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Abschaltung griechischer Rundfunk ERT ein Skandal

Linden | presse.mitteilung ver.di hessen

Mittwoch, 12. Juni 2013. Die deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) in ver.di erklärt sich mit den Beschäftigten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Griechenland solidarisch. ver.di unterstützt die Forderung nach dem Erhalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Griechenland.

Fast 3.000 Kolleginnen und Kollegen in Griechenland sind in Gefahr, mit ihrer Arbeit ihre Existenz zu verlieren, nachdem die griechische Regierung heute Nacht per Notstandsdekret die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ERT geschlossen hat.

Der ver.di Landesfachbereichsleiter Medien, Manfred Moos: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist gerade in einer sich spaltenden Gesellschaft wie der in Griechenland unverzichtbar. Ihn einfach abzuschalten, ist hochgradig gefährlich. Der ERT ist nicht nur der öffentlich rechtliche Sender mit langer Tradition und hohem Identifikationspotenzial. Er ist auch die einzige Rundfunkanstalt, die gehaltvolles Kulturprogramm anbietet, seriösere Nachrichten als die Privaten sendet, der Kinderprogramme hat, der als einziger in Griechenland bisher noch Dokumentarfilme produziert, Kinoproduktionen finanziert sowie ein Orchester unterhält. Alles, was jetzt nachkommt, kann nur eine Verschlechterung sein. Nicht nur für die Kolleginnen und Kollegen. Auch die Pressevielfalt in Griechenland wird nachhaltig geschwächt. Gerade in heutigen Zeiten ist Aktualität und seriöse Information nötig. Wer öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaltet, schaltet Meinungs- und Informationsfreiheit ab.“

Presserechtlich verantwortlich: Ute Fritzel (Pressestelle)

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Landesbezirk Hessen

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
9.640
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 12.06.2013 um 20:17 Uhr
Das hörte ich heute morgen im Radio.
Als weitere Sparmaßnahme, so die Begründung der griech. Regierung !?
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.06.2013 um 00:10 Uhr
Ja schon, die Argumente gegen die Abschaltung sind ok. Aber Griechenland muss eben alle Möglichkeiten ausschöpfen um zu sparen. Auch wenn es unpopulär ist. Welche andere Möglichkeiten hätten sie sonst noch?
Wir, d.h. die Europäischen Staaten vornedran die BRD haben Griechenland fast keine Chance gelassen. Genau wie sie alle zusahen als Griechenland in die Eurozone aufgenommen wurde. Damals mussten sogar die Griechischen Euros in anderen Ländern geprägt werden. Griechenland war dazu nicht fähig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Eurom%C3%BCnzen
Michael Beltz
6.517
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.06.2013 um 17:39 Uhr
Wieso ,Peter, muss Griechenland sparen. Die Banken, die EZB, die Regierungen in Deutschland und Griechenland, die Eu und ander haben sich das Geld des Volkes unter den Nagel gerissen.
Die sollen bezahlen!!
Und denken wir stets daran, morgen kann es uns so gehen wie den Griechen.
Es gibt Griechen, Spanier, Portugiesen, Italiener, Franzosen.... und auch Deutsche: = Die einen leiden und die anderen, eine Minderheit, sind die Aussauger. Die Völker müssen gemeinsam die Aussauger vertreiben. Dann müssen die Menschen nicht dafür sparen, dass der Rundfunk wieder in Gang gesetzt wird.
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.06.2013 um 19:42 Uhr
Da haben aber Griechen die Griechen ausgesaugt, die Gelder ins Ausland transferiert. Die Europäer haben nicht den Griechen geholfen, nur den Banken. Jetzt und das ist so, müssen die Griechen als Volk die Suppe auslöffeln. Das meinte ich zum Sparen.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.06.2013 um 21:18 Uhr
Vom Prinzip ist es überall das gleiche ( nicht nur in Griechenland ) = schau dir einfach mal in Deutschland die Verteilung der Vermögen an Peter...
Das Besondere an Griechenland ist, das hier ein Exempel statuiert werden soll: wie weit kann man gehen, bis hin dazu einen Staat bankrott gehen zu lassen, Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut zu entlassen, Sozialleistungen so herunter zu schrauben, dass sich Menschen noch nicht mal einen Arztbesuch mehr leisten können...
Dass die Verursacher der Krise ( Michael hat sie benannt ) nicht zahlen, das ist schon Schweinerei genug, dass sie aber auch noch mit den Steuergeldern der Menschen in der EU "gerettet" werden, das setzt dem ganzen noch die Krone auf.
Richtig, beim griechischen Volk ist nichts angekommen, gespart wird nur auf seine Kosten, während auf der anderen Seite nach wie vor der Militärhaushalt in Griechenland prozentual gesehen der höchste in der gesamten EU ist. Da hat auch keiner der Konzerne und Banken ein Interesse zu sparen, im Gegenteil da kann man viel Geld verdienen...
Wenn wir von "wir" reden, dann reden wir immer von unseren gemeinsamen internationalen Interessen. Es kann nicht oft genug gesagt werden: die Grenzen verlaufen nicht zwischen Nationalitäten und Nationalstaaten, die Grenzen verlaufen immer zwischen "oben und unten"!
Die internationalen Konzerne sind uns da ein ganzes Stück voraus, sie handeln längst - im Interesse ihres Profitstrebens - international, "wir" müssen das erst noch lernen! Es ist nicht einfach gegen die ganze Heuchelei von nationalen Interessen, Standortpolitik usw. Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit zu leisten... aber wir haben keine Alternative!
Und auch dazu ist es wichtig solche Erklärungen zu verfassen und die Solidarität international von unten zu entwickeln-
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.06.2013 um 21:45 Uhr
Das ganze System der Eurozone war krank von Anfang an. Da sollte bestraft werden wer die Grenze, ich glaube so was um 3 % herum überschritten hatte. Nichts ist passiert. War nicht Deutschland der erste der diese Kriterien nicht einhielt, auch Frankreich war dabei.
Diese zwei sind es, die von Anfang an wussten, dass da mit Griechenland von Anfang an mit falschen zahlen begann. Aber der Reiz hier Geld zu machen war größer. Dann aber uns als die Zuchtmeister aufzuspielen, durch Verzögerungstaktik die Sache für die Griechen immer aussichtsloser und für uns immer teurer zu machen, das finde ich ;-(

*) Dafür erhält jetzt unsere Kanzlerin 70% Zustimmung vom Deutschen Volk. Nicht von mir, nie wird sie das von mir bekommen. Die Frau ist eiskalt und geht über Leichen um ihrer Macht willen. Die ganzen möglichen Nachfolger in der CDU hat sie schon ausgebootet.
Der Rest meines Kommentars ab *) ist nicht unbedingt zum Beitrag gehörig, musste aber sein, um aufzuzeigen woran es liegt, dass es so kam wie es kommen musste.
Christian Momberger
10.836
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 15.06.2013 um 22:33 Uhr
Sehr gut Stefan, dass Du die Sache hier einstellst!! Und ich kann Dir und Michael ein Euren Kommentaren nur zustimmen!

Hier der Hinweis auf eine interessante Veranstaltung zum Thema Griechenland, die - so denke ich - sich keiner entgehen lassen sollte:
Griechenland vor dem Kollaps - Was tun?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Stefan Walther

von:  Stefan Walther

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Stefan Walther
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