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Wie eine Katze das Leben verändert

Lollar | Eigentlich bin ich ja ein Hundemensch. Und da mein Schatz ja schon 5 Katzen hat, bräuchte ich eigentlich keine eigene. Eigentlich.

Dann kam mein Schatz auf die Idee, dass eigentlich eine ihrer Katzen, mein Leben versüßen sollte. Eine verrückte Idee, die aber schnell verworfen wurde, denn ein Anruf veränderte alles. Die Tochter einer Nachbarin lies Anfragen ob wir eine Katze aufnehmen könnten, die eigentlich ihrer Mutter gehört. Da sie aber aus gesundheitlichen Gründen, nicht mehr in der Lage ist, sich um die Katze zu kümmern, musste die Katze ein neues Zuhause finden. Ich erklärte mich sofort bereit, die Katze solange aufzunehmen, bis sich ein passender Besitzer gefunden hatte. Also wollte ich die Katze nur auf Zeit aufnehmen. Eigentlich.

Die Sache war genau durchgeplant. Wir schauen uns die Katze an, ich mache ein paar Fotos und die Katze sollte vermittelt werden. Eigentlich eine ganz einfache Sache. Eigentlich.

Da es nur ein paar Meter bis zum Haus der Nachbarin waren, standen wir nach kurzer Zeit vor ihrer Haustür und die Tochter öffnete uns die Tür. Und dann sah ich sie. „Lorchen“
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eine 12jährige Schönheit, die mir sofort um die Beine strich und mich umgarnte. Von diesem Moment an wusste ich, das diese mir gehören würde. Leider gab es da aber noch ein Problem. Ich bin gerade am umziehen und die Wohnung noch nicht katzengerecht. Also vereinbarten wir dass die Katze noch ein paar Tage bei der Tochter blieb, damit wir alle Vorbereitungen treffen können.

Nach ein paar Tagen war es dann soweit. Wir holten die Katze. Mit Hilfe von Futter wurde sie in die Transportbox gelockt und dann ging es zum Gesundheitscheck zu der Tierärztin unseres Vertrauens. Als sie dann feststellte dass die Katze kerngesund und frei von Untermietern ist (ich hatte auch nichts anderes erwartet), fuhren wir dann zu mir nach Hause. Dort öffnete ich die Transportbox und die Katze inspizierte die Wohnung und verschwand unter meiner Couch. Dort verbrachte sie die Zeit bis ich mich in mein Bett begab. Dann wurde sie mutig und untersuchte mich gründlich. Ich spürte wie sie über mein Bett wanderte, was ich mit einem innerlichen Grinsen quittierte. Dann schlief ich wieder ein.

Am anderen Morgen begab ich mich ins Wohnzimmer, schaute unter die Couch und sofort kam sie mir entgegen. Mit einem leisen Miauen strich sie mir um die Beine und
innerlich spürte ich, dass sie sich wohlfühlte. Innerhalb kürzester Zeit hatte sie die Wohnung als ihr neues Zuhause akzeptiert und lies das auch spüren. Jeden Schritt den ich mache, wird von ihr überwacht und auch entsprechend kommentiert. Und mit jedem Tag wird immer mehr Unsinn angestellt. Egal ob eine Dose mit Leckerlie von der Arbeitsplatte geworfen, oder im unbeobachteten Augenblick ein Butterkeks gestohlen wird, mit ihr wird es nie langweilig.

Mittlerweile hat sie auch schon festgestellt, dass ein Bett sehr gemütlich ist und man nachts sehr nah bei seinem Dosenöffner liegen kann. Also ist mir auch diese Freiheit schon genommen worden. Mal sehen was als nächstes passiert.

Morgen ist sie nun 1 Woche bei mir und mir kommt es vor als wäre sie schon Jahre bei mir. Und ich hoffe auch das sie trotz ihrer 12 Jahre noch viele Jahre an meiner Seite ist. Denn weggeben werde ich sie nie wieder. Auch könnte ich mir nicht vorstellen, was diese Katze erleben würde, wenn sie in einem Tierheim gelandet wäre. Vermutlich würde sie dort jämmerlich eingehen, denn sie lässt mich täglich spüren, wie sehr sie sich wohlfühlt und ihre Kuscheleinheiten einfordert.

Gerade jetzt während ich diesen Artikel schreibe, liegt sie an mir gekuschelt auf der Couch und schaut immer zu mir, als wollte sie Danke sagen. Danke dass du mich aufgenommen hast.

Und ich lasse sie spüren, dass ich es gerne getan habe. Und ich würde es jederzeit wieder tun. Denn jedes Tier hat ein Recht auf ein gutes Leben und dass man sich ihrer annimmt.

 
 
 
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Kommentare zum Beitrag

Christiane Pausch
5.667
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 16.02.2011 um 11:54 Uhr
Das ist ja schön! Ich nehme an du hat sie mit in deiner Wohnung.Was würden sonst die anderen 5 "sagen":) Und was ist mit eurem Nachwuchs der sich angekündigt hat??Danach wird schnell kastriert-oder?Aber so kleine Babys sind schon süß,ihr werdet es sehen.
Dir viel Freude mit deiner ersten eigenen Katze l.g. Christiane
Jörg Jungbluth
5.119
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 16.02.2011 um 12:56 Uhr
Christiane, ich glaube du hast da was falsch verstanden. Das ist unser Nachwuchs.
Ja sie ist in meiner Wohnung. Zumindestens vorrübergehend. Irgendwann werden wir mal testen, wie sie sich mit den anderen versteht.
Andrea Mey
9.897
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 18.02.2011 um 00:09 Uhr
Das ist wahre Tierliebe! Einem Tier ein zu Hause geben, wenn es in Not ist!
Lorchen wäre in einem Tierheim jämmerlich zugrunde gegangen!
Bei Jörg blüht sie von Tag zu Tag mehr auf, entwickelt Lebensfreude und sie hat Jörg schon voll um ihre Pfoten gewickelt!
Christiane Pausch
5.667
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 19.02.2011 um 16:41 Uhr
Ich dachte eine Katze von Euch wäre "schwanger" als Du von Nachwuchs berichtet hast. Ich habe mir schon vorgestellt wie da noch so ca. 5 Katzenbabys rumkrabbeln...,hi was es doch für Mißverständnisse gibt-lustig
Ja,das kann ich mir vorstellen wie Lorchen Jörg um den Finger gewickelt hat,er ist ja auch ein Lieber..hast Glück gehabt:))
Andrea Mey
9.897
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 21.02.2011 um 11:22 Uhr
Christiane, meine Katzen sind alle kastriert!
Da wäre ja sonst das Chaos vorprogrammiert und als Tierschützerin wäre das verantwortungslos von mir!
Jörg ist ein Glückstreffer, für mich und für Lorchen!!!
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