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Eröffnung der Gießener Mountainbike-Strecke am Schiffenberg

Linden | Die RSG Gießen und Wieseck feiert am kommenden Samstag, den 8.6.2013 ab 12 Uhr die Eröffnung der Mountainbikestrecke am Schiffenberg.
Seit einigen Jahren schon gibt es eine, leider nicht offiziell erlaubte MTB-Strecke, die den Anhängern des Freeride Mountainbikens im Gießener Land eine kleine Möglichkeit gab, ihrem Hobby nachzugehen.
Mit der wachsenden Bedeutung des Mountainbikens als Freizeitbeschäftigung und speziell der Sparte Freeride in den letzten Jahren stiegen auch die Anforderungen an die Strecken.
Mehr und mehr Bereiche des Schiffenbergs wurden leider auch abseits der Wege durch Mountainbiker befahren und wohl meist aus Unkenntnis heraus die Natur in zum Teil sensiblen Bereiche gestört.
Ende 2011 kam es daher zu ersten Gesprächen zwischen Mountainbikern und den städtischen Vertretern aus den Bereichen Forst und Naturschutz sowie dem Sportamt.
Es galt eine Lösung zu finden, die allen Beteiligten gerecht werden, verschiedene Besuchergruppen berücksichtigen, gegenseitige Gefährdung ausschließen und auch für Natur und Wild Rückzugs- bzw. Ruhegebiete lassen sollte.
Man erkannte schnell, dass eine derartige Lösung nur im Dialog zu finden sein würde und man dieser jungen Sportart mit starkem Zulauf einen Raum geben müsse sich zu entwickeln.
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Den Weg, die Menschen über Verbote aus der Natur zu verbannen, wie dies bereits anderenorts versucht wurde, wollte man in Gießen bewußt nicht einschlagen. Nach diesen ersten Gesprächen dauerte es etwa 1 Jahr, bis alle bürokratischen Hürden genommen waren und Ende 2012 ein Nutzungsvertrag unterzeichnet werden konnte. "Der Stadt Gießen ging und geht es dabei zum einen darum den vielen mountainbikenden Gießenern einen Ort zur Verfügung zu stellen an dem sie ihren Sport ausüben können, der aus Umweltschutzsicht vertretbar ist und an dem es möglichst zu keinen Konflikten mit anderen Nutzern kommt. Zum anderen erhoffen wir uns in dem Sinne eine Lenkungswirkung durch die attraktive Anlage am Schiffenberg, dass in anderen aus umweltsicht oftmals sensiblen und illegalen Gebieten nicht mehr gefahren wird ", so Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich.
Einige der am Schiffenberg aktiven Mountainbiker schlossen sich zu diesem Zweck der Radsportgemeinschaft Gießen und Wieseck an und gründeten dort eine Freeride Abteilung.
Anfang diesen Jahres konnte auf dem Gebiet der seinerzeit bereits am stärksten frequentierten Strecke, ein abwechlungsreiches Streckenangebot für alle Könnerstufen eingerichtet werden.
Zwar konnten aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse noch nicht alle Streckenabschnitte fertiggestellt werden, dank einer wachsenden Zahl fleißiger Helfer kann sich das Ergebnis aber bereits jetzt sehen lassen.
Auf dem Programm stehen neben der feierlichen Eröffnung der Strecke durch die Gießener Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich auch ein Rennen um die vereinsinterne Meisterschaft des schnellsten RSGlers am Schiffenberg, sowie kleinere Wettbewerbe für Jedermann.
Es wird die Möglichkeit geboten, auf, von der Firma „IRONworkX“ aus Heuchelheim bereitgestellten, Testbikes die Strecken und das eigene Können auf professionellem Gerät zu erproben.
Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
Die Freerider der RSG Gießen und Wieseck freuen sich auf zahlreiche interessierte Besucher.
Der Weg zur Veranstaltung wird ab den Parkplätzen am Kloster, sowie an der L3131 (Schiffenberger Weg) beschildert sein.

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Kommentare zum Beitrag

Ida Neumann
23
Ida Neumann aus Gießen schrieb am 05.06.2013 um 11:08 Uhr
Jetzt, wo das Wetter endlich gut ist, wird das sicher eine tolle Veranstaltung!
6
Ingo Kiwitt aus Gießen schrieb am 18.06.2013 um 19:03 Uhr
Ich finde es toll, daß es auch anders wo in unserem Sport voran geht. Man versucht ja vielerorts gegen sogenannte "Irre die sich den Berg mit dem Rad herunter stürzen" vorzugehen. Teils so, das einfach nachts kurzerhand alles zerstört wird, was die Biker sich in mühsamer Arbeit zusammen bauen. Oder einfach die brutal gespannte Schnur über die angelegten Trails oder quer gelegte Äste um Biker zu Fall zu bringen oder gar schlimmeres in kauf zu nehmen. Aber wie man sieht geht es auch anders. ich selbst habe in Nordhessen eine Radsportgruppe in einem Sportverein gegründet um eine "geduldete" Strecke legalisiert zu bekommen. Bisher gab es nur kleinere Zerstöhrungen die schnell wieder gerichtet waren auf unseren Strecken in einem recht kleinen Waldstück zwischen 2 Ortsteilen ( kein Jagtgebiet ). Ich habe mit dem Forstamt ein super Verhältniss aufgebaut und der Kontakt zum Waldeigentümer läuft auch über dem selbigen. Eine Besichtigung von Forst und Naturschutz verlief auch ohne Probleme aber das schriftliche dauert und dauert. Ich freue mich immer wenn ich sehe das im nahen Umfeld ebenso angagiert mit Gemeinden und Städten, mit Erfolg an der Erschaffung von Bikestrecken gearbeitet wird. Schön ist es wenn sich regionale Firmen anschliessen und solche Projekte mit Spenden aller Art unterstützen, da die meisten Sportvereine oder Gruppen nicht über große Finanzielle Mittel verfügen.
Ich hoffe, daß in naher Zukunft eine weitere Mountainbikestrecke der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Ingo K. aus Bad Arolsen
Hallo Lieber Leser
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Herzlichst, Ihr(e) Mathias Schäfer

von:  Mathias Schäfer

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