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Anti-Kriegstag 2013 - Diskussionsveranstaltung

Linden | Drohnen- ein Schritt zum Krieg ohne Opfer?

Matinee
Sonntag, 1. September 2013, 11.00 Uhr
Evangelische Studentengemeinde Gießen, Henselstr.7

mit:
Dr. Christine Schweitzer, Bund für soziale Verteidigung


Der 1. September wird seit vielen Jahren von der Friedens- und Gewerkschaftsbewegung als Anti-Kriegstag begangen. Wir erinnern an den deutschen Überfall auf Polen vor 74 Jahren (1.9.1939) - der Beginn eines verbrecherischen Vernichtungskrieges ohne Beispiel.
Friedensbewegung und Gewerkschaften protestieren heute gegen die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegen in aller Welt und fordern eine Beendigung der Auslandseinsätze. Die Bundesregierung plant nun eine neue Form der Kriegsführung- die Bundeswehr soll mit Kampfdrohnen ausgestattet werden! Eine Milliarde Euro wurden bereits für Drohnen ausgegeben, der Stopp des EuroHawk hat das Desaster öffentlich gemacht.

Dr. Christine Schweitzer wird mit uns diskutieren, ob Kampfdrohnen „nur“ eine technische Weiterentwicklung sind oder ob sie die Definition von Krieg verändern. Um das Leben von eigenen Soldaten zu schonen, sollen zukünftig mehr bewaffnete Drohnen eingesetzt werden, um so die Akzeptanz von Kriegseinsätzen im eigenen Land zu erhöhen.

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Die Friedensbewegung lehnt Kampfdrohnen ab, weil ihr Einsatz
• die Schwelle zu bewaffneten Aggressionen weiter senkt,
• “gezielte” Tötung von Menschen innerhalb und außerhalb von Kriegen bedeutet – ohne Anklage, Verfahren und Urteil,
• die Bevölkerung betroffener Landstriche terrorisiert und sie an Leib und Leben gefährdet,
• die Entwicklung autonomer Killer-Roboter befördert und noch schrecklichere Kriege zur Folge hätte,
• eine neue Rüstungsspirale in Gang setzt.

Wir fordern von Bundesregierung und Bundestag,
• den Irrweg der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die diesbezügliche Forschung und Entwicklung aufzugeben und
• sich für ein weltweites Verbot und völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen.


Eine Veranstaltung des Gießener Friedensnetzwerkes (Frauen für den Frieden, IPPNW, Gießener Friedensinitiative, Weltladen und der Fördergemeinschaft Friedensarbeit Gießen e.V.)

Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.08.2013 um 00:09 Uhr
Momentan wird diskutiert, ob es möglich ist mit den Handydaten eine Drohne gezielt abzufeuern, damit der Handyträger getötet wird. In welcher Welt sind wir bloß gelandet ;-(

" Drohnen- ein Schritt zum Krieg ohne Opfer?"
Einen Krieg ohne Opfer wird es nicht geben können, denn dann wäre es kein Krieg.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 11.08.2013 um 15:31 Uhr
Gut erkannt Peter!
Den Titel der Veranstaltung hatte ich auch kritisiert, konnte mich aber nicht durchsetzen ( die Referentin fand ihn so in Ordnung ), so ist das halt manchmal...
Der Titel trifft auch meines Erachtens nicht den Kern ( mal abgesehen davon, dass es wenn überhaupt heissen müsste = ohne "eigene" Opfer ). Drohnen werden derzeit vor allem von den USA in Pakistan und im Jemen zur Aufstandsbekämpfung eingesetzt, gezielt Menschen liquidiert, auf ein paar mehr oder weniger Unbeteiligte die dabei auch mit draufgehen kommt es dabei nicht an.....
Und die Bundeswehr? = sie derzeit im "Umbau", von einer in Deutschland stationierten "Verteidigungsarmee" hin zu einer weltweit auftretenden Eingreiftruppe, da passen Drohnen natürlich gut ins Konzept.....
Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.08.2013 um 16:42 Uhr
ich finde wir, Deutschland , sollte die Finger davon lassen. Oder wollen wir mal wieder "Weltkrieg" spielen?
Klaus Stadler
4.786
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 11.08.2013 um 17:08 Uhr
Zusammen mit der UDSSR!
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 11.08.2013 um 22:05 Uhr
Muss man das verstehen Herr Stadler? Ich kapiere nicht wie Sie das meinen. Welche UdSSR?
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 25.08.2013 um 18:17 Uhr
ich finde es gut, dass es eine Veranstaltung zum Anti-Kriegstag gibt!

Gute Kommentare Peter und Stefan. Der Titel ist in der Tat so nicht richtig.

Die Bundeswehr befindet sich doch schon seit längerem im Umbau.
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von:  Stefan Walther

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Stefan Walther
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