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Spannende Turnwettkämpfe in Großen-Linden

Lennart Glaser beim Sprung
Lennart Glaser beim Sprung
Linden | Heimische Turner nicht nur in der Bundesliga erfolgreich -

Der Hessische Turnverband hatte die Mannschaftsmeisterschaften der Schüler, Jugendturner und Turner am 24./25.11. in die Lindener Stadthalle vergeben. Gleichzeitig fanden in diesem Rahmen auch die Finalwettkämpfe der drei Landesligen statt. An beiden Tagen bot sich dem Ausrichter dieser Mammutveranstaltung, dem TV 1892 Großen-Linden, und den Zuschauern bei vollen Rängen ein eindrucksvolles Bild. Spannende Kämpfe in den ausgeschriebenen Wettkampfklassen der P-Übungen sowie der KM-Übungen (Kür modifiziert) und bei den Kürübungen der Landesligaturner rissen die Zuschauer immer wieder zu großem Beifall hin.

Eröffnet wurde der Reigen der Wettkämpfe am Samstagvormittag mit den Pflichtübungen der Schüler Jahrgang 2001 u. Jünger (P4 – P6). 12 Mannschaften, darunter der TSV Allendorf/L. und der TV Großen-Linden, waren qualifiziert. Während der TV mit den Turnern Hotte, Grauberger, Schröder, Frolov und Ullmann mit sehr guten 237,90 P. einen ausgezeichneten 5. Platz belegte und den 4. Rang lediglich um 0,35 P. verfehlte, kam die Mannschaft des TSV Allendorf mit 226,85 P.auf einen guten 7. Platz. Hier turnten Klaus, Werner, Ammour und Robin und Fynn Steinmüller. Sieger wurde der Turnerbund Wiesbaden mit 246,20 P. vor der TSG Nord West Frankfurt mit 243,0 P. Bester Einzelturner war Joshua Gorman vom TV Hofheim mit 83,65 P. knapp vor Frederick Hotte vom TV Gr.-Linden mit 83,30 P.

Im Wettkampf 2003 und jünger startete der TSV Odenhausen/Lahn als Vertreter des Turngaus Mittelhessen. Die Mannschaft, bestehend aus Jonas Bärsch-Bettin, Johannes Größer, Jan Grün, Ben Lubbadeh, Christian Speier und Lukas Wilke, begann am Reck und erzielte an diesem Gerät das zweithöchste Mannschaftsergebnis hinter dem TSV Rot-Weiß Auerbach, der sich souverän den Hessenmeistertitel in dieser Altersklasse sicherte. Am Pauschenpferd konnten die Odenhausener Turner das beste Ergebnis aller Mannschaften einfahren. Leider flossen diese Punkte nicht in die Endwertung mit ein, da in dieser Altersklasse nur die vier höchst bewerteten Geräte gezählt werden. An den folgenden drei Geräten konnten die Mannschaft weiter solide Leistungen abrufen, so dass vor dem letzten Gerät ein „Sprung aufs Treppchen“ möglich erschien. Nach einer nicht nachvollziehbar harten Bewertung am Barren, reichte es dann nur für einen immer noch sehr guten, aber undankbaren vierten Platz. Daher konnten sich die Turner des TSV nach der ersten Enttäuschung über einen gelungenen Wettkampf freuen.

Nico Horvarth beim Sprung
Nico Horvarth beim Sprung
Der Ausrichter TV Großen-Linden hatte sich für das Wochenende wirklich ein wahres Mammutprogramm aufgeladen. Und so richtete man zusätzlich noch die Finalwettkämpfe der Landesligen aus. Im zweiten und entscheidenden Wettkampf der Landesliga III traten die Nachwuchsturner des Turnteam Linden unter der Flagge des TSV Odenhausen an. Nach dem Gewinn des ersten Wettkampfes, sollte der Aufstieg in die Landesliga II perfekt gemacht werden. Mit dem schärfsten Konkurrenten, dem TV Gorxheim, begannen die Odenhausener am Sprung und setzten sich gleich mit 1,8 Punkten Abstand an die Spitze des Feldes. Felix Jelli (12,40), Sascha Müller (12,50) und Moritz Weber (12,85, Tageshöchstwertung) erturnten das höchste Geräteergebnis des gesamten Wettkampfes. Mit jeweils 11,75 Punkten turnten Felix Jelli und Moritz Weber die höchsten Wertungen am Barren. Obwohl Oliver Reuter (11,10) seine neue Übung nicht fehlerfrei turnte, wuchs der Vorsprung auf 3,65 Punkte an.
Sascha Müller (9,90), Felix Röhn (9,35) und René Speier (9,25) steigerten das Ergebnis des letzten Wettkampfes um über 2 Punkte und hielten die anderen Mannschaften auf Abstand.
Maximilian Kessler zeigte am Boden mit 12,1 eine starke Übung . Noch besser machten es sein Zwillingsbruder Fabian und Moritz Weber mit jeweils 12,2 Punkten. Der Vorsprung betrug nun 5,15 Punkte und es sah alles nach einem Start-Ziel Sieg aus. Ausgerechnet am Pauschenpferd folgte der Einbruch. Nur René Speier (9,20) konnte seine Übung durchturnen. Die wenigsten Fehler machten noch Moritz Weber (8,35) und Ingo Drescher (7,70). Für alle überraschend stand vor dem letzten Gerät die KTV Main-Kinzig mit nur 2,35 Punkten Rückstand auf Platz 2.

