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Fünftagesfahrt von Gut Holz Lollar und derTurn-Gymnastikgruppe“ Er und Sie“ der TSG Lollar in den Spreewald

Lollar | Es ist schon bekannt und Tradition, dass alle zwei Jahre, über Fronleichnam, eine Reisegesellschaft vom Kegelclub „ Gut Holz Lollar“unterwegs sind. Dieses Jahr waren auch Freunde der Turn-Gymnastikgruppe „Er und Sie“ der TSG Lollar mit dabei. Es ist bereits die 12. Reise, deren Organisation jeweils die „ Chefsache“ des ersten Vorsitzenden Hans Jürgen Wieczorek ist. Das Ziel war dieses Mal der Spreewald, eine Flusslandschaft, die zu den schönsten und zugleich einzig artigsten Naturschutzgebieten Europas gehört. Die Begriffe Spee und Wald verstehen sich als urwüchsiges Binnendelta mit einem hunderte Kilometer in sich verzweigten Wasserwegenetz auf engsten Raum. Seit 1991 ist der Spreewald UNESCO Biosphärenreservat. Im Spreewald inneren ist der Kahn das Fortbewegung - und Transportmittel Nummer 1.Ein einzigartiges Kulturerbe existiert im Spreewald mit dem kleinen slawischen Volk der Sorben/Wenden. Ein Original des Spreewaldes ist die Gurke.

Wie zu erwarten pünktlich , mit 44 Reisenden an Bord, begann die Fahrt ab Lollar/ Bürgerhaus über die Autobahn in Richtung Kassel – Eisenach – Erfurt-nach Cottbus.Dort lernten
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wir während einer Stadtrundfahrt das historische Stadtzentrum zwischen Spremberger Turm und Münzturm kennen. Am lang gesteckten Altmarkt, dem zentralen Treffpunkt, mit barocken Bürgerhäusern steht ein Apothekenmuseum .Es schließt sich der dreieckige Oberkirchenplatz mit der stattlichen St. Nikolaikirche an. Die ebenfalls sehenswerte Wendische Kirche gehörte zu einem Franziskanerkloster. Prunkstück der Stadt ist ein Jugendstiltheater. Am Stadtrand liegt das barocke Schloss Branitz, ab 1846 Wohnsitz des Fürsten von Pückler - Muskau. Den Branitzer Park gestaltete er zum englischen Landschaftsgarten mit Seen, Hügeln, Bäche, Brücken und zwei Pyramiden-in einer davon wurde er bestattet. Nach der Stadtrundfahrt fuhren wir zum Hotel.

Am 2. Tag fuhren wir in den Spreewald. Zunächst besuchten wir Lübben, „das Tor zum Unteren Spreewald“. Lübben hat eine attraktive Altstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten: der Stadtmauer, dem Herrenhaus Neuhaus, die Postdistanzsäule, die Schlossinsel mit einem phantasievoll angelegten Kulturpark und Wasserspielplatz, das Lübbener Schloss und die Paul-Gerhardt- Kirche, die seit 1931 den Namen des nach Martin Luther bedeutendsten evangelischen Kirchenlied-Dichters und Pfarrer trägt und der von1669 bis zu seinem Tode 1676 als Archidiakon in Lübben wirkte.

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Leipe zum Kahnfährhafen, Ausgangspunkt für eine 2,5 Stunden romantische Kahnfahrt durch durch den Spreewald. Wir gleiten völlig lautlos durch urige Wälder und weiten Wiesen mit friedlich grasenden Rindern und Störchen mittendrin und lauschen den Stimmen der Natur. Im Gasthaus Froschkönig wurden uns beim gemeinsamen Abendessen die Spezialitäten der Spreewaldküche serviert. Pellkartoffeln, Leinöl und Quark sind noch immer das Nationalgericht im Spreewald. Und wer kennt nicht die Sauren Gurken aus Lübbenau und Gerichte wie Rindfleisch mit Meerettich, Spreewälder Eierplinse und Grützwurst mit Grieben.

