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Kletternde Staubsauger und brikettiertes Laub- Die Sieger des Regionalwettbewerbes „Jugend forscht- Schüler experimentieren“ 2013 stehen fest

Die Wettbewerbsteilnehmer mit Wettbewerbsleiter Oberstudienrat Heinrich Giebhardt und dem Bosch-Patenbeauftragten Hartmut Dykmann.
Die Wettbewerbsteilnehmer mit Wettbewerbsleiter Oberstudienrat Heinrich Giebhardt und dem Bosch-Patenbeauftragten Hartmut Dykmann.
Lollar | Bereits zum 48. Mal fand in diesem Jahr der Wettbewerb „Jugend forscht- Schüler experimentieren“ statt. Am vergangenen Freitag präsentierten die 34 Teilnehmer des Regionalwettbewerbes Hessen Mitte im Alter von elf bis zwanzig Jahren ihre innovativen Erfindungen in der Buderus-Akademie der Bosch Thermotechnik GmbH in Lollar, die seit 18 Jahren als Patenfirma und Gastgeber der Austragung fungiert. Die Teilnehmer präsentierten am Vormittag ihre Arbeiten der Jury, die sich anschließend zur Beratung zurückzog, während die Wettbewerbsteilnehmer an einer Werksführung teilnahmen. Nachmittags fand dann die Siegerehrung durch den Patenbeauftragten von Bosch Hartmut Dykmann und Wettbewerbsleiter Oberstudienrat Heinrich Giebhardt statt.

Alle Erstplatzierten haben sich mit ihrem Sieg für die Teilnahme am hessischen Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ in Darmstadt qualifiziert. Wer dort gewinnt sichert sich sein Ticket in die letzte Ausscheidungsrunde, dem Bundeswettbewerb, um sich mit den übrigen Landessiegern zu messen.

Der 1.Platz im Fachgebiet Arbeitswelt ging an Lars Peters, Maximilian Gahmig und Domenic Neufeld von der Gesamtschule Gießen-Ost. Aus einem handelsüblichen Staubsauger und einer Vakuumglocke bauten die drei 18-jährigen Schüler eine Vorrichtung mit deren Hilfe man eine Wand hochklettern kann.

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Der 1.Platz in Biologie wurde an den 20-jährigen Lukas Groos aus Dillenburg für seine Forschungsarbeit „ Biofilm AB! Ist der Einsatz von LED-Licht eine nachhaltige Methode die Bildung einer Lampenflora zu unterdrücken?“ vergeben. Er stellte fest, dass bei Verwendung von LED-Licht in künstlich beleuchteten touristischen Attraktionen, wie z.B. Schauhöhlen, eine deutliche Reduzierung unerwünschten Algenwachstums erreicht werden kann.
Der 2.Preis in Biologie ging an Lisa Arnold von der Liebigschule Gießen für ihre „Molekulargeschichtliche Untersuchung von heimischem und nichtheimischem Saatgut der Wilden Möhre“. Einen Sonderpreis in Form eines Jahresabonnements der Zeitschrift „Natur und Kosmos“ gewann Lars Overhoff von der Gesamtschule Ehringshausen für seine Forschung „Nutzen des Pantoffeltierchens als Indikatororganismus, Anzeiger von Düngergaben“.

Im Bereich Chemie wurde Rajat Agarwal von der Martin-Luther-Schule Marburg mit dem 2.Platz ausgezeichnet für seine Arbeit „Ist es möglich CO2 chemisch zu einem Werkstoff zu binden?“.

Die Wettbewerbsteilnehmer mit Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek (ganz links), Wettbewerbsleiter Oberstudienrat Heinrich Giebhardt und dem Bosch-Patenbeauftragten Hartmut Dykmann.
Die Wettbewerbsteilnehmer mit Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek (ganz links), Wettbewerbsleiter Oberstudienrat Heinrich Giebhardt und dem Bosch-Patenbeauftragten Hartmut Dykmann.
In der Kategorie Technik konnten 2013 sogar drei 1. Plätze vergeben werden. Einen 1. Platz erhielt Nicolas Broda von der Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg. Der 17-jährge beschäftigte sich mit „Alternative Energiegewinnung mit dem Stirlingmotor“ und kam zu dem Ergebnis, dass der von dem Schotten Robert Stirling bereits 1860 entwickelte Heißluftmotor am besten in einem Gewächshaus funktionieren müsste, das auf einem See schwimmt.
Ebenfalls den 1.Platz im Bereich Technik und zudem den Sonderpreis für „Nachwachsende Rohstoffe“ gewannen Benedikt René Blumenstiel und Johannes Benedikt Volkmann vom Landgraf-Ludwigs-Gymnasium Gießen. Sie entwickelten eine Maschine, mit der man Laub zu Briketts pressen kann. Diese haben eine ähnliche Brennleistung wie Holzbriketts.
Über den dritten 1.Platz im Bereich Technik konnte sich Julian Reitz von der Theo-Koch-Schule in Grünberg freuen. Seine Arbeit „Phasenschieflastausgleich- automatisch und intelligent“ erhielt zudem die Sonderauszeichnung für „Erneuerbare Energien“.