René Speier (8,75), Felix Röhn (9,05) und Moritz Weber (10,25) konnten an den Ringen nicht verhindern, dass die KTV Main Kinzig, die im letzten Durchgang am Barren antreten musste, vorbeizog. Obwohl sich der TSV Odenhausen nun mit 190,65 Pkt. um über 3 Punkte steigerte, musste er hinter der KTV Main Kinzig (193,30), aber vor dem TV Gorxheim (188,55) mit Platz 2 vorlieb nehmen. In der Addition der beiden Wettkämpfe reichte es aber sicher für Platz 1 und damit für den Aufstieg in die zweite Landesliga.

Platz Verein Punkte Gerätepunkte
1. TSV Odenhausen 22 : 2 104 : 40
2. TV Gorxheim 18 : 6 102 : 42
3. KTV Main-Kinzig 16 : 8 100 : 44
4. TV Hösbach 12 : 12 76 : 68
5. TG Ober-Rosbach 12 : 12 66 : 78
6. TV Weißkirchen 2 : 22 32 : 112
7. TV Großostheim II 2 : 22 24 : 120

Dieses Ergebnis ist sehr bedeutend. Zeigt es doch, dass für die Bundesligaturner ein großes Potential an Nachwuchsturnern bereitsteht, die nächstes Jahr bereits im Wettkampfbetrieb der Landesliga II Erfahrungen sammeln können.

Der Sonntagvormittag stand ganz im Zeichen der Schüler Jahrgang 1997 und jünger mit den P-Übungen 5 – 8. Hier gab es eine eindrucksvolle Dominanz unter den 6 angetretenen Mannschaften vom TV 07 Watzenborn-Steinberg. Mit 267,85 P. holten sich Maximilian und Fabian Kessler, Lange, Engel und Bobzien den Titel vor dem TV Hofheim mit 261,80 P. Auch die Einzelwertung wurde von den Kesslerzwillingen gewonnen. Es siegte Maximilian mit 92,15 P. vor Fabian mit 90,30 P.

Den zweiten Schülersechskampf der Jahrgang 1999 u. jünger der Klasse P5 – P7, ebenfalls am Sonntagvormittag ausgetragen, gewann der TV Niederbrechen mit ausgezeichneten 253,90 P. deutlich vor der TSG Sulzbach mit 250,15 P. Die Mannschaft des TV Gr.-Linden hielt sich achtbar in diesem starken Feld mit 8 Mannschaften und erturnte mit den Schülern Arbter, Steinbrecher Hetz und Schmeel mit 235,20 P. den 6. Rang, lediglich 0,40 P. hinter Ober-Ramstadt und 0,90 P. hinter TV Weißkirchen. Ausgezeichnete Leistungen von Leon Arbter vom TV Gr.-Linden mit insgesamt 83,0 Punkten wurden unter 40 Schülern mit dem 5. Platz belohnt.

Der Sonntagnachmittag war den Mannschaften mit den KM-Übungen vorbehalten. Während im Sechskampf der KM2, jahrgangsoffen der KTV Main-Kinzig mit 187,90 Punkten vor dem TV Elz mit 187,20 P. knapp die Nase vorn hatte, lag im Sechskampf KM3 Jahrgang 1995 und jünger das Team vom TV Bürstadt mit 185,70 Punkten ebenfalls lediglich 0,50 Punkte vor dem TV Ober-Ramstadt. Mannschaften vom Turngau Mittelhessen waren nicht am Start.

Spannungsgeladen war in der gleichen Zeit der Wettkampf KM3 jahrgangsoffen. Hier war der TV Gr.-Linden mit einer Mannschaft aus jungen Nachwuchsturnern und bundesligaerprobten Turnern am Start. Hannes Drescher, Rene Speier, Christoph Klein, Lennart Glaser, Nico Horvath und Tim Pfeiffer lieferten dem Turnerbund Wiesbaden ein an Dramatik kaum zu überbietendes Finale. Während Wiesbaden nach dem fünften Gerät noch mit 172,55 Punkten deutlich vor dem TV mit 164,85 Punkten lag, wurde es im sechsten Durchgang spannend. Wiesbaden musste am Seitpferd antreten und verlor erheblich an Punkten gegen die Turner des TV Großen-Linden, die am Boden einen starken Auftritt hatten. Am Wettkampftag selbst reichte es für den Turnerbund mit einem Hauch von 0,05 Punkten und insgesamt 202,15 P zum Sieg. Es ist aber dem aufmerksamen Kampfrichter Walter Kreiling zu verdanken, dass die Reckwertung von René Speier noch im Nachhinein um einen Punkt – von 8,15 auf 9,15 Punkten korrigiert wurde. Er hatte Zuhause seine Aufzeichnungen mit den offiziellen Ergebnissen verglichen und diesen Fehler entdeckt. Somit wurde der TV nachträglich doch noch zum Sieger erklärt und erturnte letztlich 203,10 Punkte. Bester Einzelturner war hierbei Hannes Drescher vom TV Krofdorf Gleiberg mit 73,85 Punkten.

Auch dieser letzte Wettkampf zeigte wieder einmal, dass die Region hervorragenden Nachwuchs hat und es jetzt gelingen kann, vereinsübergreifend in den kommenden Jahren – von Landesliga bis Bundesliga – ein gleichmäßiges Leistungsspektrum im Wettkampfbetrieb anzubieten.

Gratulation an alle Mannschaften für ein gelungenes Wettkampfwochenende und herzlichen Dank an alle Verantwortlichen, Betreuer und Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung niemals möglich gewesen wäre.

Lennart Glaser beim Sprung
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Nico Horvarth beim Sprung
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