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Rettungshunde zeigen ihr Können! Erfolgreiche Rettungshunde-Prüfung in der Fläche und im Trümmerfeld

von Maren Albertham 22.05.20131568 mal gelesen1 Kommentar
Linden | Die Rettungshundestaffeln der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) absolvierten am Wochenende vom 17. bis 20. Mai Rettungshundeprüfungen in Lich bei Gießen und im hessischen Fernwald-Steinbach. Auf dem Gelände der hessischen Bereitschaftspolizei wurde eine kombinierte Prüfung absolviert. Geprüft wurden sowohl Prüferanwärter als auch Rettungshundeteams. Gefordert war das Können von Hunden und ihren Hundeführern in der Flächensuche und in der Suche im Trümmerfeld. Vor allem die Prüferanwärter sollten beweisen, dass sie in der Lage sind eine Rettungshundeprüfung zu bewerten.
Nach der theoretischen Prüfung des Hundeführers ist der Hund gefordert, seinen Gehorsam und seine Gewandtheit an verschiedenen Geräten zu zeigen. Danach geht es zur Suche in die Fläche und in das Trümmerfeld. Gekämpft wurde unter Stress, Schlafmangel und mit organisatorischen Problemen.

Für die Flächensuche am vergangenen Wochenende stand, Dank der freundlichen Unterstützung der Fürst zu Solms-Lich’chen Rentkammer, ein Waldgebiet in der Nähe von Lich zur Verfügung. Es nahmen Teams aus drei verschiedenen Hilfsorganisationen teil, des Arbeiter-Samariter-Bundes, des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter-Unfall-Hilfe. Insgesamt nahmen 43 Teams der Rettungshundestaffel und vier Prüferanwärterinnen aus ganz Deutschland von Schleswig-Holstein bis Landsberg am Lech teil.
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Nach Abschluss der Prüfungen konnten sich 14 der gemeldeten Teams über ihr Bestehen und eine Zertifizierung ihrer Leistung freuen.

Die Prüfung für die Flächensuche beinhaltet nach einem Theorietest praktische Aufgaben im Gelände. Im Verweistest zeigen die Hunde ihrem Hundeführer an, dass sie eine Person gefunden haben und verbellen diese – ohne sie zu bedrängen oder zu belästigen – so lange, bis der Hundeführer die Versorgung der Person übernehmen kann. Danach folgt der Gehorsamstest, bei dem es auf das gute Zusammenspiel des Teams ankommt. Als letzten Part müssen die Rettungshundeteams ihre Leistung in einem mindestens 30.000 m² großen Waldgelände unter Beweis stellen. Innerhalb von 20 Minuten müssen die Hunde ihrem Hundeführer im Wald versteckte Personen anzeigen, die vermisste oder hilflose Menschen darstellen.

Die Trümmersuche-Prüfung absolvierten in Fernwald-Steinbach insgesamt 11 Teams. Auch bei dieser Prüfung folgen nach dem Theorietest Aufgaben zu Gehorsam und Gewandtheit, bevor es ins Gelände geht. Auf einer Trümmerfläche von 2000 Quadratmetern müssen die Prüflinge drei Personen aufspüren. Dabei dürfen sich die Tiere nicht von Ablenkungen wie beispielsweise versteckten Futterreizen, Lärm oder mit einer Nebelmaschine simuliertem „Feuer“ ablenken lassen.

Prüfungsorganisator Rico Merker, Staffelführer der Gießener Rettungshundestaffel zeigte sich am Ende zufrieden. „Zwar konnten nicht alle Teams die geforderte Leistung abrufen, aber insgesamt wurden ansprechende Leistungen gezeigt.“ Sein besonderer Dank galt seinem Team. „Durch Mitglieder und Helfer der Rettungshundestaffel wurden an diesem Wochenende mehr als 250 Stunden ehrenamtlicher Arbeit erbracht. Nur durch das Engagement der gesamten Staffel war es möglich ein solches Event zu stemmen“
Ebenfalls positiv fiel das Ergebnis für die angetretenen Prüferanwärterinnen aus. Alle vier Anwärterinnen wurden angenommen. In den nächsten Monaten werden sie zusammen mit erfahrenen Prüfern bewerten und so weitere Erfahrungen sammeln können. Nach Absolvierung einer vorgeschriebenen Anzahl von Prüfungen und einer abschließenden positiven Bewertung ihrer Leistungen kann dann die endgültige Aufnahme in das Team der Prüfer erfolgen.

Ein Rettungshundeteam kommt überall dort zum Einsatz, wo moderne technische Einsatzmittel für eine sichere Absuche nicht ausreichen und auch in Reihen vorgehende Suchmannschaften möglicherweise an ihre Grenzen stoßen. Die Johanniter-Rettungshundestaffeln im Landesverband Bayern sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach lebenden Vermissten. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams für den Einsatz auf der Suche nach verletzten Personen zur Verfügung stehen. Alle 18 Monate müssen die Teams erneut beweisen, dass sie für diesen Einsatz geeignet sind.

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Kommentare zum Beitrag

Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 22.05.2013 um 18:52 Uhr
Die Arbeit und das Training zu sehen ist immer wieder auf´s Neue sehr beeindruckend. Mit viel Spass machen sich die Hunde an ihre Arbeit, zwischen ihnen und ihren Führern besteht zumeist eine innige Harmonie.
Hallo Lieber Leser
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von:  Maren Alberth

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