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B90/Die Grünen Lollar: Weiterhin Ablehnung zur Lumdaniederungsbebauung

Lollar | Auf ihrer Klausurtagung der Fraktion B90/Die Grünen in Staufenberg standen kommunalpolitische Themen im Vordergrund. Das Resümee zum ersten Jahr rot-grüne Koalition mit der SPD fiel insgesamt positiv aus. Auch die gute fraktionsübergreifende Zusammenarbeit mit allen Fraktionen wurde hervorgehoben.

Trotz diesem guten Klima und erstmaliger Koalition mit der SPD, halten die Grünen an ihren Grundsätzen fest. So wird weiterhin eine abgespeckte Lumdaniederungsbebauung, insbesondere mit der Konzeption einer Bebauung "50 plus" abgelehnt. Nach wie vor halten wir eine Frischluftschneiße im Lumdatal für die Kernstadt für erforderlich und sehen ungelöste Probleme in der Verkehrsabwicklung und dem Naturschutz. Auch die Problematik der Kanalsituation bei Starkregen sei nicht gelöst.

Insbesondere stoße die Konzeption einer Bebauung für Interessenten >50 plus50 plus< absolut nicht zukunftsfähig. Einzelne Fraktionsmitglieder sprachen von einem Angebot zur "Schaffung eines Altenghettos".

Die Anwesenden waren sich darüber einig, dass man die Problematik der Demografie in der Stadt Lollar ernsthaft angehen muss. Hierzu sollte
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beispielsweise der Beitritt zur Dorferneuerung neue Impulse enthalten. Ferner wurde beschlossen, dass man über die Stadtverordnetenversammlung den Stadtplaner Christopf Henkel beauftragen sollte, seine im Jahre 2008 aufgezeichnete Erhebung "Gebäude bezogene Bevölkerungsstruktur" für die Kernstadt zu aktualisieren und auch die Stadtteile aufzunehmen. Aufgrund aktueller Daten könne man Handlungsgrundlagen erkennen und auch darauf aufbauend ein Leitbild für die Stadt Lollar erstellen. Die Kernstadt mit ihrer 780 ha Fläche sei an ihren Grenzen angekommen. Da sei die Sicherung der Daseinsvorsorge das Wichtigste, so die Fraktionsmitglieder.

Ein weiterer Schwerpunkt der Klausurtagung beinhaltete das Auslaufen des Projekts "Soziale Stadt". Hierbei stellte sich die Frage, wie viele und welche Stellen könne sich die Stadt Lollar im sozialen Bereich bei einem defizitären Haushalt zukünftig leisten. So wurde die Stelle des Gemeinwesenarbeiters bereits zum 30. Juni 2012 gestrichen. Jugendpflege und Integrationsbeauftrage seien zwingend notwendig und müssten auch nach dem Ende des Programms "Soziale Stadt" weiterhin in der Stadt verbleiben.

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von:  Gerhard Born

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