Bürgerreporter berichten aus: Lollar | Überall | Ort wählen...

Helmpflicht für Radfahrer - ja oder nein?

Lollar | Eine Frau ist mit ihrem Rad auf dem Weg zur Arbeit. Da reißt eine Autofahrerin aus Unachtsamkeit die Autotür auf, die Radlerin stürzt dabei zu Boden und verletzt sich schwer, leidet noch heute an den Folgen.
Die Radlerin verklagt die Autofahrerin, die Klage geht schließlich bis zum Bundesgerichtshof. Dieser entscheidet, dass es der Radlerin nicht angelastet werden kann, dass sie keinen Helm trug, denn - so wurde juristisch schon früh festgestellt - sie hat ja den Unfall nicht verschuldet.
Der Radlerin wurde Schadenersatz und Schmerzensgeld in voller Höhe zugesprochen.
Dieses Urteil ließ viele Fahrradfahrer im ganzen Land aufatmen - außer vielleicht in Schleswig-Holstein. Das dortige Oberlandesgericht wollte der Radlerin 20-prozentige Mitschuld geben, bloß weil sie keinen Helm trug.
Das Tragen eines Helmes hätte die Radlerin jedoch nicht vor der Unachtsamkeit der Autofahrerin geschützt.
Außerdem kommt es bei solchen Unfällen häufig neben Kopfverletzungen auch zu Knochenbrüchen, vor allem an Armen und Beinen und davor schützt auch kein Helm!
Laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club könnten die meisten Unfälle durch Tempolimits für Autofahrer und natürlich ein gut ausgebautes Radwegenetz verhindert werden.
Mehr über...
Mein Fazit: Helmpflicht würde ich auf jeden Fall bei Kindern bis zu 12 Jahren empfehlen.
Danach sollte jeder selber entscheiden, ob er einen Helm trägt oder nicht.
Einem Rennradfahrer, der mit hoher Geschwindigkeit über die Landstraßen saust, dem sei das Tragen eines Helmes unbedingt empfohlen, genauso wie dem Mountainbiker, der über Stock und Stein radelt und mit rasantem Tempo "downhill" fährt. Beide Personengruppen sehe ich auch ausschließlich mit Helm, also sehr vernünftig.
Ich persönlich besitze einen Fahrradhelm. Dieser kommt hauptsächlich zum Einsatz,
wenn ich mit dem Rad z.B. im Stadtverkehr unterwegs bin.
Wenn ich eine gemütliche Radtour durch Wiesen und Felder oder entlang der Lahn unternehme,
dann möchte ich das Gefühl der Freiheit des Radfahrens, die frische Luft und den Fahrtwind genießen -
und zwar ohne Helm!

Kommentare zum Beitrag

Karl-Ludwig Büttel
3.856
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 19.06.2014 um 20:50 Uhr
Ich schließe mich an.
Florian Schmidt
4.884
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 19.06.2014 um 21:06 Uhr
Soll jeder selbst entscheiden. Mit ein bisschen Glück kommt man nach seinem Unfall ja auch in die selbe Rehaklinik wie Schuhmacher.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 19.06.2014 um 21:22 Uhr
Ich habe einmal erlebt, wie ein erwachsener Mann vom Rad fiel und auf dem Kopf landete. Er bog von einem Feldweg auf das Gelände / Hof eines bekannten Ausfluglokals.
Der Rettungswagen kam zu Einsatz.
Der fährt mit Sicherheit nur noch MIT.
Florian Schmidt
4.884
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 19.06.2014 um 21:58 Uhr
Ich nicht, Fälle wie der von Schuhmacher zeigen ganz klar das der Schutz des Schädels ganz entscheident sein kann. Fahrradhelm, Motorradhelm, Reithelm... alles kann schwerere Verletzungen verhindern. Wer auch nur einen Funken Verantwortung für sich beansprucht der zieht sich so ein Ding an. Wenn man dazu bedenkt wieviele Radfahrer mit Rädern unterwegs sind die keineswegs Straßentauglich sind verstehe ich nicht warum diese keine Helme tragen. Ein SHT ist ganz schnell passiert und kann ganz tragische Folgen haben. Ich finde ein bisschen Zynismus ist weitaus besser zu ertragen als nach einem Sturz vom Rad einen Schlaganfall zu erleiden weil der ungeschützte Schädel nahezu ungebremst aufs Pflaster klatschte.
Ilse Toth
38.650
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2014 um 22:23 Uhr
Ich fahre gern und viel Fahrrad. Wie Andrea gibt es mir ein Gefühl der Freiheit. Ich möchte selbstbestimmend sein. Und über meinen Körper schon allemal. Ich trage keinen Helm. Solle es Pflicht werden, verschrotte ich mein Fahrrad.
Jörg Jungbluth
5.108
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 19.06.2014 um 23:19 Uhr
Wenn man sich einen Fahrradhelm genauer anschaut, sieht man das an ihm so gut wie nichts dran ist. Einzig die Kinderhelme die fast wie Jethelme aussehen, strahlen in meinen Augen Sicherheit aus. Ich besitze genauso wie Andrea einen Fahrradhelm, aber ich empfinde ihn als unbequem. Da ist ein Motorradhelm bequemer.

