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Radwegeführung - Lollarer B90/DIE GRÜNEN sind über den Landkreis verärgert

Fehlendes Teilstück - Aus Richtung Fronhausen kommend
Fehlendes Teilstück - Aus Richtung Fronhausen kommend
Lollar | Auf der jüngsten Mitgliederversammlung der Lollarer Grünen in Ruttershausen standen kommunalpolitische Themen im Vordergrund. Zunächst wurde unter dem Vorsitz von Marko Martin einstimmig beschlossen, dass man die Freiwillige Feuerwehr bei ihren Nachwuchsbemühungen unterstützen sollte. Einstimmig wurde beschlossen, den neu gegründeten "Flammenwichteln" passend zur Notrufnummer 112,- Euro zu spenden.

Fraktionsvorsitzende Heidi Alt berichtete, dass auf Antrag der Grünen im Zuge der Beratungen zum Nachtragshaushalt die Arbeit der Integrationsbeauftragten für zwei weitere Jahre abgesichert wurde. Über den Magistrat habe man angeregt, auch in Lollar den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. Nachforschungen wurden bereits aufgenommen. "Wir gehen davon aus, dass die Stadt Lollar im Sommer 2012 sog. >Stolpersteine< zum Gedenken der Opfer verlegen werde.

Zum fehlenden Teilstück des Odenhäuser Lahn-Rad-Wanderweges, wies die Stadtverordnete Evelin Schneider-Willms hin. Dieses Thema werde wiederum den Ortsbeirat beschäftigen. Hierzu berichteten die Magistratsmitglieder (Marko Martin und Gerhard Born), dass
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sich der Landkreis Gießen weigere, dieses Teilstück finanziell zu tragen. Aufgrund der Einwände der Unteren Naturschutzbehörde musste der Radweg mit einem teuren und für Radfahrer unübersichtlichen Bypass gebaut werden. Ein im Auftrag der Stadt Lollar erstelltes Artenschutzgutachten habe im Jahre 2009 den Beweis geliefert, dass alle Bedenken der Unteren Naturschutzbehörde nicht zutrafen. Folgerichtig habe man sodann den Landkreis aufgefordert, zumindest den Lückenschluss von ca. 300 Metern in seiner finanziellen Verantwortung fertig zu stellen. Dies habe der Landkreis mit dem Hinweis, dass sich zwischenzeitlich die Richtlinien geändert haben und somit die Stadt diesen Lückenschluss jetzt erstellen könne, abgelehnt. Nach Ansicht der Lollarer Grünen sei das Verhalten, wie sich der Landkreis aus seiner Verantwortung stiehlt, schlicht ergreifend ein Skandal.

Einen Vorschlag zur Veränderung der Parksituation im Bereich der Marburger Straße zwischen der Einmündung "Am alten Bahnhof" bis zur "Querspange" nach Ruttershausen brachte Marko Martin in die Versammlung ein. Er wies zunächst darauf hin, dass die Stadt Lollar mittelfristig über keine finanziellen Mittel verfüge, um die Landesstraße L 3475 verkehrsgerecht zurück zu bauen. Dies
Fehlendes Teilstück - Aus Richtung Lollar kommend
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habe die Stadt vor Jahren, entgegen den Hinweisen der Lollarer Grünen, als hierzu noch Landesgelder nach der Umwidmung der B 3 zur Landesstraße zur Verfügung standen, verschlafen. Martin schlug vor, in diesem Bereich die Parkflächen jeweils abwechselnd schräg statt seitlich zur Straße anzuordnen. Die Straße selber werde dadurch auch verschwenkt, was die Fahrgeschwindigkeit verringere. Ferner könnten dadurch kritische Situationen beim Öffnen von Fahrzeugtüren vermieden werden. Allerdings werde dieser Vorschlag sehr wohl auch Geld kosten, zumal in Fahrtrichtung Marburg im Bürgersteigbereich eine Querrinne vorhanden sei. Er schlug eine Prüfung und Kostenermittlung durch das Landesamt für Straßen und Verkehrswesen vor. Einstimmig sprachen sich die Anwesenden für die Einbringung eines Prüfauftrages über die Stadtverordnetenversammlung aus.

Bereits im Jahre 2009 wurde auf Antrag der Grünen in der Stadtverordnetenversammlung eine Planungsvereinbarung zur Modernisierung und barrierefreier Ausbau der Verkehrsstation Lollar beschlossen. Grundlage sei ein Planungsvorschlag der Lollarer Grünen aus dem Jahre 2004. Die Magistratsmitglieder Born und Martin berichteten, dass am 18.10.2011 eine Auftaktbesprechung am Bahnhof Lollar mit allen Beteiligten erfolgte. Ziel sei u.a. die Öffnung des Bahnhofes zur Innenstadt und analog unserer Bemühungen seit 1997, eine bahnhofsnahe Bushaltestelle einzurichten.
In der Diskussion wurde von der Stadtverordneten Petra Schubert das desolate Erscheinungsbild des Bahnhofgebäudes angesprochen. Die Grünen gehen davon aus, dass es sich um ein Abschreibungsprojekt handelt. Es wurde beschlossen, dass der Magistrat eruieren solle, ab wann die Stadt eine Zugriffsmöglichkeit auf das Anwesen habe. Die Anwesenden waren sich abschließend darüber einig, dass eine Millionenschwere Sanierung des Bahnhofsumfeldes ohne Gebäude jedenfalls hinterfragt werden müsse.

Fehlendes Teilstück - Aus Richtung Fronhausen kommend
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Fehlendes Teilstück - Aus Richtung Lollar kommend
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Das fehlende Teilstück
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von:  Gerhard Born

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