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BARRIEREFREIHEIT BEDEUTET, DASS ALLE MENSCHEN GLEICHBERECHTIGT AN DER GESELLSCHAFT TEILHABEN

Foto: Dirk Seim vlnr: H. Weitze, B. Babutzka, St. Krieb
Foto: Dirk Seim vlnr: H. Weitze, B. Babutzka, St. Krieb
Linden | Der SPD Ortsverein Linden und der Kreisverband Gießen des VdK Hessen-Thüringen luden zu einer Informationsveranstaltung. zum Thema „Was bedeutet Barrierefreiheit?“ in die Gaststätte „Zum Kronenwirt“ nach Großen-Linden ein.
Nachdem der SPD Ortsvereinsvorsitzende Dr. Steffen Krieb die zahlreichen Interessierten begrüßt hatte führte Horst Weitze, der stellvertretende Vorsitzende des VdK Kreisverbandes Gießen und Lindener SPD-Stadtverordneter in das Thema ein. Weitze führte aus, der SPD Ortsverein und der Kreisverband des Sozialverbandes VdK-Hessen Thüringen hätten beschlossen, Lindens Bürgerinnen und Bürgern und insbesondere den Betroffenen und allen Interessierten das Thema „Barrierefreiheit“ näher zu bringen. Barrierefreiheit bedeutet nach Weitze, dass der Personenkreis, der auf Hilfsmittel angewiesen ist, sich in seinem Umfeld frei bewegen kann, damit Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Weitze wies auf verschiedene Barrieren im Haushalt und der Umwelt hin, aber auch auf mentale Barrieren, zum Beispiel das fehlende Bewusstsein dafür, vor welchen Hindernissen Menschen mit Hilfebedarf stehen und wie diese abgebaut werden können.
Damit leitete Weitze über zur Referentin des Abends. Bärbel Babutzka erläuterte zunächst den amüsierten Zuhörern, wie man mit zunächst nur beginnendem Engagement für Menschen mit Behinderung in kürzester Zeit zu einer ganzen Reihe von Ehrenämtern kommt. So ist Frau Babutzka u.v.a. Vorsitzende des VdK Ortsverbands Grünberg, Beauftragte für Barrierefreiheit des VdK und Behindertenbeauftragte der Stadt Grünberg. Babutzka führte praktisch vor, dass es für Menschen, die trotz Behinderung weiter selbständig leben wollen, eine Vielzahl verschiedener Hilfsmittel gibt. Zu diesen Hilfsmitteln für körperbehinderte Menschen gehören Gehhilfen oder Rollstühle, Körperersatzstücke, Sprach- und Kommunikationshilfen, technische und andere, zusätzliche Hilfen. Alle Menschen haben einen Anspruch auf diese Hilfsmittel, wenn diese dazu dienen, einer drohenden Behinderung vorzubeugen, eine Behinderung auszugleichen oder bei Krankheit oder Verletzung helfen, eine Therapie erfolgreich abzuschließen. Bezahlt werden diese Hilfsmittel von der zuständigen Krankenkasse im Rahmen von Festbeträgen. Es sind jedoch Zuzahlungen zu leisten. Allerdings können Krankenkassen die Übernahme von Hilfsmitteln ablehnen, wenn sie nur einen geringen oder gar einen umstrittenen Nutzen haben. Auch wenn die anvisierten Hilfsmittel zu den allgemeinen Gebrauchsgegenständen zählen, werden die Krankenkassen die Kosten dafür nicht übernehmen. Wichtig sei, die Kostenübernahme für Hilfsmittel, aber auch für Umbaumaßnahmen vorher mit der Krankenkasse zu besprechen und zu beantragen.
In einem praktischen Teil führte Babutzka den interessierten Besuchern eine Reihe von Gegenständen vor, die Menschen mit Hilfebedarf ein selbständiges Leben ermöglichen können. Das Spektrum reichte dabei von Essbesteck und Geschirr mit stärkeren Griffen und Tischhalterungen bis Türgriffverlängerungen für Rollstuhlfahrer. Alle Hilfsmittel sind in der Regel in Sanitätshäusern zu erhalten. Der VdK berät Betroffene gerne, wie Babutzka und Weitze betonten. Auch bei barrierefreien Bau- und Umbaumaßnahmen geben die Mitarbeiter des VdK gerne Auskunft.
Abschließend hielten Babutzka und Weitze fest: „Kein Betrieb, kein Ort, keine Region wird von heute auf morgen barrierefrei werden. Barrierefreiheit ist ein Prozess, der durch Aufklärung und Information in Bewegung gebracht werden muss.“

Quelle: Dirk Schimmel, Pressesprecher SPD Linden

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.759
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.11.2014 um 10:48 Uhr
Danke Herr Seim für die Einstellung dieses sehr informativen Artikels.

In der letzten Zeit ist die Sensibilität innerhalb der Bevölkerung bezüglich aller möglichen Formen der Behinderung der Bewegungsfreiheit erfreulicherweise stark gestiegen. Immer wieder werden dazu Informationsveranstaltungen angeboten.

Ich erlaube mir hier auf die Veranstaltung des Giesener "Zentrums selbstbestimmtes Leben" vor ein paar Wochen hinzuweisen.

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/96883/infoabend-barrierefreiheit-im-oeffentlichen-raum/

Aber auch andere Organisationen haben Veranstaltungen gemacht.

Wer nähere Informationen sucht kann einfach hier in dem Feld "Suche" den Begriff "Barrierefreiheit" eingeben.
Hallo Lieber Leser
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