@ Herr Schmidt: Als ich die Meldung hörte, das Michael Schumacher aus dem Koma erwacht ist und jetzt die Augen geöffnet hat, hatte es mich erstmal erfreut. Als ich dann weiterlas, das er mit den Augen reagiert, wenn er angesprochen wird, machte mich das wiederum traurig. Denn da kann man zwischen den Zeilen lesen, das er zwar wieder wach ist, aber sein Hirn so geschädigt ist, das er nicht mehr Herr über sich selbst ist. Also solche Patienten, die nach dem Krankenhausaufenthalt ein Pflegefall werden. Für ihn wäre es dann vielleicht besser, er hätte keinen aufgehabt.

Ich persöhnlich wünsche mir jedenfalls, das falls ich einen Unfall mit meinem Fahrrad habe (mit oder ohne Helm), wo mein Kopf so schwer verletzt wird, das ich bleibende Schäde davontrage, es an einem Ort passiert, wo es nicht möglich ist, mir rechtzeitig zu helfen. Dann habe ich es hintermir und ende nicht als lebender Toter. Denn dann möchte ich nicht auf Hilfe oder Pflege anderer angewiesen sein.
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 19.06.2014 um 23:41 Uhr
Ich bin für das Tragen eines Helmes und zwar immer, aber Helmpflicht muss nicht sein. Das sollte jeder selbst entscheiden und es sollten auch keine Nachteile für ihn entstehen, falls er keinen Helm trägt. Auch nicht durch die Hintertür, hätte er einen Helm getragen, wären seine Verletzungen vielleicht nicht so schwer und es trifft ihn eine Mitschuld, sprich, die Versicherung verweigert die volle Leistung. Ich empfinde den Helm auch eher als lästig, aber für mich überwiegt der Nutzen.
Andrea Mey
10.948
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 20.06.2014 um 00:03 Uhr
@ Frau Back, danke für den ergänzenden Link zu diesem Thema.
@ Lisa, auch bei mir erzeugt der Helm ein Gefühl des Druckes und Hitzestau, deswegen fahre ich auch lieber "ohne".
@ Jutta, man kann das Tragen eines Helmes natürlich empfehlen, aber es sollte jeder für sich selbst entscheiden können ob mit oder ohne.
Das von Dir angesprochene Hintertürchen darf auf keinem Fall Realität werden!
Danke auch allen anderen Kommentatoren für Eure Gedanken zu diesem Thema!
Nicole Freeman
10.764
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.06.2014 um 07:20 Uhr
eine helmpflicht beim motorrad ist in den staaten immer noch thema, da sind wir vorreiter. selbst bei den pferdeliebhaber werden sie kaum welche finden die auf den helm verzichten. diese helme sind sowas von unbequem und dieser kinnschutz ist einfach nur nervig. wer aber einmal bei geringer geschwindigkeit das glueck der pferde verspuert hat ( das glueck der pferde ist der reiter auf der erde) wir freiwillig diese unbequemen dinger anziehen. beim fahrradhelm gibt es so viele verschiedene modelle. sogar welche mit airbag. dieser airbag helm ist eigendlich zu tragen wie ein schal. also freier kopf solange nichts passiert.
http://www.mag-mobil.de/2013/autokauf/hoevding-helm-airbag.html

