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„Über Depressionen spricht man nicht“- Evelin Forttes Buch will Betroffenen Mut machen

Evelin Fortte liest aus ihrem Buch "Über Depressionen spricht man nicht"
Evelin Fortte liest aus ihrem Buch "Über Depressionen spricht man nicht"
Lollar | Während am vergangenen Samstagmorgen Menschen durch den Real-Markt in Lollar eilten und ihre Wochenendeinkäufe erledigten, hatte sich in der Buchabteilung eine kleine Gruppe eingefunden, um der ersten im Markt veranstalteten Autorenlesung zu lauschen. Die Lollarerin Evelin Fortte las aus ihrem Buch „Über Depressionen spricht man nicht“. Das gute Dutzend Stühle war schnell besetzt. Dass immer wieder Kunden stehen blieben um zuzuhören zeigte,dass das Thema viele Menschen interessiert.
„Tabus zu brechen fällt leichter, wenn man anderen Betroffenen damit helfen kann“, meint Evelin Fortte- und hat genau dies getan. In ihrem Buch „Über Depression spricht man nicht“ schildert sie ihren langjährigen Leidensweg und wie sie es schließlich schaffte mit professioneller Hilfe aus dem Teufelskreis dieser immer noch tabuisierten Krankheit auszubrechen. „Depressive Menschen haben keine Lobby“, meint die Autorin- im Gegensatz zu den Betroffenen des geradezu hippen „Burn-Out-Syndroms“, das das nahezu gleiche Krankheitsbild zeigt, jedoch viel moderner klingt. „Wir brauchen keine Gefühlsduselei und kein falsches Mitleid, sondern die Anerkennung unserer Krankheit“.
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Der erste Teil ihres Buches befasst sich mit ihrer eigenen Leidensgeschichte. Der zweite Teil dient als Ratgeber für Freunde und Familie. Nach jahrelangem Ärztemarathon bei dem höchstens die Symptome behandelt wurden, aber die eigentliche Ursache ihrer Probleme unangetastet blieb, und einem immer stärkeren Rückzug aus dem Leben fand sie schließlich Hilfe in einer Kureinrichtung Nahe der französischen Grenze. Fern des Alltags und der mobbenden Kollegen fand sie wieder zu sich selbst, und kehrte gestärkt zurück. „Ich kann heute behaupten, dass die Depression mich stark gemacht hat“, sagte Fortte. Sie möchte anderen Kranken mit ihren Schilderungen keine Angst machen, sondern ihnen Mut zu sprechen.
Im Anschluss an die Lesung nahm sich die Autorin, die das Schreiben des Buches als Teil ihres Heilungsprozesses versteht, die Zeit mit interessierten Zuhörern zu sprechen. Das Buch ist im österreichischen „novum pro“-Verlag erschienen und im Internet erhältlich oder im Buchhandel zu bestellen unter ISBN 978399003330-2

Evelin Fortte liest aus ihrem Buch "Über Depressionen spricht man nicht"
Evelin Fortte liest aus... 
Turgay Güler und Petra Meckbach vom real-Markt Lollar überreichen Evelin Fortte (Mitte) einen Präsentkorb
Turgay Güler und Petra... 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.428
Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.04.2012 um 10:26 Uhr
Ich habe es als Familienmitglied erlebt. Aber alles nützt nicht, wenn der Betzrfffene sich gegenüber den behandelnden Ärzten nicht gänzlich öffnet. Dies können nur den richtigen Weg weisen, wenn sie alles über ihren Patienten wissen.
Hallo Lieber Leser
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Christiane Kowollik
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