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WOHNBEBAUUNG IN DER UNTEREN BAHNHOFSTRASSE? GERNE, ABER NICHT SO

von SPD Lindenam 16.11.20141618 mal gelesen1 Kommentar
Gudrun Lang
Gudrun Lang
Linden | In einer aktuellen Pressemitteilung begründen die stellvertretende Lindener SPD Ortsvereinsvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Lindener Stadtverordnetenversammlung Gudrun Lang und SPD-Pressesprecher Dirk Schimmel die Ablehnung der SPD zur Bauleitplanung zum Bebauungsplan Nr. 29, Ortslage Großen-Linden, Teil ½, westlich Alte Heerstraße / Moltkestraße, 2. Änderung.
Ein Inverstor plant, dort auf dem Gebiet der ehemaligen Gärtnerei drei zweigeschossige (vormalige Planungen sahen noch drei Geschosse vor) Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 24 Wohneinheiten zu errichten. Mit der oben genannten Vorlage an die Stadtverordnetenversammlung möchte die Stadt Linden den Weg für dieses Bauvorhaben frei machen. Die SPD-Fraktion hatte in der Sitzung vom 30. Oktober als einzige Fraktion geschlossen gegen die Änderung des Bebauungsplans gestimmt. Die SPD-Stadtverordnete Antje Markgraf hatte für ihre Fraktion begründet, warum die SPD Linden diesem Bauvorhaben ablehnend gegenübersteht. Die SPD-Fraktion sieht die gewachsene Siedlungsstruktur im alten Ortskern bedroht und ein (zumindest nach derzeitigem Planungsstand) unlösbares Verkehrsproblem auf die Bewohnerinnen und Bewohner der Bahnhofstraße zukommen.
„Grundsätzlich ist es erfreulich, wenn gerade auch in die alten Ortskerne Menschen hinziehen, sind doch gerade die alten Ortskerne davon bedroht, das die dort zumeist älteren Bewohner wegziehen oder versterben. Schöner ist es im Rahmen des Erhalts der gewachsenen Strukturen, wenn vorhandene Häuser saniert und modernisiert und so für jüngere Bewohner insbesondere Familien mit Kindern attraktiv gemacht werden. Aber auch gegen den Örtlichkeiten angepasste Neubauten ist prinzipiell nichts einzuwenden. Was die Investoren hier planen, geht nach unserer Überzeugung deutlich über das hinaus, was auf diesem Grundstück in der Bahnhofstraße verträglich ist“, so Dirk Schimmel, der darauf verweist, dass seine Partei mit „drei Doppelhäusern dort keine Probleme“ gehabt hätte.
Gudrun Lang führt an, dass „ das geplante Vorhaben zu einer zu starken baulichen Verdichtung im alten Ortskern von Großen-Linden führen wird! 24 neue Wohneinheiten bedeuten 30 bis 48 PKW, die jeden Tag zusätzlich und mehrfach im unteren Teil der Bahnhofstraße unterwegs sein werden. Dies führt zu einer zu hohen Verkehrsbelastung in der verkehrsberuhigten und mit Engen
Dirk Schimmel
Dirk Schimmel
versehenen Straße!“ Lang verweist darauf, dass dort viele weitere Anlieger für ein hohes Verkehrsaufkommen sorgen, z.B. die Gaststätte „Zum Kronenwirt“ die mit ihrem großen Saal auch gerne für Veranstaltungen genutzt wird sowie die Kindergärten in der Obergasse und der Bahnhofstraße. „Im gleichen Zeitraum, wenn morgens die Eltern ihre Kinder in die Kindergärten bringen, werden die neuen Anwohner zur Arbeit fahren. Sehr viel Verkehr und gefährliche Situationen sind vorprogrammiert! Im Moment sehe ich nicht einmal, wie dort ein großer Möbelwagen zum Erstbezug der neuen Wohnungen halten sollte, vom Baustellenverkehr einmal ganz abgesehen“, so Lang weiter.
Abschließend fordern die beiden Sozialdemokraten: „Es ist die Aufgabe der Stadt, vorab eine vernünftige und den örtlichen Gegebenheiten angepasste Nutzung von Grundstücken festzulegen und nicht den Weg frei zu machen, damit Investoren ihr ausschließlich finanzielles Interesse an diesem Grundstück rentabel umsetzen können!“

Gudrun Lang
Gudrun Lang 
Dirk Schimmel
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ehem. Gelände Gärtnerei Winter
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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
11.086
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.11.2014 um 10:26 Uhr
gerade die alten haeuser die unter denkmalschutz gestellt sind werden darunter leiden. es ist jetztschon schwer eine denkmalgeschuetzte imobilie einigermassen gut zu verkaufen denn die auflagen zus sanierung sind nicht immer einfach und guenstig um zu setzen. wenn den alten ortskernen nicht geholfen wird haben wir irgendwann einen hohlen zahn. aussen alles fest und neu , im ortskern marode und ohne leben. das kann doch keiner wollen oder doch ?
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