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Ein Bürgerbus für Lollar

Lollar | Die Stadt Lollar hat einen neuen Bürgerbus. Sechs Monate Planung und Akquise gingen dem Projekt voraus, nun wurde der Neun-Sitzer-Bus während einer kleinen Feierstunde auf dem Rathausvorplatz von Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek und Projektleiter Thorsten Köhler an die Öffentlichkeit übergeben.

Zunächst soll der Bus an zwei Wochentagen eingesetzt werden, an dem jeweils zwei Fahrten angeboten werden. Der Fahrplan wird in Kürze im Lollarer Amtsblatt sowie auf der Internetseite der Stadt Lollar einsehbar sein. Gefahren wird der Bürgerbus von rund 15 Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil Salzböden. Der Einsatz dieser Fahrer wird ebenso ehrenamtlich koordiniert.

Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek erklärte, dass die Anschaffung eines Bürgerbusses für die Stadt Lollar bereits seit drei Jahren Thema in den Ortsbeiräten war, da einige Neubaugebiete aufgrund ihrer topografischen Lage, nicht durch den Linienbus angefahren werden. Viele ältere Mitmenschen hatten geäußert, dass sie, da auf einem 'Berg' wohnend (Heckenberg, Kratzenberg) fußläufig keine Bushaltestelle mehr erreichen können. Vor dem Hintergrund der demografischen
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Entwicklung soll nun also durch den Bürgerbus die Mobilität der Lollarer Bürger verbessert werden. Viele Menschen in den Stadtteilen sähen sich nicht in der Lage, mit dem öffentlichen Personennahverkehr alle gewünschten Ziele zu erreichen. Dies gelte vor allem für Ältere, Jugendliche und körperlich beeinträchtigte Menschen. Der Bürgermeister betont, dass der Bürgerbus keinesfalls eine Konkurrenz für den öffentlichen Personennahverkehr darstellen solle, sondern eine „sinnvolle Ergänzung“. „Als Bürgermeister freue mich sehr, dass zukünftig ein Bürgerbus in Lollar verkehrt und es uns so gelingt, ältere und bewegungseingeschränkte Bewohner aus den Stadtteilen in das wirtschaftliche und kulturelle Treiben und in die medizinische Versorgung der Kernstadt einzubinden." Zunächst hatte die Stadt Lollar sich um eine Förderung des Landes Hessen beworben, die durch Partner finanzierte Variante galt als zweite Version. Nachdem sich abgezeichnet hatte, dass diese Form der Realisierung des Bürgerbusses wahrscheinlich wurde, hatte die Stadt die Bewerbung beim Land Hessen zurückgezogen.

Möglich gemacht wurde das Projekt durch 15 Partner, die sich auf den dafür vorgesehenen Flächen auf dem Bus präsentieren und durch den Grünberger Projektleiter Thorsten Köhler, der in der Region bereits mehrere Bürgerbusse - unter anderem im benachbarten Staufenberg - realisiert hat. Dazu kommen weitere von ihm verantwortete Projekte von Sozialfahrzeugen für die Städte Pohlheim und Linden, das Jugendamt Gießen und den Naturpark Hoher Vogelsberg sowie für verschiedene Ortsverbände des Technischen Hilfswerkes, des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft.

Projektleiter Köhler warb um Wertschätzung für das Projekt: „Ein Bürgerbus ist nicht selbstverständlich. Es bedarf engagierter Partner, die bereit sind, sich für das Gemeinwohl zu engagieren“. Auch Bürgermeister Dr. Wieczorek zeigte sich begeistert von dem Engagement der Lollar Firmeninhaber und sogar einiger Unternehmen aus Nachbarstädten: „Ich war anfangs skeptisch, aber der Einsatz und das Engagement sind wirklich toll“, freute er sich über den guten Zuspruch und bedankte sich bei den anwesenden Partnern.

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von:  Thorsten Köhler

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Interessensgebiet: Grünberg
Thorsten Köhler
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