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Erwin Hirschhäuser erhält das Bundesverdienstkreuz

Erwin Hirschhäuser(l.) lässt sich von Landrat Marx(r.) das Bundesverdienstkreuz anstecken
Erwin Hirschhäuser(l.) lässt sich von Landrat Marx(r.) das Bundesverdienstkreuz anstecken
Lollar | Letzten Freitag erhielt der 75-jährige Erwin Hirschhäuser in der Gaststätte „Zum Lahntal“ in Lollar das Bundesverdienstkreuz für 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in verschiedenen Bereichen. Stellvertretend für Bundespräsident Horst Köhler überreichte Landrat Willi Marx(SPD) dem Vater von zwei Töchtern, Großvater von 2 Enkeln und Urgroßvater vor Familie, Weggefährten und Gästen den Orden. Marx lobte Hirschhäuser für seine „40 jährige Tätigkeit in verschiedensten Verantwortungsbereichen“. Er habe in seinen Wirkungskreisen „spürbare Zeichen“ gesetzt und eine „filigrane und geschichtsträchtige Arbeit“ in Lollar geleistet.
Hirschhäuser, den seine Enkelinnen ohne sein Wissen zu der Auszeichnung nominierten, gab zu, dass er viel Freizeit opfern musste, um soweit zu kommen. Er dankte vor allem seiner Frau für ihre Unterstützung in all den Jahren. Auch Landrat Marx merkte an, dass ein Teil des Kreuzes der Verdienst seiner Ehefrau sei. Kennengelernt hat sich das Ehepaar Anfang der 50er Jahre. Im Februar feierten sie ihren 52. Hochzeitstag.
In Odenhausen geboren und aufgewachsen, absolvierte der Geehrte von 1948 bis
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1951 eine Lehre bei der Deutschen Reichsbahn und wurde anschließend durch die Bahnmeisterei Lollar übernommen. 1956 wechselte er zur Bahnpolizei Gießen und wurde 1967 zum Bundesbahnassistenten befördert. Ein Jahr nach der Übernahme der Bahnpolizei durch den Bundesgrenzschutz 1992 ließ er sich in den Ruhestand versetzen.
Als SPD- Mitglied engagierte sich Hirschhäuser von 1987 bis 1997 zunächst im Ortsbeirat Odenhausen, dann als Ortsvorsteher, Stadtverordneter und schließlich als stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher kommunalpolitisch in Lollar.
Besonders hervorgehoben wurde sein Engagement in der Denkmalpflege. Als ehrenamtlicher Vertrauensmann der Archäologischen Denkmalpflege des Landkreises Gießen und später Mitglied des Denkmalbeirats des Landkreises hat er unter anderem bei Notbergungen geholfen, war Berater und Fachmann.
Auch im kirchlichen Bereich war er jahrzehntelang aktiv. Von 1964 bis 2000 Presbyter, arbeitete er zudem 15 Jahre lang als Kirchmeister der Evangelischen Kirchengemeinde Odenhausen. Maßgeblich beteiligt war er bei der Renovierung der Kirche und setzte sich für die Erhaltung und Instandsetzung ihres ursprünglichen baulichen Zustands ein. Zudem verfasste er ein Buch über die Geschichte der romanischen Basilika und Pfarrei Odenhausens.
Auch im Vereinsleben hat Hirschhäuser eine lange Geschichte. 40 Jahre stellte er sich beim Gesangverein „Liederkranz“ als Schriftführer zur Verfügung. Von 1994 bis 2005 arbeitete er als Beisitzer im Vorstand des Fördervereins der Diakoniestation Lumdatal mit. Er war Mitgründer sowohl des Schützenvereins Odenhausen/Lahn als auch des Vogelschutzvereins Odenhausen/Lahn. Außerdem war er von 1954 bis 1987 Hauptfeuerwehrmann der freiwilligen Feuerwehr Odenhausen.
Neben zahllosen Ehrungen und Auszeichnungen erhielt er 1977 für seine Leistungen bereits den Ehrenbrief des Landes Hessen.
Als kleine Überraschung hielt der örtliche Gesangverein, dem Hirschhäuser jahrelang angehörte, ihm nach der Verleihung ein kleines Ständchen, was ihn sichtlich berührte.

Erwin Hirschhäuser(l.) lässt sich von Landrat Marx(r.) das Bundesverdienstkreuz anstecken
Erwin Hirschhäuser(l.)... 
Hirschhäuser(l.) neben Landrat Marx(r.) hält die Urkunde und trägt den Verdienstorden
Hirschhäuser(l.) neben... 
Der örtliche Gesangsverein hält ein Ständchen zu Ehren Hirschhäusers
Der örtliche... 

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von:  Moritz Zamzow

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Moritz Zamzow
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