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Bündnis UmFAIRteilen in Gießen gegründet

Linden | Für eine stärkere Besteuerung von Reichtum

Die Diskussion über eine stärkere Besteuerung von Reichtum bekommt Rückenwind aus Gießen. Nun ist dem bundesweiten Bündnis "UmFAIRteilen" eine regionale Gruppe aus Gießen beigetreten. Dem Bündnis haben sich neben dem DGB, ver.di und der GEW auch die Arbeitsloseninitiative, die Genossenschaft cafe Amelie, der Weltladen und der Allgemeine Studierendenausschuß angeschlossen. Die Grünen, die SPD, Die Linke, das Linke Bündnis und die DKP sind ebenfalls dabei.

Wie das bundesweite Bündnis warnt auch die Gießener Regionalgruppe vor weiteren Kürzungen zu Lasten des Gemeinwesens. Kritisiert wird zudem die ungleiche Verteilung in der Bundesrepublik. Der Armut in Deutschland und den leeren öffentlichen Kassen stehe ein Privatvermögen von über acht Billionen Euro gegenüber. Allein die privaten Vermögen des reichsten Prozents der Bundesbürger seien höher als alle Schulden von Bund, Ländern und Kommunen zusammen.

"In ganz Europa erleben wir derzeit eine beispiellose Kürzungspolitik, die zu gravierenden sozialen Verwerfungen führt und den gesellschaftlichen Frieden ernsthaft gefährdet.", sagt der stellvertretende DGB Kreisvorsitzende Klaus Zecher. "Solange gerade auch Deutschland ein Steuerparadies für Vermögende darstellt, ist der Sozialstaat in seiner Handlungsfähigleit bedroht. Um eine sozial gerechte Haushaltskonsolidierung und dringend notwendige öffentliche Aufgaben zu gewährleisten, müssen die Einnahmen der öffentlichen Hand gestärkt werden". Deshalb fordert das Bündnis eine dauerhafte Vermögensteuer, eine einmalige Vermögenabgabe, eine Besteuerung von Finanztransaktionen und die Schließung von Steueroasen. "Die Zeit ist mehr als reif für die Um FAIRteilung von oben nach unten", sagt Zecher.

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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.459
Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.03.2013 um 22:40 Uhr
Ab wieviel Einkommen im Monat zählt man/frau zu den Vermögenden? Ich las da was von 3.700 im Monat. Das wäre aber schon ein wenig um reich zu sein;-(
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.03.2013 um 23:04 Uhr
Ich weiss nicht woher du diese Zahl, diesen Betrag hast Peter. Aber dies kann ja wohl nur ein Scherz sein, häng` mal noch ne "Null" an den Betrag, dann werden wir uns beim Einkommen evt. einig, abgesehen davon, es geht hier um PrivatVERMÖGEN.
Peter Herold
24.459
Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.03.2013 um 23:10 Uhr
Da stande es wo bei Fragen und Antworten. Gut dann bin ich unvermögend, jedoch mit Haus, was aber nur eine Last ist, bei dem was da alles auf mich noch zukommt.
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.03.2013 um 23:21 Uhr
Es geht auch nicht um dein / um ein Haus... einfach mal zu "Umfairteilen" googeln....
Peter Herold
24.459
Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.03.2013 um 08:24 Uhr
OK, erledigt. Spende ist schon so gut wie unterwegs. Hoffe mein Beispiel macht Schule. Wo kann ich unterschreiben? Findet hier am 13. auch was statt?
Martin Wagner
2.107
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 02.03.2013 um 12:15 Uhr
Peter, du kennst sicher den Spruch. ich glaube nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe. Aber ich halte es für gerecht bei der Frage "ab wann ein Mensch als reich / vermögend zu gelten hat" so etwas wie einen statistischen Wert anzusetzen.

Denn, ich habe im Monat nicht viel Geldmittel zur Verfügung aber dieser Betrag ist im weltweiten Vergleich gesehen schon recht hoch (vielleicht wäre ich nach diesem Masstab schon "reich").

Aber ich lebe nicht in - um am Artikel zu bleiben - in Griechenland, sondern in der BRD.

Langsam bürgert es sich ein, dass in etwa der Verdienst die "obersten 10 %" eines jeden Staates für diese Grenze heran gezogen wird.
Martin Wagner
2.107
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 02.03.2013 um 16:56 Uhr
Peter , ich habe noch mal nachgeschaut.

Deutschland ist – gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) – im weltweiten Vergleich ein sehr reiches Land. Zwischen 1960 und 2003 hat sich das inflationsbereinigte BIP (das ist das Bruttoinlandsprodukt ,,,) verdreifacht. Zwischen 1991 und 2001 wuchs es um knapp 16 % von 1.710 Mrd. Euro auf 1.980 Mrd. €. Das Geldvermögen, das Privatleute besitzen, stieg in diesen zehn Jahren um rund 80 %, von 2,0 Billionen € 1991 auf 3,6 Billionen € 2001.
Als Indikator für Wohlstand und Reichtum ist Vermögen eher noch wichtiger als das Einkommen. Vermögen kann als Sicherheit dienen und zeitlich begrenzte Einkommensausfälle ausgleichen. Die Vermögen, besonders die Geldvermögen, sind sehr ungleich verteilt (...). Während im Jahr 2003 die „unteren“ 50 % aller Haushalte zusammen 3,8 % des Gesamtvermögens besaßen, verfügten die „oberen“ 10 % der Haushalte über 46,8 % des privaten Vermögens in Deutschland. 1998 lag dieses Verhältnis noch bei 3,9 % zu 44,4 %.

