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LTi Gießen 46ers: Nach Sieg über MBC Klassenerhalt wieder greifbar nah!

von Georg Gigleram 18.04.2011672 mal gelesen1 Kommentar
Lollar | Nach dem vor allem in der 1. Hälfte indiskutablen und desaströsen Auftritt am Freitag gegen das Trierer Team waren die Erwartungen der Fans an das sonntägliche letzte Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC gespalten. Die einen hofften an die
Leistung der 2. Halbzeit anknüpfen zu können, in der die Gießener nach einem 17:38 Pausenrückstand bis auf vier Punkte herankamen, letztlich die Partie aber mit 53:63 verloren geben mussten. Der Wille zum Kampf gegen den drohenden erstmaligen Abstieg aus der höchsten deutschen Spielklasse war nach der Pause erkennbar, doch die Hypothek, im ersten Viertel lediglich 4 !!! Punkte erzielt zu haben, sollte sich als zu groß erweisen. Die anderen fürchteten wieder einen schlechten Start in die Partie und das dadurch entstehende völlige Verlieren des Selbstvertrauens ihres Teams und einen Abstieg bereits am heutigen Sonntag!
Nun: Die Ausgangslage war klar - Den Gießen 46ers hätte ein Sieg mit 17 Punkten Differenz nach der 65:81 Hinspielniederlage in Weißenfels beim heutigen Gegner Mitteldeutscher BC zum vorzeitigen Klassenerhalt verholfen, da der direkte Vergleich dann für Gießen
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gesprochen hätte und sie im letzten Spiel selbst bei einer Niederlage und gleichzeitigem MBC-Erfolg gegen Göttingen bei Punktgleichheit die Nase vorn gehabt hätten. Hilfreich für diese Konstellation war natürlich die Niederlage des MBC am Freitag in Tübingen. Sehr ungünstig für Gießen war allerdings der Bayreuther Sieg am Freitag gegen die Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt, die damit zwei Punkte Vorsprung vor den heutigen Kontrahenten haben sollten. Die wenigsten Optimisten rechneten aber wohl mit einem so deutlichen Sieg und so schien die bestehende Gefahr
einer Niederlage die Gesichter mancher Besucher zu lähmen, da bei einem Sieg Bayreuths beim als Absteiger bereits feststehenden Düsseldorfer Team unweigerlich der Gießener Abstieg betrauert werden müsste. Die schnelle Führung des MBC bestärkte diese Meinung, doch anders als am Freitag fing sich die Gießener Mannschaft, zeigte vor allem in der Offensive eine gute Leistung, wenn auch dem Gegner in der Abwehr zu leichte Körbe ermöglicht wurden. Der Pausenstand von 51:42 für Gießen -nach einem Wahnsinnswurf von Maurice Jeffers mit der Schlusssirene erzielt- beruhigte die eigenen Fans und gab Anlass zur Hoffnung, mit einem Kraftakt tatsächlich den direkten Vergleich für sich entscheiden zu können. Beim 59:42 war dies dann tatsächlich erstmals erreicht. Die Osthalle wurde ihrem Ruf als "Osthölle" endlich wieder einmal gerecht. Einige Unkonzentriertheiten, die zu unnötigen Ballverlusten vor allem im Spielaufbau führten, sorgten im weiteren Verlauf aber dafür, dass der MBC wieder herankam. Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen taten ein Übriges und so bangte man vor dem entscheidenden Viertel, ob die Kraft nach dem intensiv geführten Spiel reichen sollte, die Weißenfelser niederzuringen. Das vierte Foul von Maurice Jeffers sorgte dafür, dass er aufgrund des drohenden Ausschlusses zunächst auf der Bank Platz nehmen durfte. Der MBC konnte erneut verkürzen, der Gießener Sieg aber nicht mehr in Gefahr. Zwei Minuten vor dem Ende war das Momentum wieder auf Gießener Seite. Nun bekamen die Mitteldeutschen Foulprobleme und die Zuschauer in der Halle hofften nochmals auf den vorzeitigen Klassenerhalt, der letztlich aber dann doch noch nicht gefeiert werden konnte. Nach dem 81:71 Sieg (Topscorer mit 22 Punkten war nach endlich wieder überzeugender Leistung Zachery Peacock) wussten die Gießener Fans daher auch nicht so recht, ob sie sich über den Sieg freuen sollten, oder der verpassten Chance des sofortigen Klassenerhalts nachtrauern sollten. Eine knappe Stunde später, als der überraschende Sieg Düsseldorfs über Bayreuth feststand, war in der Gießener Basketballwelt doch eine gewisse Erleichterung zu spüren, das Abstiegsgespenst wiederum erfolgreich vertreiben zu können. Die nach solch einem erfolgreichen Saisonstart(10:2 Punkte) gezeigten Leistungen, die des öfteren vor allem darin gipfelten, keinerlei Wille und Kampfesgeist im Team entdecken zu können, führten aber im Laufe der Saison zu einem tiefen Riss zwischen Fans und Mannschaft, wobei dem Team zu Recht!? eine Söldnermentalität vorgeworfen wurde. Bleibt zu hoffen, dass eine erfolgreichere Spielerauswahl eine Symbiose zwischen Mannschaft und Fans im nächsten Jahr zur Folge hat, wenn es hoffentlich weiter um Bundesligapunkte geht. Die Aufsteiger aus Würzburg und München werden sicherlich kein Kanonenfutter darstellen; der Nichtabstieg somit noch schwerer werden.
Zunächst aber können es die LTi Gießen 46ers aus eigener Kraft schaffen, die Liga zu erhalten, wenn am kommenden Samstag im Auswärtsspiel Hagen besiegt wird. Sollte dies nicht gelingen, muss gehofft werden, dass entweder Bayreuth beim Tabellenführer in Bamberg verliert, wobei die Gefahr besteht, dass die Bamberger sich bereis für die Play-Off-Spiele schonen , oder dass der MBC daheim gegen die noch um einen Play-Off-Platz kämpfenden Göttinger verliert.
Alles scheint noch möglich- am Samstag wird gegen 22 Uhr feststehen, ob der Gießener Dino der Bundesliga weiter erhalten bleibt oder nicht. Daumen drücken hilft vielleicht...

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.921
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.04.2011 um 12:45 Uhr
Na dann drücke ich den 46er ganz fest die Daumen!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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