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16.Juni - Tag der Verkehrssicherheit >VCD sammelt Unterschriften für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in den Städten

Lollar | Tempo 30 kann viel bewegen für mehr Sicherheit und weniger Lärm im Straßenverkehr. Anlässlich des Tags der Verkehrssicherheit am 16. Juni macht der Gießener Kreisverband der ökologische Verkehrsclub VCD nochmals auf die Kampagne „Tempo 30 für mehr Leben!” aufmerksam. Obwohl Tempo 30 viele Vorteile hat, führt die  heutige Gesetzesgrundlage zu einem ständigen Wechsel der Geschwindigkeiten. Das ist verwirrend, verärgert und verhindert, dass die tatsächlichen Vorteile von Tempo 30 voll zum Tragen kommen. Mit seiner Kampagne fordert der VCD deshalb die Einführung von Tempo 30 als sinnvolle und stadtverträgliche Regelgeschwindigkeit.
Wie auch in weiteren hessischen Kommunen hat das Land Hessen vor wenigen Wochen in der Ortsdurchfahrt Rödgen und in der Wetzlarer Straße in Kleinlinden bestehende Tempo 30-Regelungen weitgehend aufgehoben, so dass hier wieder mit Tempo 50 gefahren werden kann. Gegen den Willen der Anwohner und der Gießener Politik – von Ortsbeiräten über Magistrat bis zur Stadtverordnetenversammlung und über alle Parteigrenzen hinweg - wurde das Rad zurück gedreht mit dem Verweis auf die geltenden Gesetze und eine angeblich fehlende Gefahrenlage.
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VCD (18)Tempo 30 (10)
Um der Landes- und Bundespolitik zu verdeutlichen, dass die Zeit für Tempo 30 reif ist, setzt der VCD auf eine Unterschriftenaktion im Internet. Auf http://tempo30.vcd.org/ können Bürger ihr Votum für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit abgeben. Daneben werden die Vorteile aufgezeigt. Sicherer, ruhiger, schöner lautet die Botschaft.
Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „Dass Tempo 30 viele gute Gründe hat, angefangen von der Erhöhung der Verkehrssicherheit bis zur Reduzierung von Lärm, darüber sind sich inzwischen viele Experten, u. a. auch der Deutsche Städtetag einig. Wir sind davon überzeugt, dass auch sehr viele Bürger Tempo 30 wollen.” Ziel des VCD ist es, bis Ende des Jahres mehrere tausend Stimmen zu sammeln. „Damit wollen wir wieder Bewegung in die festgefahrene Diskussion bringen und den Verantwortlichen in der Verkehrspolitik Mut machen, die StVO-Änderung anzuschieben, auch oder insbesondere im Wahljahr 2013”, betont Michael Ziesak.
Der Handlungsbedarf für eine Entschleunigung im Straßenverkehr ist mit Blick auf die Verkehrssicherheit schon jetzt offensichtlich: „2012 ist die Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr erstmals seit den 90er Jahren wieder gestiegen. Dieser Trend muss umgekehrt werden“, so Patrik Jacob, Vorstand des Kreisverbandes Gießen. Hierzu  sollte endlich auf wirksame Maßnahmen gesetzt werden, die Unfälle vermeiden. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Mit Tempo 30 würde ihnen mehr gleichberechtigter Raum und Schutz gewährt. Allein der Bremsweg eines Autos verdeutlicht: Mit einer Geschwindigkeit von 30km/h stoppt das Auto nach 13 Metern, das Unfallrisiko ist gering. Bei Tempo 50 ist das Auto dagegen nach 13 Metern noch in voller Fahrt.
Die Entschleunigung des Verkehrs steigert außerdem die Lebensqualität der Bürger. „Mit der Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit, würde der Lärmpegel in Städten gesenkt und die Lebensqualität erhöht. Denn Fakt ist, fahren Autos statt 50km/h 30km/h, fühlt es sich so an, als habe sich die Verkehrsmenge halbiert.”, so Anja Hänel, Referentin für Verkehrssicherheit beim VCD Bundesverband. Tempo 30 hat also nicht nur für den Verkehr, sondern auch für das Wohnen in unseren Städten große Vorteile, denn momentan fühlen sich nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums rund 60 Prozent der Bevölkerung von Straßenverkehrslärm belästigt.
Weitere Informationen zur Unterschriftenaktion finden Sie unter http://tempo30.vcd.org/

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