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Katrin Göring-Eckardt, ihre Rede und viele Fragen in Gießen

von Alex Knaackam 19.09.20131071 mal gelesen9 Kommentare
Linden | Am 17.09.2013 stand die Spitzenkandidatin der Grünen Katrin Göring-Eckardt vor einer kuscheligen Runde auf dem Kreuzplatz in Gießen, um kurz vor knapp die Leute noch auf die Wahl einzustimmen.
Sie fing erst harmonisch an, da sie auf die positive Richtung verwies, welche Deutschland in Sachen regenerative Energien und Umweltschutz einschlagen würde, wären die Grünen erst wieder am Drücker. Endlich saubere endlose Energie! Doch schnell ließ sie wieder den Traum zerplatzen, da sie daran erinnerte, dass es ja da noch diese Schwarz-Gelbe Regierung gibt, die unzählige Großkonzerne wie Verpackungshersteller und Massentierbetriebe von der Ökoumlage befreien würde und wer käme dann für die so entstandenen Milliardenverluste auf? Bitter. Weiterhin würde jetzt seit langer Zeit wieder erstmals der CO2-Ausstoß wachsen. Dann sagte sie den Subventionen für grausame Massentierhaltung den Kampf an. Schließlich gehe es um Tierquälerei, das Fleisch sei mit Antibiotika dermaßen vollgepumpt, dass man schon für ein Schnitzel zum Apotheker gehen müsse, das Tierfutter sei häufig Soja, welches auf Kosten des Regenwaldes angebaut werde.
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Damit verließ sie schließlich die ökologischen Themen und schwenkte auf Attacke der Mitglieder der jetzigen Regierung um. Interessanterweise war Christina Schröder auffällig häufig Gegenstand der Hiebe. Christina Schröder sei doch Bundesministerin für Familie und Frauen, doch stelle sie sich jeder Bemühung in den Weg Frauen in größerer Zahl in Führungspositionen aufzustellen. Erster Schlag! Dann gingen die Christina Schröder-Sätze erst mal so weiter. Immer anfangend mit Christina Schröder, folgend mit einer bissigen These, so wie damals auf dem Schulhof mit den Mutter-Sätzen: „Deine Mutter ist so arm, dass sie im Aldi klaut, deine Mutter...“
So teilte sie weiter aus, dass Christina Schröder auch in ihrem Bereich Öffentlichkeitsarbeit gegen Rechtsradikale Aktionen einfach nicht fördern würde, nein! Noch schlimmer, sie würde sogar Initiativen gegen Rechts Steine in den Weg legen, da sie von Antifa-Bewegungen ein Bekenntnis zum Grundgesetz fordern würde, sonst gebe es keine Fördermittel. Das sei unter Generalverdacht stellen! Kurz hatte ich ein Bild von Schröder & Göring-Eckardt beim Schlamm-catchen vor Augen. Dann war sie schon weiter und eckte ein wenig bei Obama an, indem sie forderte, dass man Edward Snowden doch Asyl in Deutschland anbieten müsse, so dass man ihn direkt fragen könne, was denn alles so in Sachen Geheimdienst passiere.
Am Ende kam noch das, was bei keiner öffentlichen Kundgebung fehlen darf – Die Fragerunde!
Um wohl die Hemmschwelle der Schaulustigen abzubauen, durfte man seine Fragen anonym in ein Kästchen werfen, die dann von Christian Otto vorgelesen wurden. Dass die Fragen anonym waren merkte man auch. So wurde die Frage gestellt: „Warum kommt kurdischer Rapper 8 Jahre ins Gefängnis, wenn er Transporter klaut? Deutscher kommt nur 4 Jahre ins Gefängnis, wenn er Mädchen belästigt.“ Für diese Fragen hatte Frau Göring-Eckardt natürlich noch ein ganzes Kompetenzteam auf der Bühne und so sprang Tom Koenigs ein und erklärte, dass er nicht sehe, dass Ausländer im Justizsystem diskriminiert werden würden. Dafür gab es nicht ganz so viel Applaus. Dann kam natürlich das berühmte „Gib das Hanf frei!“ Tom Koenigs in Hochform gab zunächst zu bedenken, dass Kiffen so wie das Saufen dumm machen. Doch helfen würde letzten Endes Aufklärung und wenn man Leute nicht in eine kriminelle Ecke drängen würde, könne man ihnen auch besser helfen. Recht hatte er, dachte ich und dabei fiel mir noch auf, dass nirgends Bier ausgeschenkt wurde – Schade! Dennoch verharrte ich tapfer weiter, da meine Frage noch nicht vorgelesen wurde. Kurz ging es dann noch um die plakative Frage, ob denn der Islam zu Deutschland gehören würde. Katrin Göring-Eckhardt bejahte dies.
Schließlich nachdem die Fragebox leer war, leerte sich auch die Veranstaltung.
Hätte ich gewusst, dass alle Fragen vorgelesen werden, hätte ich vielleicht etwas verrückteres gefragt, doch ich war trotzdem zufrieden, da meine Frage, ob Massentierhaltung durch Subventionsabbau oder durch konkrete Verbote eingeschränkt werden sollte, von Frau Göring-Eckardt dadurch beantwortet wurde, dass sie erklärte, dass es Verbote bezüglich des Baugesetzes geben solle, die solche Betriebe nicht mehr erlauben würden. Mit dieser Antwort ging noch grübelnd an einen Stand, wo ich mich noch mit einem netten Wahlhelfer unterhielt, der mich bezüglich der rechten Unterwanderung in der Gothic Szene aufklärte. Ja und dann ging ich Heim, schließlich war es kalt – es ist ja Herbst!

