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Halloween - ein friedlicher Import

von Alex Knaackam 30.10.2013911 mal gelesen7 Kommentare
Linden | Es ist wohl wieder soweit und Halloween klopft in Form von kleinen verkleideten Gnomen erneut an die Tür. Es werden vermehrt Horrorfilme ausgestrahlt und die Kostüme für Halloweenpartys werden ausgepackt.
Doch für einige ist dieses erst kürzlich importierte Fest nur ein weiteres künstliches Ereignis, welches zur Inflation von bedeutungslosen Ritualen beiträgt.
Aber ist dies nicht gerade der Reiz von Halloween?
Ein Trend, der über den Ozean geschwemmt wurde und noch so frisch ist, dass er noch frei von jeglichem Gesellschaftsdruck strahlen kann.
Man kann Halloween feiern oder es auch lassen. Egal wie man sich entscheidet, was soll schon passieren? Man verpasst eine tolle Party und wird von einigen Freunden zum Party-Pooper abgestempelt. Eigentlich nicht schlimmer als so manch reguläres Wochenende.
Nehmen wir zum Vergleich Weihnachten!
Nicht ohne Grund die Zeit im Jahr, in welcher die Selbstmordrate am höchsten ist.
Niemand kann es sich leisten hier fern zu bleiben.
Die Entscheidung zur Partizipation wird einem von vornherein genommen. Man steht im Grunde bloß vor der Entscheidung, wo, wie und in welchem Kreis man feiert.
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Die Teilnahme kann nur dadurch entgangen werden, indem man sich völlig familienfrei durchs Leben bewegt. Sollte dies zu treffen, wird es allerdings nicht als freiheitlicher Gewinn gesehen, sondern als Ausschluss von sozialem Glück interpretiert und schon ist wieder festliches Leid generiert worden. Jeder setzt sich und sein Umfeld eben so gut wie es nur geht unter Druck.
Vielleicht ist ja das der ganze Spaß an Weihnachten?
Die einzigen, die vor der vollen Wucht des feierlichen Drucks bewahrt werden, sind die Nesthäkchen, die sich natürlich zurückgelehnt über die Früchte des Konsumzwangs freuen können.
Ist man schon aus dem Hause und die eigene Festung hat nicht genug Gefolgschaft, so braucht man eine gute Ausrede, sollte man bei den Eltern nicht pünktlich antanzen.
Sind die Eltern geschieden, so steht man vor der Entscheidung wen man nun dieses Jahr enttäuschen darf.
Und sind Leute nicht wegen des Fernbleibens enttäuscht, so gibt es reichlich Gelegenheit es mit den Geschenken zu vergeigen.
Halloween hingegen ist wie St. Patrick`s Day, ein friedlicher Import und sollte genossen werden bis es sich eines Tages richtig etabliert und dann nur noch mit der ganzen Kraft des gesellschaftlichen Drucks zu haben ist. Doch bis zu diesem Tag sollte man die Unschuld dieses Fests genießen.

Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
7.858
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 30.10.2013 um 21:24 Uhr
Happy Halloween.
Alex Knaack
589
Alex Knaack aus Linden schrieb am 30.10.2013 um 21:30 Uhr
Happy Halloween!
Jörg Jungbluth
5.132
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 31.10.2013 um 11:22 Uhr
So friedlich ist der aber nicht. Jedes Jahr brennen zu Halloween Gartenhütte, Dixie Klo´s, Mülleimer und sonstiges weil es die Kid´s einfach "geil" finden an Halloween mal wieder die "Sau rauszulassen". Ausserdem werden Autos mit rohen Eiern beworfen und andere Untaten. Meiner Meinung nach hätte der Brauch in Irland und Amerika bleiben können.

Aber das geht ja nicht. Dann verdient ja der Handel nichts mehr.
Alex Knaack
589
Alex Knaack aus Linden schrieb am 01.11.2013 um 16:59 Uhr
Da offenbaren sich natürlich in den Kommentaren Aspekte von Halloween, die nicht unerwähnt bleiben sollten, da werden Klohäuschen umgeworfen, wenn es keine Soul Cakes gibt und Gartenhütten brennen.
Das ist nicht so gut.
Wobei diese Ausartungen wohl nicht zum Standardprogramm gehören.
Ich jedenfalls habe noch keine brennenden umgeworfenen Klohäuschen an Halloween gesehen.
Meine Ausführung, dass Halloween friedlich ist, bezog sich auf die Auswirkungen im innerfamiliären Kreis und da birgt Halloween weitaus weniger Sprengkraft als Weihnachten.
Alex Knaack
589
Alex Knaack aus Linden schrieb am 10.11.2013 um 23:19 Uhr
Frau Amstein, angesichts des Berichts wird mir erst bewusst wieviel Glück ich bis jetzt hatte noch kein Halloween-Opfer geworden zu sein.
War mir gar nicht klar, dass bei diesem Fest schon ganz ordentlich mit Eiern und Böllern hochgerüstet wurde.
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Alex Knaack
589
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