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Katze im Jutesack

Lollar | Aufgrund eines Hinweises bezüglich nicht artgerechter Haltung von Katzen wurde am Freitag eine Wohnanschrift in Calbach vom Veterinäramt und der Polizei aufgesucht. Der 54jährige Eigentümer eines ehemaligen Bauernhofs zeigte sich überrascht und konnte den Vorwurf nicht verstehen. Als sich die Beamten aber den Heizungsraum zeigen ließen, trauten sie ihren Augen nicht. In dem Raum stand ein 5 Liter Eimer. Der Eimer war mit einem Getränkekasten beschwert. In dem Behältnis befand sich ein Jutesack. Dieser wurde durch Mitarbeiter des Veterinäramtes geöffnet. Zum Vorschein kam ein wenige Tage altes Katzenjunges. Es war schon sehr schwach und hätte wohl nur noch wenige Stunden in diesem Sack ohne Futter und Licht überlebt. Nach Angaben des 54järhigen steckte er die Katze bereits am Mittag des Vortages in diesen Sack. Warum er dies tat, konnte bzw. wollte er nicht erklären. Die Beamten gehen aber davon aus, dass er die Katze solange im Sack gelassen hätte, bis sie aufgrund von Futtermangel verendet wäre. In einer Garage auf dem Anwesen unter Gerümpel konnten noch zwei weitere Jungkatzen vermutlich aus dem gleichen Wurf aufgefunden werden. Alle drei Jungkatzen wurden zusammen mit der Mutterkatze vom Veterinäramt dem Eigentümer weggenommen. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetzt gegen den 54jährigen ein.

Quelle: Pressestelle Polizei Friedberg

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
38.591
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.07.2011 um 21:21 Uhr
Es ist eine Schande, solche Menschen müssten hart bestraft werden. Leider werden solche brutalen Taten noch oft als Kavaliersdelikt behandelt.
Ich stelle morgen einen Winzling vor, der heute aus einem Auto geworfen wurde.
Bernd Zeun
11.645
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 19.07.2011 um 23:51 Uhr
Na, nicht gleich übertreiben, es sind immer noch Ausnahmen, zum Glück. Sonst fänden ja viele der hier vorgestellten Tiere keine Abnehmer. Was in solchen Leuten vorgeht, kann ich aber auch nicht nachvollziehen, meiner Meinung nach sind sie krank. Allerdings wissen sie schon noch was sie tun und gehören deshalb auch bestraft.
Ilse Toth
38.591
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.07.2011 um 14:49 Uhr
Leider sind es keine Ausnahmen- natürlich auch nicht die Regel. Doch der quälerische Umgang mit den Tieren nimmt wieder zu. Es ist billiger, kleine Katzen zu "entsorgen" anstelle das Muttertier kastrieren zu lassen. Eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen ist die einzige Lösung, unerwünschten Katzennachwuchs zu verhindern und damit das Töten der Welpen. Im Marburger Hinterland und auch im Vogelsberg (als Beispiel) ist es heute noch üblich, Katzen nicht zu füttern. Sie sollen Mäuse fangen!
Es ist ein unendliches Thema. Nur die Rechtssprechung kann helfen, indem quälerischer Umgang mit Tieren hart bestraft wird. Nur über den Geldbeutel kann man solche Menschen zur Ordnung rufen.
Andrea Mey
10.946
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 20.07.2011 um 17:39 Uhr
Wie kann dieser widerliche Mensch einem kleinem Kätzchen solch unsägliches Leid zufügen? Dieser Tierquäler nahm billigend in Kauf, daß das kleine Kätzchen einen langsamen, qualvollen Tod stirbt. Das ganze natürlich im dunklen Heizungskeller, damit er das Wimmern des kleinen Kätzchen nicht hört. Wie krank muß ein Mensch im Kopf sein, um so etwas zu tun?
Es wird höchste Zeit, die Katzenschutz-Verordnung bundesweit eingeführt wird, Hamburg, Berlin und Niedersachsen gehen mit gutem Beispiel voran!
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