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Frau hat ihren eigenen Hund versehentlich überfahren

von Andrea Meyam 03.02.2016814 mal gelesen7 Kommentare
Symbolbild
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Lollar | Vor zwei Tagen war in der örtlichen Presse zu lesen, daß in Baden-Württemberg eine Frau ihren eigenen Hund versehentlich überfahren hat.
Laut Pressebericht fuhr sie verbotenerweise in der Nähe einer Tongrube mit dem Auto und ließ ihren Hund frei nebenher laufen.
Dann habe sie den Hund überfahren und liegen gelassen.
Die Polizei konnte die Frau später ausfindig machen.
Dem Polizeibericht zufolge habe sie den Hund versehentlich überfahren und sei unter Schock weitergefahren.

Als ich diesen Artikel gelesen habe, hat es mir glatt die Sprache verschlagen.

Bei meinen Spaziergängen habe ich diese Unart leider auch schon des öfteren beobachten müssen.
Da fahren Hundebesitzer unerlaubterweise mit ihren Autos auf Feldwegen entlang und der Hund rennt hinter oder neben(!) dem Auto her.
Da stellt sich mir unweigerlich die Frage, ob diese Personen denn von allen guten Geistern verlassen sind!
Spricht man die Leute darauf an, entgegnen sie einem voller Stolz, wie toll der Hund rennen kann.
Der Hinweis meinerseits, dass das doch gefährlich für den Hund und noch dazu schädlich für die Umwelt sei, wird verworfen.
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Hund (394)Auto (167)
"Mein Auto hat Kat und der Hund macht das schon immer so, der kann das und passt auf."
Bei so viel Dummheit und Behäbigkeit fällt einem nichts mehr ein.
Ich habe viele Jahre ehrenamtlich Hunde im Tierheim betreut. Hunde haben bekanntlich - je nach Rasse -
einen mehr oder weniger großen Bewegungsdrang und sie wollen beschäftigt werden.
Wer sich einen Hund anschafft, sollte sich dessen eigentlich bewusst sein und Spaß an langen Spaziergängen, Suchspielen, Agility, Radtouren auf nicht geteerten Feldwegen usw. haben, um nur einige zu nennen.
Es gibt genügend Möglichkeiten, sich mit seinem besten Freund im Freien zu beschäftigen. Wer dazu zu faul ist, um es offen zu sagen oder dafür nicht die Zeit hat, sollte sich keinen Hund anschaffen.
Wenn der Mensch, dem der Hund vertraut und den er liebt, sich ins geschlossene Auto setzt und mit dröhnendem Motor davon rauscht ist das für den Hund eine extrem stressige Situation.
Der Hund möchte bei seinem Menschen sein und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als verzweifelt hinter dem Auto her zu rennen und noch dazu die Abgase einzuatmen.
Den Hund dann auch noch neben dem Auto laufen zu lassen ist mehr als leichtsinnig.
Es liegt in der Natur des Hundes, am Wegrand zu schnüffeln und dabei natürlich auch mal die Seite zu wechseln.
Der arme Hund, der solch stümperhaften Menschen gehört, kommt dann leider im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder.
Die Hundehalterin, die ihren eigenen Hund totgefahren hat, muß nun wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz geradestehen.

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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 03.02.2016 um 21:58 Uhr
Über soviel Dummheit kann ich nur den Kopf schütteln, meist wird der Hund doch auch angeschafft, damit man selbst in Bewegung bleibt, aber doch nicht, um sich bequehm ins Auto setzen.
Nicole Freeman
10.758
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 04.02.2016 um 06:26 Uhr
da stellen sich einem die nacken haare. man sollte das nummernschild der menschen die so gassi gehen notieren und beim ordnungsamt melden. wenigstens das befahren des feldweges wird dann als ordnungswiedrichkeit bestraft und kostet geld. vielleicht denkt der eine oder andere dann mal drüber nach. die armen hunde die so gassi geführt werden sollten, ich sags jetzt wie ich es denke, sollten ein besseres zuhause bekommen. ein zuhause wo man gemeinsam gassi geht und spaß an der frischen luft hat!
Tara Bornschein
7.372
Tara Bornschein aus Reiskirchen schrieb am 04.02.2016 um 10:08 Uhr
UNFASSBAR!!!
Uschi Weber
181
Uschi Weber aus Lollar schrieb am 04.02.2016 um 12:13 Uhr
Dieser Vorgang bestätigt mal wieder, dass viele Halter sich keinen Hund halten sollten - ein Stofftier wäre für solche Ignoranten der Umwelt und der Tiere die perfekte Anschaffung. Der amerikanische Hundetrainer Cesar Millan schnallt sich Inliner an und lässt sich von begeisterten Hunden ziehen - aber das wäre wohl für die Halter immer noch zu anstrengend!!!
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 04.02.2016 um 18:47 Uhr
Die wohl irrsinnigste Art, mit dem Hund " Gassi zu gehen".

Hundehalter auf dem Rad, kann ich ja noch akzeptieren.
Was sagen die Hundebesitzer dazu ?
Andrea Mey
10.947
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 12.02.2016 um 00:58 Uhr
Anscheinend gar nichts, liebe Birgit, ausser Nicole und Uschi.
Wahrscheinlich haben es schon einige getan.
Ich hoffe nur, daß mein Beitrag einige Hundebesitzer zum Nachdenken anregt!
Ilse Toth
38.597
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.04.2016 um 21:44 Uhr
Der Frau wird nichts passieren! Es ist doch einfacher für die zuständigen Behörden, der Frau zu glauben. Macht doch wengiger Arbeit! Traurig!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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