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Merz und Schneider (SPD): „Soziale Stadt“ ist Motor für Eigeninitiative und Vernetzung“

Werner Speier, Marcel Dossou, Anita Schneider, Dr. Bernd Wieczorek, Gerhard Merz, Christoph Henkel (von links).
Werner Speier, Marcel Dossou, Anita Schneider, Dr. Bernd Wieczorek, Gerhard Merz, Christoph Henkel (von links).
Lollar | „Das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt hat sich als ein äußerst erfolgreiches Instrument zur städtebaulichen und sozialen Entwicklung schwieriger Stadtteile erwiesen. Es ist an vielen Programmstandorten zum Motor für Eigeninitiative und Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner, aber eben auch zur verstärkten Aktivität der Kommunen selber geworden. Dies ist in Lollar in besonders hervorragender Weise der Fall.“ Dieses Fazit zogen der SPD-Landtagsabgeordnete Gerhard Merz und Landratskandidatin Anita Schneider im Anschluss an ein Gespräch über die bisherigen Ergebnisse und die zukünftige Entwicklung des Projektes „Soziale Stadt“ in Lollar mit Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek, dem Stadtplaner Christoph Henkel, dem verantwortlichen Projektleiter bei der Stadt Lollar Werner Speier, Gemeinwesenarbeiter Marcel Dossou sowie Vertretern des Fördervereins Soziale Stadt. In Lollar sei es nicht nur gelungen, die städtebaulichen Möglichkeiten zu nutzen, sondern gerade auch die Initiativen im Sozialen Bereich über die Projekte „Lokales Kapital für Soziale Zwecke (LOS)“ seien auf sehr breiter Grundlage mit großem bürgerschaftlichem
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Engagement durchgeführt worden. Besonders bemerkenswert sei, dass viele dieser Projekte auch nach Beendigung der Förderung weiter gelaufen seien. „Das ist für jeden, der die Projektlandschaft bei LOS kennt, ziemlich bemerkenswert“, hob Merz den Erfolg der Lollarer Initiativen hervor. 2012 läuft das Projekt für Lollar aus, doch die Verantwortlichen unterstrichen die Notwendigkeit, sowohl auf der städtebaulichen als auch auf der sozialen Seite des integrierten Stadtentwicklungsprozesses weiter zu machen. „Die soziale Stadt braucht eine Zukunftsperspektive“, sagte Landratskandidatin Schneider, die sich von der Fülle der verschiedenen Projekte beeindruckt zeigte.
Projekte wie Straßenbaumaßnahmen, die Aufwertung der Ortsmitte rund um die Grundschule, die Errichtung eines Jugendzentrums oder Maßnahmen zur Aufwertung des Wohnumfeldes hat die Stadt bereits erfolgreich umgesetzt, berichteten Werner Speier und Christoph Henkel. Der Ausbau von Sport- und Spielplätzen habe innerhalb des Projektplanes auch in Zukunft einen hohen Stellenwert. „Die Baugenossenschaften haben in den vergangenen Jahren viel Geld in den Wohnungsbau gesteckt“, berichtete Speier auf Nachfrage von Schneider. Das Engagement gerade der Wohnungswirtschaft sei ein wichtiges Element des Erfolges. Wohnungsleerstände seien so bisher vermieden worden. Lollar profitiere bei der demografischen Entwicklung von der Nähe zu Giessen und habe überdies auch ein gutes Angebot an Arbeitsplätzen vorzuweisen. Das Hauptaugenmerk liege deshalb auch gerade bei der Sozialen Stadt auf der Entwicklung der Infrastruktur. Ein aktueller Schwerpunkt sei die Stärkung der Nahversorgung in der Kernstadt. Hier konnten die Verantwortlichen laut Wieczorek und Speier bereits Erfolge verbuchen: Ein Lebensmittelmarkt hat bereits Interesse für eine Filiale bekundet. Die Ansiedlung eines Ärztehauses soll den ärztlichen Bedarf sichern. Positiv hoben Wieczorek und Speier die Möglichkeit hervor, innerhalb des Projektes einzelne soziale Dienstleistungen, wie Kita-Mittagsversorgung oder die Sozial- und Integrationsarbeit in Stadt und Clemens-Brentano-Schule zu finanzieren. Als generellen Nachteil empfinden die Lollarer Verantwortlichen die Projektgebundenheit der Mittel und den vergleichbaren hohen Bürokratieaufwand. Damit sei es schwer, langfristig angelegte Projekte abzusichern. Gleichzeitig entstehe durch die Arbeit ein Netzwerk von Kontakten entstehen und ein hohes bürgerschaftliches Engagement freigesetzt. „Die langfristige Absicherung der Projekte und die Überführung in die Regelförderung nach dem Städtebauförderungsgesetz wären dringend wünschenswert. Auch eine Flankierung der kommunalen Anstrengungen im Bildungsbereich, z.B. durch verstärkte und flexible Lehrerzuweisung an Schulen in Soziale-Stadt-Quartieren wären äußerst hilfreich“, wiesen Merz und Schneider auf erforderliche politische Entscheidungen in Bund und Land hin. Beide sicherten der Stadt Lollar ihre weitere Unterstützung bei der Umsetzung des Gedankens der Sozialen Stadt zu.

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