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1,8 Promille dank Rauschbrille- Suchtpräventionstage an der Clemens-Brentano-Europa-Schule Lollar

Gar nicht so einfach: Münzen zählen mit der "Promillebrille"
Gar nicht so einfach: Münzen zählen mit der "Promillebrille"
Lollar | Mit 1,8 Promille am Schulunterricht teilnehmen – das kommt normalerweise zum Glück bei den Schülern der Clemens-Brentano-Europa-Schule (CBES) in Lollar nicht vor. In diesem besonderen Fall konnten die Schüler der 7e mit Hilfe einer „Rauschbrille“ jedoch einmal erfahren wie es ist mit fast 2 Promille einen einfachen Hindernisparcours um drei Stühle zu bewältigen, eine bestimmte Anzahl Münzen abzuzählen, einen Schlüsselbund vom Boden aufzuheben oder einen Ball in einen Korb zu werfen- gar nicht so einfach mit der Trunkenheit simulierenden Spezialbrille! Für diese einfachen Tätigkeiten brauchten die 11 bis 13jährigen Schüler bis zu viermal so lange als normalerweise. Auch wenn es den Mädchen und Jungen erst einmal vor allem Spaß machte, steckte doch ein ernstes Thema hinter dem vermeintlich lustigen Experiment mit der Promillebrille: Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen.

Bereits seit einigen Jahren beteiligt sich die Stadt Lollar an dem interkommunalen Konzept der Suchtprävention. Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek war am vergangenen Montag gemeinsam mit Vertretern der Presse zu Gast in der CBES, um sich selbst ein Bild vom Programm zu machen. Für das Präventionsprogramm stellte die Stadt 3.500 Euro zur Verfügung. Geld, das man gerne für das Programm gebe, das durch die Fraktionen hinweg einstimmig angenommen worden sei, so Wieczorek.

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Birgit Wichelmann-Werth und Andrea Buchta von der Fachstelle für Suchtprävention des Suchthilfezentrums Gießen führten auch diesmal die Suchtpräventionstage an der CBES, in Kooperation mit Stufenleiterin Astrid Patzak-Schmidt, durch. Bei ihrem Programm setzen sie vor allem auf Nachhaltigkeit und ein durchgängiges Konzept. Es sei wichtig nicht nur „ab und zu“ etwas zu machen, so Wichelmann-Werth. In allen Klassen der 6. Jahrgangsstufe gibt es daher jedes Jahr einen „Mitmachparcours“ bei dem die Kinder in zwei Schulstunden an das Thema herangeführt werden. In den siebten Klassen steht dann ein ganzer Schultag im Zeichen der Suchtprävention. Man kennt sich schon und kann intensivieren, was in der sechsten Klasse angerissen wurde.

Um auch die Eltern in das Thema zu involvieren, fand im Vorfeld ein Elternabend statt. Zudem erhalten alle Kinder einen Brief mit nach Hause in dem die Eltern informiert werden, wie sie ihre Kinder unterstützen können. Seitens der Schulleitung würde man sich über noch mehr Interesse der Eltern freuen, sagte Schulleiterin Dr. Barbara Himmelsbach, auch wenn man Verständnis habe, dass Eltern heutzutage sehr viele Verpflichtungen hätten.

Gar nicht so einfach: Münzen zählen mit der "Promillebrille"
Gar nicht so einfach:... 
Hinternisparcours ohne die Rauschbrille- kein Problem!
Hinternisparcours ohne... 
Mit der Rauschbrille sieht es da schon anders aus!
Mit der Rauschbrille... 
Hindernisse umgehen mit Rauschbrille- nicht so einfach wie es aussieht!
Hindernisse umgehen mit... 
Gar nicht so einfach: Ball in den Eimer werfen mit der "Promillebrille"
Gar nicht so einfach:... 
Gar nicht so einfach: Münzen zählen mit der "Promillebrille"
Gar nicht so einfach:... 
Birgit Wichelmann-Werth (links) stoppt die Zeit: mit "Promillebrille"brauchen die Schüler für den Partcours bis zu viermal so lange wie ohne!
Birgit Wichelmann-Werth... 

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
7.240
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.03.2013 um 21:36 Uhr
super tolle aktion. wenn bei solchen projekten auch die langzeitschaeden besprochen werden kann das wirklich helfen.
Hallo Lieber Leser
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Christiane Kowollik
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