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Für Schulanfänger: VCD rät zu Fuß zu gehen und verteilt Mobilitätsfibel

Lollar | Für viele Kinder beginnt nun das erste Schuljahr – neben der Schultüte sollte der Schulweg unbedingt mit bedacht werden, denn der ist der erste Schritt hin zur selbstständigen Mobilität. Viele Eltern haben dennoch Angst vor Unfällen und bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Was sie nicht wissen, den Kindern gehen wichtige Erfahrungen verloren. Der ökologische Verkehrsclub VCD ermutigt daher alle Eltern und Kinder zu Fuß zur Schule zu gehen – zunächst gemeinsam und dann selbstständig.

Der Gießener Kreisverband des VCD wird in Zusammenarbeit mit der Schuldezernentin Christiane Schmahl alle Grundschulen im Landkreis anschreiben und ihnen die „Mobilitätsfibel“ des VCD zur Verfügung stellen. Die Mobilitätsfibel möchte Eltern und Lehrer/-innen dafür sensibilisieren, wie wichtig ein „bewegter“ Schulweg zu Fuß oder per Fahrrad für eine gesunde, selbst-bewusste und sichere Entwicklung von Kindern ist. „Das Heft ermutigt Eltern und gibt ihnen Tipps, wie sie ihren Kindern helfen können, eigenständig mobil zu werden“, so Gerd Wiesmeier, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes.

„Wenn Kinder ihren Schulweg selbstständig
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zurücklegen, lernen sie Geschwindigkeiten und Entfernungen besser einzuschätzen, sie lernen sich zu orientieren und sammeln so wichtige Erfahrungen, um sich sicher im Verkehr zu bewegen. Diese Chance sollten Eltern ihren Kindern nicht vorenthalten“, so Anja Hänel, Referentin für Verkehrssicherheit beim VCD-Bundesverband.

Auch aktuelle Unfallstatistiken machen Mut für das zu Fuß gehen: Bundesweit ist die Zahl der verunglückten Kinder je Tausend in den letzten Jahren deutlich gesunken. Von 1.000 Kindern verunglücken pro Jahr durchschnittlich 3,2 Kinder im Straßenverkehr. Im »VCD Städtecheck Verkehrssicherheit 2012 schneiden Städte gut ab, die das Thema Verkehrssicherheit politisch und öffentlich vorantreiben. Von der Stadt Gießen und den Städten und Gemeinden im Landkreis erwartet der VCD, dass sie konsequent auf Tempo 30-Regelungen setzen und das gefährliche Gehwegparken strikt ahnden.

Um das Gefahrenpotential auf dem Schulweg möglichst gering zu halten, rät der VCD, vor dem Schulanfang gemeinsam mit den Kindern einen sicheren Weg festzulegen. Dieser muss nicht der Kürzeste sein, sollte stattdessen gefährliche Kreuzungen meiden. Um das Verhalten in möglichen Gefahrensituationen zu trainieren, empfiehlt es sich den Schulweg mehrmals gemeinsam abzulaufen. Bei einer Gehgemeinschaft, wie zum Beispiel dem Laufbus, können sich Eltern bei der Begleitung abwechseln, bis die Kinder den Weg selbständig schaffen.

Anja Hänel betont: „Es gibt viele Möglichkeiten, den Schulweg sicherer zu machen. Kein Grund also, die Kinder mit dem Auto zu chauffieren. Ganz im Gegenteil: Eltern, die ihr Kind bis vor das Schultor fahren, gefährden dabei oft die anderen Kinder durch zusätzliche Autofahrten.“ Deswegen sollten Eltern gleich ab Anfang des neuen Schuljahres das Auto stehen lassen. Weiterer Vorteil: Die Kinder treffen Freunde und kommen fit und aufnahmefähig in der Schule an.

Mehr zum Thema:
- VCD Städtecheck Verkehrssicherheit 2012: http://www.vcd.org/vcd_staedtecheck.html
- Tipps für den sicheren Schulweg: http://www.vcd.org/sicherzurschule.html
- VCD-Aktionstage »Zu Fuß zur Schule«: http://www.zu-fuss-zur-schule.de/
- VCD-Aktion Laufbus: http://www.vcd.org/vcd_laufbus.html

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