helmpflicht nein aber schmerzensgeld in voller hoehe wenn keine schutzkleidung getragen wurde sehe ich als ein falsches signal. jeder sollte selbst entscheiden wie weit man sich selbst gefaehrtet. aber nach einem unfall die schmerzen die ein helm haette verhindern koennen dem unfall gegner aufbrummen ist meiner meinung nach falsch.
Ilse Toth
38.650
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.06.2014 um 10:52 Uhr
Nicole, nun bin ich mal nicht Deiner Meinung. Wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer schuldig ist an dem Unfall, dann hat er auch das Schmerzensgeld zu tragen. Was kann ein Fahrradfahrer dafür, wenn plötzlich die Tür eines parkenden Autos aufgeht und dieser knallt dagegen und stürzt vom Rad. Mit Helm ist vielleicht der Kopf geschützt, aber weder das Gesicht, noch irgend ein anderes Körperteil. Dann müssen jetzt auch Fußgänger einen Helm tragen, denn sie sind genau so gefährdet!
Florian Schmidt
4.884
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 20.06.2014 um 11:07 Uhr
Ich wäre dafür erstmal die Fahrräder straßenverkehrstauglich zu machen. Licht, Rücklicht, Reflektoren, eine gut hörbare Klingel und ein Nummernschild. Wie oft sehe ich Radfahrer die bei Rot nicht anhalten, ohne Zeichen zu geben die Fahrspur wechseln, die Radwege missachten etc. Es sind nicht nur die Autofahrer die Mist bauen.
Eine Helmpflicht für Fußgänger ist ein dürftiger Vergleich, diese befinden sich in der Regel nicht mitten drin im Verkehrsgeschehen.
Christoph Schäfer
785
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 20.06.2014 um 13:15 Uhr
Was ist das für ein schwaches Argument mit der vermeintlich eingeschränkten "Freiheit". Dieses könnte genauso jeder Motorradfahrer ohne Helm oder jeder Autofahrer ohne Gurt für sich in Anspruch nehmen! Wer auf mögliche Schutzmaßnahmen verzichtet, handelt fahrlässig, unabhängig davon, ob es ihn letzten Endes "gerettet" hätte, oder nicht. Und wer fahrlässig handelt, soll auch zur Kasse gebeten werden!

@Frau Back: Die Aufrechnerei aus Ihrem Link finde ich pervers. So könnte man auch bei Motorradfahrer gegen den Helm plädieren, denn Tote kommen "billiger" als lebenslang Geschädigte

@ Frau Kluge: Ich denke die Tabaksteuer wiegt das dicke auf.
Christoph Schäfer
785
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 20.06.2014 um 14:32 Uhr
Ich bin mal Auto und mal Radfahrer und kann dies alles nicht so schwarz/weiß sehen: Sicher plädiere ich für den Ausbau von Radwegen, muss aber leider feststellen, dass wir häufig schön ausgebaute neue haben und was machen viele Radfahrer? Sie fahren weiterhin auf der Straße.
Als Autofahrer habe ich grundsätzlich allein durch das Führen eines KfZ im Schadensfalle immer eine Mitschuld. Auch als Hundebesitzer habe ich im Versicherungsfall einen beträchtlichen Anteil selbst zu tragen, allein aus der Tatsache, dass ich einen Hund besitze. So wurde unlängst unsere Hündin von einem freilaufenden Hund angefallen und ich bekam von der Versicherung des Schädigers nur 50% der Tierarztkosten erstattet. Dies ist allgemein übliche Praxis, da ein Hund an sich schon eine Gefährdung darstellt, unabhängig von seinem Verhalten.
In Vergleich scheint es mir mehr als angemessen, dass derjenige, welcher im Straßenverkehr auf möglichen Schutz verzichtet, im Schadensfall anteilig mit zur Kasse gebeten wird.
Das reicht schon, da braucht es meines Erachtens keine Pflicht.