 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
3.931
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.09.2013 um 16:45 Uhr
Was erwarten Sie Frau Schuster? Die GRÜNEN sind auch ( nur ) eine bürgerliche Partei und ihr Wahlklientel sind sicher nicht die abhängig Beschäftigten, und die die jeden Euro 2x umdrehen müssen bevor sie ihn ausgeben schon gar nicht....
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 21.09.2013 um 10:14 Uhr
Ich war leider auch nicht auf der Veranstaltung.
Allerdings, dadurch dass die Fragen nur anonymisiert auf Zetteln vorgelesen wurden - hätten sie meine wohl lieber sowieso nicht vorgelesen.
Die Fragen, die ich stelle, sind ja offenkundig nicht erwünscht, wie die mehrfache Deaktivierung meines entsprechenden Artikels "Wie glaubwürdig sind die Grünen?" zeigt.

Auch auf mehrmalige Anfragen meinerseits zu den Gründen der Deaktivierung schweigt sich die Redaktion aus. Ein sehr beredetes Schweigen, wie ich meine.
Und eines, dass Mutmaßungen geradezu schürt. Hat da jemand interveniert? Gab es womöglich auch einen Anruf auf der Mobilbox - wie der eines gewissen Herrn W. bei einem Herrn D...? Oder sind womöglich eigene parteipolitische Positionen innerhalb der Redaktion angekratzt worden? Immerhin liebäugelt jeder dritte Journalist mit den Grünen.

Zum Glück gibt es noch Medien, die auch unbequeme Fragen und Themen nicht scheuen. Wer sich selbst ein Urteil bilden möchte, kann den Artikel daher auf der Seite des libertären Magazins Cuncti.net nachlesen.
Cuncti.net: Wie glaubwürdig sind die Grünen?
Alex Knaack
589
Alex Knaack aus Linden schrieb am 22.09.2013 um 15:29 Uhr
Na, es gibt ja bei jedem Politiker quasi Partei immer ein paar Punkte bei denen man nicht übereinstimmt. Da geht es immer darum denjenigen zu finden mit der größten Schnittmenge. Doch was gibt es denn am Mindestlohn auszusetzen? Arbeitsplatzverluste? Erhöhung des Rentenalters empfinde ich aufgrund der höheren Lebenserwartung als realistisch, wobei ich einige körperlich anstrengenden Berufe ausnehmen würde.
Aber zB bin ich kein großer Fan der Frauenquote. Ich halte es für ein falsches Mittel mehr Frauen in die Führungsebene zu heben. Man vermittelt dadurch das Gefühl, dass manche ihren Job nur aufgrund ihres Geschlechts bekommen haben. Aber insgesamt stehe ich schon voll hinter den ökologischen Bestrebungen dieser Partei!
Alex Knaack
589
Alex Knaack aus Linden schrieb am 22.09.2013 um 15:34 Uhr
Herr Herwig, mit Freuden muss ich feststellen, dass ihr Beitrag über die Glaubwürdigkeit der Grünen wieder zu finden ist. Meinungsfreiheit is Trumpf!
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 22.09.2013 um 17:16 Uhr
Herr Knaack,

nicht ganz. Ich habe den eigentlichen Beitrag lediglich durch eine entsprechende Nachricht mit Link zu Cuncti ersetzt. Freundlicherweise hat Cuncti.net angeboten, den Artikel bei sich zu veröffentlichen, sonst würden Leser hier immer noch lediglich eine Fehlermeldung bekommen.
Leider blieb mir keine Zeit mehr, noch vor der Wahl die anderen Artikel zur Glaubwürdigkeit von SPD, LINKE, FDP und CDU/CSU zu schreiben - genug Material dafür gibt es zumindest...
Alex Knaack
589
Alex Knaack aus Linden schrieb am 23.09.2013 um 00:09 Uhr
Herr Herwig,
wenn ich mir aber die Liste ihrer für die Gießener Zeitung erstellten Artikel anschaue, dann finde ich da direkt den Artikel: "Wie glaubwürdig sind die Grünen?" ohne dass er als Link aufgeführt wird.
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 23.09.2013 um 08:36 Uhr
Richtig, der Artikel wurde zweimal Deaktiviert. Ich habe ihn daher umgeschrieben, die eigentlichen Inhalte rausgenommen und nur noch eine knappe Erklärung mit Verweis auf Cuncti drin. Die ursprünglichen Artikelinhalte sind dann eben auf Cuncti nachzulesen.
Alex Knaack
589
Alex Knaack aus Linden schrieb am 24.09.2013 um 00:43 Uhr
OK, kapiere! Traurig was aus Meinungsfreiheit geworden ist.
Alex Knaack
589
Alex Knaack aus Linden schrieb am 24.09.2013 um 23:27 Uhr
Haha! Der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Habe auch schon mal aus Neugier gegoogelt, wie es da mit den Verwandschaftsverhältnissen aussieht!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Alex Knaack

von:  Alex Knaack

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Alex Knaack
589
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