Am 3. Tag fuhren wir nach Potsdam, der traditionsreichen Metropole der preußisch – deutschen Geschichte. Die alte Garnisonssiedlung und Landeshauptstadt Brandenburgs hat sich zu einem attraktiven Ausflugsziel mit schmucken Einkaufsstraßen gemausert. Hauptattraktion ist die insgesamt 500 ha umfassende Schlösser- und Parklandschaft mit rund 150 historischen Gebäuden, die seit 1990 komplett unter dem Schutz der UNESCO steht – das größte Weltkulturerbe in Deutschland. Wir besuchten Schloss Sanssouci, die Sommerresidenz von Friedrich dem Großen, an der er ganz ohne Sorgen, „sans souci“, sich von den Regierungsgeschäften entspannen konnte. Sein verspieltes Palais thront über sechs symmetrisch angelegten Weinterrassen auf einer Anhöhe. Die großen Fenster öffnen sich zum barocken Landschaftspark, zu dem 132 Stufen der Mitteltreppe hinunter führen. Auf der einen Seite des Schlosses schließen sich die NEUEN KAMMEREN mit prächtigen Rokoko-räumen, auf der anderen Seite die Gemäldegalerie mit der königlichen Kunstsammlung an.


Am 4. Tag fuhren wir in die Oberlausitz, dem kulturellen und politischen Zentrum der Sorben.
Vorab besuchten wir in Hornow die Schokoladen Confeserie. Danach war unser erstes Hauptziel Bad Muskau, der idyllischen Park- und Kurstadt an der Lausitzer Neiße, im UNESCO Welterbe der Muskauer Park seit Juli 2004. Eingebettet in einem der schönsten Landschaftsparks Europas schlummert diese Städtchen und wartet darauf von uns entdeckt zu werden. Als Geburtsstadt des genialen Landschaftsarchitekten Fürst Hermann von Pückler – Muskau hat sich Bad Muskau einen Namen gemacht. Der Exzentriker, Genießer, Frauenliebhaber, Schriftsteller und Künstler hat um Muskau herum den ersten seiner berühmten 830 ha großen Parks im englischen Stil geschaffen.

Nächste Station war die Europastadt Görlitz. Beim Betreten der Stadt wurden wir augenblicklich zum Zeitreisenden, denn auf wenigen Hundert Metern lassen sich hier schätze aus mehr als einem halben Jahrtausend europäischer Architekturgeschichte entdecken. Mit Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barocks und des Jugendstils gilt Görlitz heute als städtebauliches Gesamtkunstwerk. Dabei kommt der Stadt zugute, dass sie im zweiten Weltkrieg komplett erhalten blieb. Besonders die Häuser in der Altstadt mit ihren reichverzierten Fassaden, kunstvollen Gewölben und bemalten Decken aus den verschiedensten Epochen faszinierten uns. Nirgends in Deutschland findet man solch eine Dichte aufwendig restaurierter Baudenkmäler wie in der Stadt an der Neiße. Zu den markantesten Gebäuden zählt das Rathaus, den zwei bis heute erhaltenen Zifferblätter der Stundenuhr am Rathausturm aus dem Jahre 1524 und für die Stadt typischen Görlitzer Hallenhäuser mit ihren imposanten Kreuzgewölbe, die sich über die gesamten Breite der Eingangshallen erstrecken, boten ganzen Pferdefuhrwerken Platz.

Weiter besuchten wir die Stadt Bautzen, das Zentrum der Oberlausitz. Bekannt ist Bautzen vor allem für seine Altstadt mit den vielen Türmen oder die Vielfalt der Kultur. Ein Rundgang durch die Altstadt mit Abstechern in Kirchen, Museen oder Galerien lohnt sich. Die Gedenkstätte Bautzen, sowie der Gedenkstein KZ Groß Rosen erinnert an die kriminellen Machenschaften im Nationalsozialismus 1933-1945, an die Haftschicksale während der Stasi zeit 1956-1989, auch an die Schicksale in Bautzen 1 als sowjetisches Speziallager von 1945-1956.

Am 5.Tag besuchten wir noch den Kohletagesabbau in Welzow, West.
Dort wurde 1966 mit der Kohleförderung begonnen und bisher etwa 810 Million t abgebaut.
Danach wurde auf der gleichen Strecke, mit einem Abstecher in Dresden, wo das Mittagessen am Altmarkt eingenommen wurde, die Heimreise durchgeführt und Lollar gegen 20 Uhr erreicht. Eine sehr schöne, erlebnisreiche 1800 Kilometer Fahrt, die hervorragend organisiert war, eine Vielzahl von Superlativen bot, mit einem zuvor kommende Busfahrer , der alle Wünsche erfüllte, die bei allen Mitfahrern unvergesslich bleiben wird, ging zu Ende.

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