Auch mit Fahrrädern, Frau Kluge, erreicht man Geschwindigkeiten, welche zur Erlangung tödlicher Kopfverletzungen vollkommen ausreichen. (http://www.t-online.de/regionales/id_69899054/hohenroda-bei-fulda-radfahrerin-stirbt-auf-dem-weg-zum-helmkauf.html).
Die Vernunft sollte einem daher schon die Benutzung eines Helms auferlegen. Witzig finde ich es immer, wenn ich Familienausflüge per Rad sehe, auf welchen die Kinder brav einen Helm tragen, während die Erwachsenen "frei die Haare im Wind flattern lassen." Als hätten die Kinder eine weichere Birne als sie. Mir scheint, es ist er umgekehrt!
Dagmar Simons
145
Dagmar Simons aus Gießen schrieb am 20.06.2014 um 14:42 Uhr
Aus eigener schmerzhafter Erfahrung kann ich sagen, dass ich nicht mehr ohne Helm fahre. Ich bin vor vielen Jahren ohne eigenes Verschulden von einem Auto angefahren worden und mit dem Kopf auf die Kante vom Bürgersteig geknallt. Ich hatte ausschließlich Kopfverletzungen, die mit Helm mit Sicherheit erheblich weniger dramatisch ausgefallen wären. Es grenzt an ein Wunder und ist auch den Ärzten in der Uniklinik zu verdanken, dass ich diesen Unfall ohne größere Folgeschäden überhaupt überlebt habe. Mich grenzt der Helm nicht ein, behindert mich nicht in meiner Freiheit. Für mich ist das Tragen des Helms genauso wichtig wie das Anschnallen im Auto oder der Motorradhelm beim Roller fahren.
Was die Frage des Schmerzensgeldes betrifft: Solange es keine verbindliche Pflicht gibt, einen Helm zu tragen, kann und darf man meiner Meinung nach beim Schmerzensgeld oder Schadensersatz keine Abzüge machen.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 20.06.2014 um 17:19 Uhr
Dass wir Deutschen Sicherheitsfanatiker sind, ist kein Geheimnis.
Dass das Tragen von Fahrradhelmen auf freiwilliger Basis entschieden werden "darf", ist ein Schritt weg von diesem Klischee.