((Bin nicht so gut im recherchieren - sicherlich gibt es auch aktuellere Zahlen.))

http://de.wikipedia.org/wiki/Reichtum
Peter Herold
24.459
Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.03.2013 um 17:09 Uhr
... und wer jammert am meisten? Immer die, die eh schon viel haben. Ist ansich nur gerecht, die etwas zur Kase zu bitten, denn mit ihrer Hände Arbeit haben sie es nicht verdient.
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 02.03.2013 um 19:37 Uhr
Etwas späte Antwort Peter, zur Zeit ein wenig im Stress...

"Wo kann ich unterschreiben" = ich hab`s nicht so mit dem unterschreiben, bringt meist nichts, lenkt auch oft davon ab, dass etwas praktisches gemacht werden muss. Und das zeichnet dieses Bündnis auch aus = es sollen vor allem praktische Sachen gemacht werden, wie zum Beispiel Veranstaltungen um aufzuklären und zu informieren, darüber hinaus öffentliche Aktionen... Es soll dafür in Kürze einen so genannten "Jahresplaner" geben wo die Termine der beteiligten Organisationen eingestellt werden ( ich werde dies dann auch hier bekanntgeben )

"Findet hier am 13. auch was statt?" = für die, die es nicht wissen, es geht um den 13. April ( bundesweiter dezentraler Aktionstag ). Ja, ich gehe davon aus, dass auch das Gießener Bündnis hierzu gefordert ist ( auch da = Info folgt ). Es wird auch im September eine zentrale Demo geben...

Ist erst der Start des Gießener Bündnisses, gut Ding will gut geplant sein, wobei = sooo viel Zeit darf man sich nicht lassen, es sollte schon jetzt auch losgehen. Konkret soll es als erstes "Schwerpunktthema" ( weitere werden folgen ) um die Mietsituation in Gießen ( und Kreis ) gehen, hierzu wird es dann auch auf jeden Fall eine Veranstaltung geben, ggf. mehr....
Martin Wagner
2.107
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 02.03.2013 um 20:52 Uhr
Ich möchte versuchen den Ball von Stefan aufzugreifen.

Peter du hast in ein paar Kommentare angedeutet, dass du die finanzielle Belastung der Häuslebesitzer für die Zukunft pessimistisch einschätzt. Für das Bündnis dürfte in erster Linie Wohnungssuchende, also der örtliche Mieterverein ein Ansprechpartner für das Thema "bezahlbares Wohnen in Giessen" sein. Aber wenn du eine Idee hast (und noch die Kraft da selber etwas vorzubereiten) für dein Thema was zu machen, ich denke es wird dich niemand daran hindern.

Und wie gesagt, da erfahrungsgemäß das Thema erst in Herbst wieder größer aktuell wird ist dieses jahr eine ausreichend lange Vorbereitungszeit vorhanden.
Birgit Hofmann-Scharf
9.635
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 02.03.2013 um 22:42 Uhr
@ Frau Gülmez
Bekanntlich sind Ameisen sehr fleißige Geschöpfe...........

@Stefan
Ein wahrhaft wichtiges Schwerpunktthema, die Mietsituation in Gießen.
Der Rettungsschirm setzt ja noch einen i-Punkt auf die Problematik "bezahlbare Wohnungen, bezahlbare Nebenkosten".
Ich warte mit Interesse auf Euren Jahresplaner, Eure öffentlichen Aktionen. Hört sich gut an !
Martina Bodenmüller
90
Martina Bodenmüller aus Gießen schrieb am 26.04.2013 um 10:29 Uhr
In der Arbeitsloseninitiative Gießen e. V. sehen wir täglich, was es heißt, dass immer mehr Menschen immer mehr verarmen. Zu den psychischen Folgen lang andauernder Erwerbslosigkeit kommen die finanziellen Engpässe und Probleme hinzu. Viele haben Schulden. Hinzu kommt eine sich immer mehr verschärfende Wohnungsproblematik u.a. durch den Wegfall von Sozialwohnungen. Wer sich mehr für das Thema interessiert, sei eingeladen, am 1. Mai die Installation auf dem Kirchenplatz zu besuchen, bei der Betroffene das Thema "in Szene setzen".
Eine UmFAIRteilung ist auch im Bereich Wohnen dringend notwendig!
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.04.2013 um 22:49 Uhr
Weitere Infos aus "erster Hand"?

Tipp = morgen, Samstag 27. April, ab ca. 10 Uhr, Seltersweg / Ecke Löwengasse, Info-Stand des Bündnisses UmFAIRteilen

vorab - Info ( ausführlichere Ankündigung folgt ) = 14. Mai, Kongresshalle - Kerkrade-Zimmer, Diskussionsveranstaltung zur Wohnungssituation in Gießen, u.a. mit Stefan Kaisers ( Vorsitzender des Mietervereins ) und Dietlind Grabe-Bolz ( als Aufsichtsratsvorsitzende der Wohnbau )
Hallo Lieber Leser
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Herzlichst, Ihr(e) Stefan Walther

von:  Stefan Walther

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