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Kurzer Ausflug zum Lollarer Kopf

Der Lollarer Kopf vom Radweg Lumda - Wieseck aus gesehen
Der Lollarer Kopf vom Radweg Lumda - Wieseck aus gesehen
Lollar | Eine der Infotafeln des Naherholungsgebietes Lollarer Kopf beschreibt ihn poetisch als eine der Kirschen auf der Sahnetorte des Gießener Beckens. Mit seiner steil abfallenden, auf einen ehemaligen Steinbruchsbetrieb zurück gehenden Nord-Ost-Flanke, zeigt er sich täglich Tausenden Autofahrern auf der dicht daran vorbei führenden B3a. Der ehemalige Steinbruch der zum Vulkanschild des Vogelsbergs gehörenden Basaltkuppe ist heute Biotopschutzgebiet, in dem die Natur große Teile der durch den Steinbruchsbetrieb entstandenen Wunden schon wieder geschlossen hat. Der Rest des Berges ist von Mischwald bedeckt, durch den Naturlehrpfade führen. Da zumindest Teile davon naturbelassen sind, finden sich dort auch noch alte, abgestorbene Bäume, die die Lebensgrundlage für viele, selten gewordene Insekten und Pilze bilden. Die Strecke für eine Wanderung ganz um den Berg herum und bis zum Aussichts- und Rastplatz oberhalb des Steinbruchs, wenige Meter unter dem 281m hohen Gipfel, beträgt etwa 6 km und ist auch gut mit dem Fahrrad zu bewältigen. Die Steigungen sind gering bis moderat. Am besten man beginnt am Parkplatz des Lollarer Waldschwimmbades und geht oder fährt erst mal Richtung Grillhütte. Kurz danach ist man am Steinbruch und ab da braucht man sich nur immer nach links und oben zu orientieren. Da das Gebiet schon einmal im späten Frühjahr in einem Beitrag hier in der GZ vorgestellt wurde ( http://www.giessener-zeitung.de/staufenberg/beitrag/31538/ausflugtipp-nr2-der-lollarer-kopf/ ) nun ein paar herbstliche Impressionen. Ein Besuch lohnt sicher mehrmals im Jahr, da man dann die Veränderung der Vegetation verfolgen kann.

Der Lollarer Kopf vom Radweg Lumda - Wieseck aus gesehen
Beginn des Lehrpfades am Waldschwimmbad Lollar
Der kleine Brunnen am Waldschwimmbad Lollar
3
Gute Wege mit moderaten Steigungen für Wanderer wie Radfahrer
Die bekannteren und häufigeren Großpilze
Mehrere Fruchtkörper des Ästigen Stachelbarts (Hericium coralloides), eines selten gewordenen Pilzes, wuchsen aus dieser abgestorbenen Buche
Der größte davon war etwa 25cm lang und 15cm breit. Eßbar, aber wegen seiner Seltenheit zu schützen
Ort der Sporenproduktion. Die Stacheln entsprechen den Lamellen der Blätterpilze
Ab hier gilt: Nur fotografieren, nichts mitnehmen
Der Steinbruch heute, fast ein Mini Monument Valley
1
Die Basaltzinne ist größer, als es hier aussieht
Heutige Vegetation im Steinbruch
Heutige Vegetation im Steinbruch
Eine kleine Picknickzone über dem Steinbruch
Obwohl zwei Abfallkörbe vorhanden sind, sind manche Leute zu unfähig, sie zu benutzen
Blick auf Staufenberg und die Lumdatalbrücke der  B3a im Vordergrund
Das Biotopschutzgebiet von oben gesehen
Blick auf Daubringen und im Hintergrund Treis
Blick auf die Autobahn A480 Richtung Reiskirchen, davor querend die B3a und die Straße von Daubringen nach Gießen
Keine Blüten, sondern die geöffneten Samenkapseln des giftigen Pfaffenhütchens

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Kommentare zum Beitrag

Andrea Mey
10.242
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 30.10.2010 um 10:38 Uhr
Eine sehr gute Beschreibung des Lollarer Kopfes und des Wanderweges!
Ergänzend möchte ich noch hinzufügn, daß sich ein kleiner Abstecher in das innere der renaturierten Basaltgrube lohnt! Wenn man den beschriebenen Weg wandert und fast die halbe Umrundung erreicht hat, sieht man links den Eingang in die Basaltgrube.
Hier ist man fast wie in einer vergessenen Welt! Überall sieht man noch die Basaltsäulen stehen und man kann Biotope sehen, wo sich viele Pflanzen entwickeln und die Grundlage für den Lebensraum seltener Vögel und Reptilien geschaffen wurde.
Wenn man am nördlichen Ende des Lollarer Kopfes nahe der Autobahn steht, hat man einen herrlichen Blick auf die Burg Staufenberg und bei klarer Sicht sieht man das Rothaargebirge.
Und nun viel Spaß beim Wandern!
Gerhard Born
264
Gerhard Born aus Lollar schrieb am 30.10.2010 um 10:51 Uhr
Eine Wanderung empfiehlt sich gerade jetzt, da die nahe gelegene Lumdatalbrücke der B 3 zu einer Baustelle geworden ist und in diesem Bereich langsam gefahren werden muss. Somit ist der ansonsten störende Verkehrslärm etwas erträglicher geworden.
Andrea Mey
10.242
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 30.10.2010 um 10:55 Uhr
Oh ja, das ist mir auch aufgefallen!
Wünschenswert wäre in diesem Bereich ein generelles Tempolimit für die Autofahrer, denn das mindert den Verkehrslärm enorm!
Ilse Toth
34.220
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2010 um 12:31 Uhr
Danke für den Tipp!
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