Ich lese hier interessante Pro und Kontras zum Helm.
Gute Frage, Andrea !
Ilse Toth
38.650
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.06.2014 um 17:32 Uhr
Wenn eine Verordnung kommt, dass ein Helm getragen werden muss, dann benötigen wir auch mehr Polizei, welche die "Unfolgsamen" verfolgen, stoppen und die Personalien fordern. Schweigt einer, wird er dann abgeführt und in Haft genommen? Oder kommt mit der Helmpflicht auch das Fahrrad mit Nummerschild? Das wäre aber so klein, dass die Polizei zu ihrem "Handwerkszeug" auch ein Fernglas benötigt. Das wird lustig!
Bernd Zeun
11.652
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 20.06.2014 um 19:22 Uhr
Als Zynismus kann ich den Link Frau Backs nicht sehen. Auch wenn die Aufrechnerei für den Geschmack mancher als zu "wissenschaftlich" nüchtern erscheinen mag, es ist was dran. Aber das Thema hat sich ja erst mal nach dem Urteil des Bundegerichtshofs erledigt, wer jedoch für die Helmpflicht beim Radfahren plädiert, müsste sie konsequenterweise auch für Arbeiten im Haushalt fordern, vor allem bei Arbeiten, die eine Kletterhilfe erfordern wie Obst ernten und Fenster putzen. Die Zahl tödlicher Unfälle ist im Haushalt doppelt so hoch (über 7000) wie im Verkehr http://www.tz.de/ratgeber/gesundheit/gefaehrlicher-haushalt-2240016.html
2012 starben bei insgesamt 3600 Verkehrstoten 406 Radfahrer (denen wahrscheinlich auch nicht allen ein Helm das Leben gerettet hätte), die Zahl der Kopfverletzungen bei den Haushaltsunfällen liegt immerhin bei 12% .
Christoph Schäfer
785
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 20.06.2014 um 20:32 Uhr
Frau Hofmann-Scharf, ich kann nicht wirklich erkennen, dass wir Deutschen "Sicherheitsfanatiker! sein sollen. Ich kenne z.B. kein europäisches Land, welches keine Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen vorschreibt, außer Deutschland. Mir ist da eher "freie Fahrt für freie Bürger" im Ohr.
Wer sich die Freiheit nehmen möchte, sein Hirn einzurennen, den möchte ich nicht reklementieren, Frau Toth. Ich habe nur etwas dagegen, dass die Allgemeinheit die Folgen tragen muss.
Diese häufig in den Kommentaren auftretende Argumentationsweise "dann müsste man aber auch..." läßt mich schmunzeln. Dies empfinde ich z.B. als typisch deutsch.( Ich will mich garnicht wirklich auf das konkrete Thema einlassen, sondern suche stattdessen sofort nach möglichst absurden Gegenargumenten. Eines habe ich ja selbst geliefert mit der bedauernswerten Frau, welche auf dem Weg zum Helmkauf tragischer Weise ums Leben kam: Ein Punkt gegen die Helmpflicht in der von Frau Back vorgestellten Statistik: Hätte sie keinen Helm kaufen wollen, wäre sie noch am Leben!)
Ilse Toth
38.650
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.06.2014 um 20:47 Uhr
Bernd, Du sprichtst mir aus der Seele.
Herr Schäfer, wenn Sie etwas dagegen haben, dass die Allgemeinheit die Kosten trägt, dann müssen wir uns in Watte packen und ersticken daran vielleicht noch. Die Allgemeinheit zahlt in die Krankenkassen ein, also muss die Krankenkasse auch für die Allgemeinheit aufkommen. Sonst dürfen wir keinen Sport treiben und besonders keinen Extremsport.
Es gibt wesentlich gefährlichere Freiheitsaktivitäten als mit dem Fahrrad zu fahren.
Vielleicht setzen wir unseren Fussballern auch einen Helm auf. Wenn der Ball sie am Kopf trifft- auweia! ;-)
Andrea Mey
10.948
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 20.06.2014 um 23:47 Uhr
@ Bernd, genauso sehe ich das auch!
@ Ilse, genau, Helmpflicht für Fußballer ;-) So ein Fußball stellt ein erhebliches Verletzungsrisiko dar, wehe, der fliegt einem an den Kopf oder gegen das Ohr, aua!
@ Frau Back, stimme Ihnen voll und ganz zu!
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 21.06.2014 um 00:24 Uhr
> Wenn der Ball sie am Kopf trifft- auweia! ;-) <

