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Modellbahnausstellung im Bürgerhaus Lollar

von Andreas Hornam 01.11.20083701 mal gelesen1 Kommentar
Das historische Eisenbahnmuseum
Das historische Eisenbahnmuseum
Lollar | Die Modellbahnfreunde Lollar zeigen am 8. und 9. November auf 250 Quadratmetern eine Modellbahn in der Größe HO mit dem 17 Meter langen Bahnhof Lollar in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild mit der Nebenbahn nach Londorf im Bürgerhaus Lollar. Verblüffend echt nachgebaut werden konnte der Bahnhof Lollar von der Streckenverzweigung nach Wißmar bis zum Nord-Ende an der Buderus-Villa und dem alten Wasserturm (dem so genannten Main-Weser-Turm). Die Bahnsteige für die Züge nach Wetzlar über die Kanonenbahn sind ebenso echt nachgestaltet, wie der Bahnsteig für die Londorfer Züge mit den Nebengleisen.

Lollar ist das Herzstück der Anlage und entstammt einer Idee von Karl-Heinz Wilker. Die Planung und der Bau erfolgte unter Federführung von Schreinermeister Björn Wilker, Heiko Wohlfahrt, André Martins und unter Beteiligung aller anderen Mitglieder der Modellbahnfreunde Lollar. Die Modellbahnfreunde Lollar zeigen rund um die Uhr Züge vom schnellen ICE bis zur Dampflok aus der Jahrhundertwende um 1900. Zusammen mit dem Modell-Eisenbahn-Club Marburg/L. ist beidseitig an den Bahnhof Lollar eine 60 Meter lange zweigleisige
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verkauf (11)Tausch (3)Spur 1 (1)Modellbahn (38)Lumdatal (36)H0 (2)Eisenbahn (75)Börse (9)Ausstellung (255)
Strecke angeschlossen, die mit so genannten Schattenbahnhöfen versehen ist. Hier werden die vielen Züge für die Strecke bereitgestellt und sortiert. Auch der 4 gleisige Hallenbahnhof Hamburg-Dammtor ist in seiner vollen Ausdehnung in die abwechslungsreiche zweigleisige Strecke eingebaut.
Auch ist ein historisches Eisenbahnmuseum mit einem grossen Ringlockschuppen in die Anlage integriert, von welchem aus individuell zusammengestellte Museumszüge oder Einzelne Fahrzeuge in den Anlagenbetrieb eingefädelt werden. Der Erbauer, Andreas Horn (Steinbach), betreibt diesen Anlagenteil durch und durch Digital, wobei sich die Besucher von den Vorzügen dieser Technik überzeugen können. Auch dieser Anlagenteil hat eine umfagreiche Erweiterung erfahren. Von Lollar zweigt über die alte Bundesstrasse 3 die eingleisige Nebenbahn nach Londorf ab. Dazu konnten auf 25 Metern Länge die wichtigsten Abschnitte in kleinem Maßstab erstellt werden. Das sind im folgenden: Der Bahnübergang Marburger Strasse, die Bahn entlang der Friedrich-Ebert-Strasse mit den auffallend vielen Mietshäusern. Manfred Wohlfahrt zeigt hier, dass man die typischen Lollarer Häuser an der Strecke nach Daubringen wieder erkennen kann.

Ein neues Modul mit viel Spielwert!
Ein neues Modul mit viel Spielwert!
An der "Kloppmaschin" verlassen die Nebenbahnzüge Lollar. Die Didierwerke in Mainzlar mit der imposanten Kulisse der Schamottwerke wurde unter anderem von André Martins aus Staufenberg nachgebaut und mit vielen Details versehen. Diesen Bahnhof nutzen wir als Ausweichstation auf der sehr langen eingleisigen Strecke. Eberhard Kienholz aus Treis hat den Bahnhof Allendorf (Lumda) sehr detailreich umgesetzt. Hier können die Züge einander begegnen. An der Laderampe werden Rinder in einen Güterwagen (Viehwagen) getrieben. Hier in Allendorf können die Dampfloks an einem Wasserkran ihre Vorräte auffüllen und die kleinen Reisenden in den Wagen rechtzeitig in die Schule bringen. Hinter dem Bahnhof Allendorf steigt die Strecke gleichmäßig ins obere Lumdatal bis Londorf an. Hier wechselt die Strecke die Talseite der Lumda. Die folgenden 7 Teilstrecken (Module) hat Jörg Reinsberg aus Ruttershausen in den kleinen Maßstab 1 zu 87 umgesetzt und dabei den Bestand der Bahnanlagen vor 1959 erforscht.

