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Grüne fordern Zughalte aller HLB-Züge in Friedelhausen

von Gerhard Bornam 27.02.20111056 mal gelesen4 Kommentare
Lollar | Auf der jüngsten Mitgliederversammlung der Lollarer Grünen, die am 24.02.2011 im Lollarer Schwimmbadcafe erfolgte, standen Themen zur Kommunalwahl im Mittelpunkt der Beratungen. Zunächst wurde festgelegt, dass die Grünen an den letzten drei Samstagen vor der Kommunalwahl im Bereich Giessener Straße/Bahnhofstraße wieder vormittags mit einem Infostand vertreten sein werden.

Erfreut sei man über die Tatsache, dass die Grünen im Lumdatal wieder in allen vier Kommunen zur Kommunalwahl angetreten seien. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, dass man den in 1988 gegründeten "Grünen Lumdatalverband" wieder aktivieren solle.

Mit der Fahrplanumstellung am 12. Dezember 2010 wurden Teilleistungen auf der Main-Weser-Bahn an die Hessische Landesbahn (HLB) vergeben. Hierdurch sind am DB-Haltepunkt Friedelhausen von montags bis freitags täglich 11 Zughalte entfallen. Malte Eiff wies darauf hin, dass die Fahrzeiten mit dem MittelHessenExpress mit den stündlichen Halten an allen Stationen zwischen Marburg und Giessen Hbf und den neuen FLIRT-Fahrzeugen der HLB annähernd identisch seien. Es sei (gerade für Bürger der Stadtteile Odenhausen und Salzböden) vollkommen unverständlich, dass die Stationen in Niederweimar und Friedelhausen durch die HLB ausgelassen würden, obwohl die Triebwagen spurtstärker seien.

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Fraktionsvorsitzender Marko Martin teilte mit, dass es aus Lollarer Sicht zumindest erfreulich sei, dass seit dem Fahrplanwechsel am Bahnhof Lollar um 5.56 Uhr ein weiterer Zug in Richtung Frankfurt halte. Im Vergleich würden im Jahre 2011 fahrplanmäßig am Bahnhof Lollar 20.441 und in Friedelhausen 14.906 Zughalte erfolgen. Grotesk seien hierbei auch die neuen Stationspreise der DB. Neben den Trassenpreisen müsse der Rhein-Main-Verkehrsverbund als Aufgabenträger für die Zughalte in Friedelhausen 42.333,- €, für Lollar aber "nur" 39.451,- € an die DB-Station&Service bezahlen, obwohl am Bahnhof Lollar etwa 1/3 mehr Zughalte erfolgten.

Magistratsmitglied Gerhard Born sprach an, dass die entfallenen Zughalte in Friedelhausen bereits Beratungsgegenstand im Ortsbeirat Odenhausen gewesen seien. Er habe die Zusage von Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek, dass in Kürze ein entsprechendes "Protestschreiben" an den Rhein-Main-Verkehrsverbund erfolge.

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Kommentare zum Beitrag

Jörg Jungbluth
5.133
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 27.02.2011 um 23:01 Uhr
Und wer soll die Kosten für die Lumbdabahn bezahlen? Natürlich der Steuerzahler. Für mich rausgeworfenes Geld.
Lumdatal Bahn
379
Lumdatal Bahn aus Allendorf (Lumda) schrieb am 03.03.2011 um 14:52 Uhr
Sehr geehrter Jörg Jungbluth,
diesen Satz mag ich ganz gerne kommentieren.
Der -wie sie schon ansatzweise richtig schreiben- Steuerzahler bezahlt ALLE Nahverkehre, egal ob Regionalbahn oder Linienbus. Egal auch wo diese Verkehre angeboten werden.
Ausnahmen sind ausschließlich die eigenwirtschaftliche Verkehre.
Die Lumda (nicht Lumbda) -talbahn ist eine radial auf Gießen zuführende Verkehrachse mit mehrfach gutachterlich ermitteltem Fahrgastaufkommen von um 4.000 Fahrgästen. Der Individualverkehr nutzt in etwa die gleichen Achsen, weil Gießen als Zentrum und Lollar als Unterzentrum wirkt.
So denn innerhalb eines neuen standartisierten Bewertungsverfahrens ein positives Ergebnis erzielt wird, und das darf anhand 4000 Fahrgästen bei fairem Verfahren sogar zugebilligt werden, ergibt sich daraus ein volkwirtschaftlicher Nutzen.

Wenn ihre Bemerkung, es handele sich um "rausgeschmissenes Geld" sich also auf den Schienenpersonennahverkehr allgemein bezieht, müßten ergo alle Verkehrsleistungen bis auf den IC Verkehr und ganz wenige Buslinien dieser Kritik unterzogen werden folgerichtig komplett alle abbestellt werden.
Treffe ich damit Ihre Meinung zum ÖPNV?

Die von Herrn Skotarzyck angesprochenen Verkehre beziehen sich auf eigenwirtschaftliche Verkehrs-Leistungen

Kein Fahrgast des ÖPNV wird Ihnen Vorschriften machen, wie Sie sich Ihre individuelle Mobilität für sich selbst gestalten. Umgekehrt mag das dann aber auch gelten.

Die Lumdatalbahn ist zur Reaktivierung besonders zu empfehlen.

Die Prüfung ob die Stationsbenutzungsentgelte für Lollar und Friedelhausen gerecht sind, muß durch eine höhere Stelle erfolgen. Eventuell sogar durch die Bundesnetzagentur.
Behindertengerechter Zugang ist Lollar nur mit Einschränkungen und Gleis 2 schon gar nicht möglich.
Lumdatal Bahn
379
Lumdatal Bahn aus Allendorf (Lumda) schrieb am 04.03.2011 um 12:28 Uhr
Es wird wohl nicht umhin gehen, die exakten Daten der beiden Stationen selbst zu erheben und zu katalogisieren.
So ein Bahnhofskataster gab es mal für den benachbarten Wetteraukreis.
Um hier aber stichhaltig zu argumentieren muss präzise beschrieben werden, was Sache (Equipment) ist.
Vielleicht wäre ein Vergleich mit Gi.-Oswaldsgarten auch ganz interessant.
Gerhard Born
287
Gerhard Born aus Lollar schrieb am 04.03.2011 um 19:50 Uhr
Der Vergleich mit Gi.-Oswaldsgarten: Im Jahre 2010 war G.-Oswaldsgarten in der Preisstufe 5, pro Halt 2,98 €; Bf Lollar und Hp Friedelhausen in der Preisstufe 6, pro Halt 2,42 €.
Mit den neuen Preisstufen(system) im Jahre 2011 wird es dann makaber: Gi.-Oswaldsgarten und Bf Lollar in der Preisstufe 5, pro Halt 1,93 €; Hp Friedelhausen in der Preisstufe 6, pro Halt 2,84 €.
Hochgerechnet für 2011 bedeutet dies: Für die Halte Gi-Oswaldsgarten (17.942 Halte) sind 34.628 €, Bf Lollar (20.441 Halte) sind 39.451 € und Hp Friedelhausen (14.906 Halte) sind 42.333 € zu entrichten.
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Gerhard Born
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