@Ilse, die sind doch froh, wenn sie den Ball treffen, oder könnt ihr euch Fußball ohne Kopfballtore vorstellen (kein Problem, geht naürlich auch).
Dann habt ihr noch keinen Hockeyball an den Kopf bekommen, da wird es wirklich gefährlich.
Wenn man da anfängt aufzuzählen, was alles gefährlich ist, dann können wir uns tatsächlich in Watte packen.
Ich habe übrigens mal als Teenager einen Lederfußball mit dem Kopf genommen, nie mehr wieder, musste unbedingt mit den schon erwachsenen jungen Männern im Schwimmbad Fußball spielen. ;-) Die waren nun nicht gerade zimperlich.
Ilse Toth
38.650
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 21.06.2014 um 12:34 Uhr
Die Welt ist voller Gefahren- und wir leben mittendrin. Sich über alles , was gefährlich sein könnte den Kopf zu zerbrechen, hätten wir nichts anderes zu tun. Wenn etwas passieren sollte, dann kann es in jeder Sekunde passieren. Genießen wir das Leben- mit und ohne Helm!
Jutta, ein Tor durch Kopfball- toll! Aber wenn der Kopf, statt das Tor getroffen wird....... ;-)
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 21.06.2014 um 20:42 Uhr
@Ilse, ok, es ist schon ein Unterschied, ob einem ein scharf geschossener Ball mit voller Wucht am Kopf trifft, oder ob ich einen ankommenden Ball mit dem Kopf nehme. Meine Begegnung damals war jedenfalls ziemlich schmerzhaft und ich habe daraus gelernt, ich habe das nie wieder probiert.
Ilse Toth
38.650
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 21.06.2014 um 20:46 Uhr
Oder mit Helm, liebe Jutta! ;-))
Andrea Mey
10.948
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 21.06.2014 um 22:30 Uhr
Ich habe als Jugendliche mal einen Handball volle Kanne gegen das linke Ohr gekriegt.
Unglücklicherweise saß ich ganz vorne auf der Zuschauerbank und hatte keinen Helm auf...
Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 22.06.2014 um 17:31 Uhr
@N.Back
„Ich glaube, es ist schlauer, den Verkehr wieder freundlicher für langsame Verkehrsteilnehmer zu gestalten, statt sich immer mehr "panzern" zu müssen.“
Ich bin ausnahmsweise Ihrer Meinung den Verkehr für langsamere Verkehrsteilnehmer freundlicher zu gestalten.
Also runder mit den Radfahrern von den Gehwegen auf den sie nichts zu suchen haben, denn die Fußgänger sind mit abstand die langsamsten Verkehrsteilnehmer.

20.06.14 13.34
„Wer eine Autotür aufreißt ohne zu schauen und anderen damit Schaden zufügt, der ist auch für diesen haftbar zu machen.“
Natürlich ist dann der Autofahrer schuld wenn ein Radfahrer im dunklen schnell aber ohne Licht fährt, der Autofahrer nach hinten schaut die Tür öffnet und der Radfahrer im selben Moment gegen die Tür fährt.
Das war mir passiert und der Radfahrer hatte nicht vergessen seine Beleuchtung ein zu schalten, nein er hatte keine Beleuchtung am Fahrrad.
Der Schaden betrug damals 1000 DM, auf die ich sitzen blieb.

