Hersteller alle Chemikalien registrieren lassen. Dabei ist es besonders wichtig, dass bei einer vom Hersteller oder Importeur registrierten und bestimmungsgemäßen Verwendung der Chemikalie keine weitere Registrierung durch den Nutzer, beispielsweise durch den Händler, Lieferanten oder nachgeschaltete Anwender in den Betrieben, erforderlich wird.
Ausführliche Informationen – insbesondere für betroffene Betriebe – stehen auf den Internetseiten der Unfallkasse Hessen www.ukh.de zur Verfügung, heißt es abschließend in einer Pressemitteilung.

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