Wolfgang Richter (Eigentümer des Beuerner Eisenbahnmuseums) hat mit alten Bildern und Skizzen dazu beigetragen, dass der ehemalige Lokschuppen für die in Londorf stationierten beiden Dampfloks (Dienstplan 29 a
Lok Baureihe 151 in Spur 1, Gewicht 5,5 kG, länge 60 cm!
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des Betriebswerkes Gießen) den Endbahnhof Londorf sinnvoll ergänzen kann. Hier waren nachts immer zwei Personenzüge mit ihren Loks für den morgendlichen Berufsverkehr nach Lollar und Gießen abgestellt. An der Kopf- und Seitenrampe wurden Güter verladen und an der Freilade konnte man Allerlei direkt auf die Fuhrwerke und Lastwagen verfrachten. Am Ende des Bahnhofs Richtung Kesselbach befand sich noch eine Verladerampe für den Londorfer Blähbasalt, aus dem der Kölner Dom entstanden ist. Hier endete eine Standseilbahn mit den auf Schienen geführten Transportwägelchen. Monatelange Vorbereitungen zu solchen Ausstellungen sind selbstverständlich geworden, weshalb sie nur alle zwei Jahre im Lollarer Bürgerhaus stattfinden.

Den größten Raum nehmen aber die Modulteile und die Loks der Spur-1-Bahner ein. Hier spricht man schon nicht mehr von Modellbahnern, denn deren wertvolle Teile sind eher den richtigen großen Lokomotiven ähnlich, als irgendeinem kleinen Modell.
Nicht umsonst nennt man diese Spur auch die "Königsspur" der Modellbahn .

Dazu gibt es im Bürgerhaus eine neue Rundumstrecke von 6 mal 13 Metern. Im Dauerbetrieb fahren hier die großen Dampfloks der Baureihe 043 sowie die mittlerweile historischen Intercitys mit der
D- Zug in Bugrösse 1
D- Zug in Bugrösse 1
legndären Baureihe 103 und passenden Waggons, und lassen die Herzen höher schlagen. Die große Bahn für große Leute! Björn Wilker hat hierzu die Strecken- und Bahnhofsmodule gebaut und zusammen mit Andreas Horn (Steinbach) und Ulrich Geiger. (Langgöns) lassen diese drei Mitglieder ihre großen Züge fahren. Da gibt es Lokomotiven, die fast zehn Kilogramm wiegen und Zuglängen von bis zu 6 metern!
Der vorteil des Modulbaus liegt darin, das jeder ei´n Teil bei sich selbst zu Hause bauen kann, ohne zuviel platz zu benötigen.
Bei unserem Event werden dann alle Module zu einer grossen Anlage zusammengesetzt.
Die Übergänge, oder Kopfstücke der Anlagenteile sind "genormt", in H0 wie auch bei der Spur 1.
Das Team der Modellbahnausstellung beantwortet gerne ihre Fragen.
Sie finden uns auch im Internet: www.modellbahnfreunde-lollar.de


Für die Wünsche der besucher gib es auch eine Modellbahnbörse an beiden Tagen, wo man sich vielleicht mit seinem Wunschmodell eindecken kann.
Bei gutem Wetter ist für die Kinder auch ein Karusell vorhanden.
Ebeso können sich die Jüngsten in einer Bastelecke mit dem Bau von Modellen üben.
Die Gastronomie des Bürgerhauses sorgt für das Leibliche Wohl.
Geöffnet ist die Ausstellung am Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, und am Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Das historische Eisenbahnmuseum
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Ein neues Modul mit viel Spielwert!
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Lok Baureihe 151 in Spur 1, Gewicht 5,5 kG, länge 60 cm!
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D- Zug in Bugrösse 1
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2 x die gleiche Lok, 1x 200 Gramm  1 x 5,5 KG(H0  Spur 1)
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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.449
Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.11.2008 um 12:29 Uhr
Ich war am Samstag dort. Einfach faszinierend diese Welt. Leider kenne ich die dort abgebildeten Örtlichkeit in natura nicht, so konnte ich die einzelnen Details nicht richtig würdigen. Aber Hut ab vor so viel Engagement der Bastler.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Andreas Horn

von:  Andreas Horn

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