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Die Polizei hatte alles im Griff beim NPD Aufmarsch

Lollar | Während in der Innenstadt friedlich gefeiert wurde, bereitete sich die Polizei mit über 5000 Einsatzkräften aus 5 Bundesländern auf den Aufmarsch der NPD vor.

Unter dem Motto "Der Staat ist am Ende - Wir sind sind die Wende" versuchte die rechtspopulistische Partei in Gießen Fuß zu fassen und neue Mitglieder zu gewinnen. Von einem starken Polizeiaufgebot begleitet und abgeschirmt, maschierten sie dann, auf einer hermetisch abgeriegelten Strecke vom Hauptbahnhof bis zur Weststadt und wieder zurück.

In Höhe Eisenbahnunterführung Rodheimer Straße wurden sie von ca. 1000 Gegendemonstranten erwartet, die von der Polizei abgeschirmt lautstark ihrem Unmut über diesen Aufmarsch kundtaten.

Im Vorfeld des Aufmarsches hatten bereits antifaschistische Gruppen versucht einen Bahnsteig und den Bahnhofsvorplatz trotz Versammlungsverbotes zu blockieren. Sie wurden von den Ordnungskräften gezielt richtig Innenstadt geführt.

Im Laufe des Tages zogen mehrfach Gegendemonstrationen durch die Stadt, die lautstark klarmachten, das rechtes Gedankengut in Gießen unerwünscht.

Trotz einiger Schaufenster, die zu Bruch gingen und einiger Rangeleien zwischen Polizei und Gegendemonstranten, vermeldete die Polizei einen ruhigen Ablauf und es zeigte sich das die Deeskalationstaktik voll und ganz aufgegangen war.

Gießen bleibt bunt und freut sich schon auf das Stadtfest. Ohne großes Polizeiaufgebot.


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Kommentare zum Beitrag

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Thomas Pfund aus Gießen schrieb am 17.07.2011 um 00:05 Uhr
Mehr Infos findet man hier!
www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36090&key=standard_document_42063415
Antje Amstein
5.997
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 17.07.2011 um 03:14 Uhr
Andrea Mey
10.166
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 17.07.2011 um 11:36 Uhr
Es war ein schönes, großes "kleines" Stadtfest, viele verschiedene Kulturen haben friedlich zusammen gefeiert.
Den ca. 135 unerwünschten Nazis hat Gießen auf wunderschöne Weise Paroli geboten.
Sollten die Rechtsradikalen wirklich geglaubt haben, hier neue Anhänger gewinnen zu können, so haben sie in Gießen gemerkt, daß sie fehl am Platz sind!
Christian Momberger
10.886
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 29.07.2011 um 22:53 Uhr
Stimmt Frau Amstein, der Artikel ist in der Tat etwas einseitig und durchaus auch die Rechten verharmlosend.

Wenn Herr Jungbluth z. B. die NPD als "rechtspopulistische Partei" bezeichnet, so ist das m. E. eine absolute Verharmlosung und Verkennung dieser Partei. Für mich ist sie eine offen faschistiode Organisation.

"Sollten die Rechtsradikalen wirklich geglaubt haben, hier neue Anhänger gewinnen zu können,"

Darum ging es den Rechten gar nicht. Ihr Ziel war, durch Gießen marschieren zu können um zu zeigen, dass sie auch in Gießen ungehindert laufen dürfen und Fuß fassen können. Die Aufmarsch der NPD am 16.07. war nämlich der erste Versuch seit 40 Jahren, eine Demo in Gießen durchzuführen. 1971 wurde die im Anschluss an einen in der Kongresshalle durchgeführten NPD-Landesparteitag geplante Demo erfolgreich völlig gewaltfrei und friedlich durch massive Anwesenheit von Gegnern verhindert. Die NPD verließ nach Ende des Parteitages Gießen auf schnellstem Wege. Und ihr Ziel haben sie vollumfänglich erreicht. Jetzt wissen, sie dass sie z.B. nächstes Jahr erneut durch Gießen ziehen könn(t)en, denn warum sollte es dann nicht auch seitens Stadt und Polizei genehmigt und durchgesetzt werden.

"so haben sie in Gießen gemerkt, daß sie fehl am Platz sind!"

Dies haben sie m.E. mitnichten gemerkt, denn sie konnten ja ungehindert und von der Polizei zuvorkommend behandelt aufmarschieren. Dass weitab in der Innenstadt ein Volksfest gefeiert wurde, interessierte und störte die Rechten nur bedingt. Etwas mehr schon dürfte es die Rechten gestört haben, dass am Oswaldsgarten rund 2.000 Gegendemonstranten standen. Aber auch die stellten kein wirkliches Problem für die Rechten dar.

"Den ca. 135 unerwünschten Nazis hat Gießen auf wunderschöne Weise Paroli geboten."

Naja, die Gießener Society hat in der Innenstadt zwar gesagt, dass sie gegen die Nazis sei, aber wirklich Paroli, d.h. Widerstand, wurde den braunen Marschierern seitens der Verantwortlichen in der Stadt ja nicht geboten.

Natürlich fand und finde ich es absolut begrüßenswert, dass sich so viele Parteien, Gruppen, Verbände, Personen, etc. an dem breiten Bündnis "Gießen bleibt bunt!" beteiligt haben. Aber wo gerade der Stand der Stephanusgemeinde, einer Kirchegemeinde in der Weststadt angesprochen wird. Hätte man nicht die Stände in der ganzen Stadt verteilen sollen, so dass es kein mögliches Aufmarschgebiet mehr für die Nazis gegeben hätte. Hätte nicht z.B. die Stephanusgemeinde ihren Stand auf der Sachsenhäuser Brücke oder in der Krodorfer Straße durchführen können. Also ich denke es hätte da schon mehr Möglichkeiten gegeben, sich den Nazis friedlich aber bestimmt in den Weg zu stellen.
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von:  Jörg Jungbluth

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Jörg Jungbluth
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