Es muss nach meiner Meinung keine Helmpflicht geben, aber eine gewisse Selbstbeteiligung sollte es geben.
Christoph Schäfer
785
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 22.06.2014 um 23:32 Uhr
@Frau Back (Kommentar vom 20.06.2014 um 23:42 Uhr): Eine hervorragende Möglichkeit seine Kinder nachhaltig vom Helmtragen abzubringen: Man suggeriert den Kindern, dass man einen Helm nur trägt, wenn man noch Anfänger ist und nicht richtig fahren kann. Welches Kind möchte gern dafür gelten. Also möglichst schnell weg mit dem Helm! Am besten schon, wenn die Eltern nicht zuschauen und man mit den Freunden fährt, bevor diese auf blöde Gedanken kommen, man könne nicht fahren, angesichts des Helms. - Hut ab für solch pädagogisches Geschick!
@Frau Back (Kommentar vom 22.06.2014 um 17:42 Uhr): "Denn dafür braucht es eine Teilschuld und um diese zu haben, muss man ja erst einmal etwas falsch gemacht haben. " Dies ist so leider nicht richtig Frau Back. Als Autofahrer hat man z.B. notorisch eine Teilschuld, allein daraus, dass man ein Kraftfahrzeug führt, was impliziert, dass man eine Gefahr darstellt. Ähnliches gilt z.B. auch für den Hundebesitzer! (siehe auch mein Kommentar vom 20.06.2014 um 14:32 Uhr)
Ilse Toth
38.650
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 23.06.2014 um 14:40 Uhr
Im Sommer 2009 gab es einen europäischen Tag des Fahrrades. In Deutschland fahren ca. 70 Millionen Menschen Fahrrad. Ob es eine Statistik gibt, wieviele davon einen Helm tragen, weiß ich nicht. Die Zahl der Autounglücke ist sicherlich erheblicher höher. Es gibt natürlich auch rücksichtslose Fahrradfahrer, diese sind aber auch mit dieser Eigenschaft als Fußgänger oder Autofahrer ausgestattet. Da ich viel Fahrrad fahre weiß ich, wie pöbelhaft Autofahrer sein können, wenn sie einem Fahrradfahrer die Vorfahrt nehmen. Wenn ich an einem gerade eingeparkten Auto vorbei fahre, passe ich sehr gut auf, ob die Tür aufgeht. Das ist mir schon oft genug passiert. Gut, dass man sich jetzt wieder vermehrt dem Ausbau der Fahrradwege widmet. Denn dies ist ein Schutz für die Fahrradfahrer- effektiver als ein Helm.
Andrea Mey
10.948
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 23.06.2014 um 23:19 Uhr
Stimme Dir voll und ganz zu, liebe Ilse!
Jörg Schleher
16
Jörg Schleher aus Gießen schrieb am 25.06.2014 um 16:21 Uhr
Dem Bericht stimme ich absolut zu. Ich bin natürlich auch für Helmpflicht , vorallem bei Kindern, aber alles auf Basis von Eigenverantwortung. Bei Kindern sollten dies über Verkehrserziehung der Eltern geschehen. In gesetzliche Regelungen sind wir schon WELTMEISTER für die nächsten 500 Jahre, deshalb bin ich gegen die gesetzliche Helmpflicht und für die Vernunft von Erwachsenen Menschen und die es werden wollen. Letztendlich profitieren hierbei nur die Versicherungen bei ihrer Schadensabwicklung, und dann ist dann noch die Helmpflicht für Fussgänger zu diskutieren...
Christoph Schäfer
785
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 26.06.2014 um 12:32 Uhr
Hallo Frau Back, es liegt mir absolut fern, Ihnen oberleherhaft kommen zu wollen. Ich nehme an, dass Sie noch keine Kinder haben. Man sieht dann, häufig auch erst aus der Erfahrung, manches etwas Unentspannter. So glaubte ich z.B. die Sicherheit erhöhen zu können, wenn die Kleinen auf dem Bürgersteig fahren, bis ich realisieren musste, mit welcher Geschwindigkeit manche Autofahrer ohne Sicht aus Ihren Einfahrten "schiessen". Da wurde die vermeintlich erhöhte Sicherheit rasch zum Gegenteil und ich war heilfroh, dass die Kleinen Helme trugen. Ich kann eigentlich nur dafür werben dem Nachwuchs beizubringen, dass der Kopf das "höchste Gut" ist, welchen es nach Möglichkeit zu schützen gilt! Ein Fatalismus ala Frau Toth scheint mir hier absolut nicht angebracht.
"Mind your head!"
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Andrea Mey

von:  Andrea Mey

offline
Interessensgebiet: Lollar
Andrea Mey
10.948
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Taubenschwänzchen im Schwirrflug
In den letzten Tagen sind auffällig viele Taubenschwänzchen an meinem...
Nach dem Gewitterschauer

Veröffentlicht in der Gruppe

Fahrradfreunde Mittelhessen

Fahrradfreunde Mittelhessen
Mitglieder: 19
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Der Kauf von Lastenrädern wird vom Land Hessen mit bis zu 1.000 Euro gefördert.
Land fördert Lastenräder und Fahrradanhänger
Das Land Hessen fördert den Kauf von Lastenfahrrädern und...
20.Juni 2020: Fahrraddemo aus dem Lumdatal zum Verkehrswendeaktionstag in Gießen
Nachdem in einigen Kommunen des Landkreises lokale Gruppen zur...

Weitere Beiträge aus der Region

Lollarer GRÜNE: Mit Lärmschutzwand gegen Vandalismus
Wiederholt wurde am Fußweg zwischen dem städtischen...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.