Den 1.Preis in Physik und einen Sonderpreis in der Kategorie „ Zerstörungsfreie Prüfung“ erhielten Torben Freitag und Tobias Meuser von der Weidigschule Butzbach. Die beiden 19-jährigen waren den „Nanoschichten auf der Spur“ und schafften es die vielen Schichten eines Silberspiegels zu entschlüsseln, ohne diesen zu zerstören.
Die Wettbewerbsteilnehmer mit Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek (ganz links), Wettbewerbsleiter Oberstudienrat Heinrich Giebhardt und dem Bosch-Patenbeauftragten Hartmut Dykmann.
Die Wettbewerbsteilnehmer mit Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek (ganz links), Wettbewerbsleiter Oberstudienrat Heinrich Giebhardt und dem Bosch-Patenbeauftragten Hartmut Dykmann.
Der 16-jährige Johannes Groh von der Lahntalschule Lahnau wurde mit dem 3.Preis im Bereich Physik für „Der Weitsprung- Welchen Einfluss hat die Anlaufgeschwindigkeit auf die Sprungweite?“ ausgezeichnet.

Während sich die Wettbewerbssparte „Jugend forscht“ an Schüler und Auszubildende im Alter von 15 bis 21 Jahren richtet, sind die Teilnehmer von „Schüler experimentieren“ zwischen zehn und vierzehn Jahre alt.

2013 konnte die jüngste mittelhessische Teilnehmerin, die elfjährige Eyleen Matejec aus Hüttenberg mit ihrer anspruchsvollen Arbeit „Teilchenkonzentration und Molmasse einer Lösung bestimmen die Hämolyse von Erythrozyten“, die sich mit der Wasseraufnahme roter Blutkörperchen befasste, auch gleich den 1. Preis im Fachgebiet Biologie für sich verbuchen.
Einen weiteren 1. Preis in Biologie erhielten Charlotte Wiesner und Mirjam Pack, die mit ihrem Versuch „Welcher Tiermist fördert das Wachstum einer Bohnenpflanze am besten?“ bewiesen, dass beim Düngen Pferdemist ganz klar dem Hühnerkot vorzuziehen ist.

Einen Sonderpreis, ein Jahresabonnement der Zeitschrift „Geolino“, erhielten Sophie Korff und Anna Rücker von der
August-Hermann-Francke-Schule Gießen. Bei ihrem Experiment „Alter Hase gegen Rotzlöffel- Lernfähigkeit und Orientierung bei Hauskaninchen im Parcour“ wiesen sie nach, dass das Jungkaninchen seinem älteren Artgenossen in Punkto Lernfähigkeit locker davon hoppelte.

Den 2.Preis im Fachgebiet Chemie erhielt Helena Lutz von der Weidigschule Butzbach für „Womit kann ich besser waschen- mit selbst hergestellter Seife, Waschnüssen oder flüssigem Waschmittel?“. Sie erhielt zudem einen Sonderpreis für „Gewässerschutz“.

Jan Reichenberger von der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar interessierte „Der Heißluftballon“. Auch wenn der selbstgebaute Ballon im Verlaufe der Versuche zerstört wurde, erhielt er für seine Forschung den 3.Preis im Bereich Physik.

Der 1. Preis im Bereich Technik wurde an die beiden 12-jährigen Alexander Kaschta und Henrik Pabst von der Weidigschule Butzbach vergeben. Sie beleuchteten die Frage ob ihr Roboter „Lego NXT im Straßenverkehr“ teilnehmen kann.

Die Weidigschule Butzbach erhielt zudem den Schulsonderpreis. Mit den 1000 Euro Preisgeld kann die Schule weiterhin ihre Schüler erfolgreich bei ihren Forschungen unterstützen.
Den Sonderpreis für Projektbetreuung erhielt Dr. Peter Brockhaus von der Wilhelm-von-Oranien-Schule in Dillenburg, der seit vielen Jahren Schülern bei ihren „Jugend forscht“-Projekten begleitend zur Seite steht.

Die Wettbewerbsteilnehmer mit Wettbewerbsleiter Oberstudienrat Heinrich Giebhardt und dem Bosch-Patenbeauftragten Hartmut Dykmann.
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Die Wettbewerbsteilnehmer mit Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek (ganz links), Wettbewerbsleiter Oberstudienrat Heinrich Giebhardt und dem Bosch-Patenbeauftragten Hartmut Dykmann.
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von:  Christiane Kowollik

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